Betreuerinnen

Hier können sich ehemalige Praktikantinnen und Betreuerinnen, ehemalige Zeitzeugen (über die Kommentarfunktion) zu Wort melden, die die Kinderverschickungen von der anderen Seite her erlebt haben, wir freuen uns über jede und jeden erwachsene/n Zeitzeugen. 

Wenn sich welche vertrauensvoll an uns wenden wollen, können sie das über die mail: info@verschickungsheime.de tun, wenn welche ihre Mitteilungen gleich mit anderen teilen und gern ins Gespräch mit anderen kommen wollen, dann machen sie es über die Kommentarfunktion, Danke!

Die Vernetzung erfolgt gern über Tina: TinaMuerle@gmx.de

 

 

 

 

 

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Madeleine15
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Madeleine15

Es fehlt unter VERNETZUNG bei Allgäu der
Ort: Lindenberg und dort das
Heim: Eisenbahnwaisenhort
Bitte anlegen mit Kontakt-Mailadesse.
Danke.

Christine
Gast
Christine

meine Email-Adresse war falsch, sorry.

Christine
Gast
Christine

1976 leistete ich von Juli bis Dezember ein “Hauswirtschaftliches Praktikum” in einem privaten Kinderheim auf Borkum ab. Ich war bei Antritt des “Praktikums” 17 Jahre alt und sollte 1 Jahr bleiben. Ich verließ die Insel Weihnachten 1976, nachdem ich volljährig geworden war und kehrte, trotz der Androhung verklagt zu werden, nicht mehr an meinen Arbeitsplatz zurück. In meiner Zeit gab es sowohl Kurkinder, die von der Krankenkasse verschickt wurden und 4-6 Wochen blieben, vorwiegend aus dem Ruhrgebiet mit Haut- oder Bronchialerkrankungen wie Athma, Bronchitis, etc. Alle Kinder waren in regelmäßiger ärztlicher und physiotherapeutischer Behandlung. Es handelte sich hier um ein… Weiterlesen »

Madeleine15
Gast
Madeleine15

Das ist interessant. Ich war in den 60er Jahren auf Borkum, in einem Heim, das ‘Friesen’ im Namen hatte. 1979 war ich mit einer Freundin nach unserem Abi in Urlaub auf Borkum, bei einer Privatvermieterfamilie in Kiebitzdelle-Ost. Ich habe, glaube ich, versucht , mich nach dem Verbleib des Kinderheims zu erkundigen. Soviel ich weiß, sagte man mir, dass es nicht mehr existieren würde. Darüber hinaus ist Borkum ja auch eine relativ große Insel, so dass weitere Nachforschungen nicht möglich waren.

Christine
Gast
Christine

Erst einmal ein frohes Neues Jahr.
Das Kinderheim hieß vermutlich Friesenhof, kann das sein? Der Betrieb wurde 1971 eingestellt. Ich schicke einen Link zur Archivseite. So wie ich es interpretiere hat es dort einen Todesfall gegeben. Die Akte befindet sich wohl noch im Archiv.
https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v604941
Viele Grüße

Gabriele Steinhardt
Gast
Gabriele Steinhardt

Das Thema macht mich betroffen; noch vor zwei Wochen hatte ich darüber fast einen Streit mit meiner (alten) Mutter, die mir immer noch nicht glaubt, wie die Zustände damals waren… Zu mir; nach dem Abitur 1971 habe ich vor Aufnahme meines Studiums (Pädagogik) erstmal arbeiten wollen und bin Anfang 1972 als “Erziehungshelferin” im Marienhof in Wyk auf Föhr eingestellt worden. Das Heim wurde vom Diakonischen Werk Schleswig-Holstein betrieben. An dieser Stelle möchte ich noch nicht ausführlich erzählen, bin aber offen dafür, evtl. an einer Studie teilzunehmen bzw. als “Zeitzeugin” zu berichten. Hier nur soviel: damals habe ich mir geschworen, sollte… Weiterlesen »

Karl-Heinz
Gast
Karl-Heinz

Mir (geb. 1960) ging es genauso als verschicktes Kind. Ich hatte meiner Mutter damals von den haarsträubenden Zuständen berichtet, die ich in Furtwangen 1969 und St. Blasien 1970 erleben mußte. Ihr Kommentar : “Ihr sollt da wohl ein Paar gewesen sein; kann ja gar nicht sein, das war doch von der Barmer Ersatzkasse….” Ich habe ihr das bis an ihr Lebensende nie verziehen. Schade, dass sie diese Aufarbeitung nicht mehr erlebt ! Ich habe in späteren Jahren das “Haus Westfalia” in St. Blasien aufgesucht. Es war schon kein Kinderheim mehr, aber der alte Nachbar hat mir meine Erlebnisse bestätigt. Es… Weiterlesen »

Gerald
Gast
Gerald

Moin Gabriele, Ich war im November/Dezember 1964 als 6-jähriger im Marienhof in Wyk auf Föhr. Ich kann mich nicht mehr an viele Details erinnern. Allerdings bin Ich ümir sehr sicher, dass ich dorthin wollte, weil mein Freund im Kindergarten dorthin musste. Also fuhren wir im Sammeltransport von Flensburg über Dagebüll nach Föhr. Ansonsten kann ich mich an keine Situation erinnern, an der mein Freund dabei war. Vielleicht wurden wir in unterschiedlichen Gruppen eingeteilt? Das Essen war fast immer ekelhaft. Alle Kinder mussten am Tisch sitzen bleiben und wurden gezwungen, aufzuessen. Meistens gab es Milchsuppen. Eine Situation sehe ich immer noch… Weiterlesen »

Dati
Gast
Dati

Danke Gabriele für deinen Mut!
Unabhängig von deinen persönlichen Erfahrungen, ist es wichtig auch die Berichte der Täter(innen) zu sammeln. Es wird Zeit, dass hier jede(r) an diesen Verbrechen Beteiligte(r) zumindest moralische Verantwortung für sein / ihr Handeln übernimmt. Darüber hinaus entlastet es emotional die Opfer.

Zu den Reaktionen nach meiner Heimkehr kann ich sagen, dass meine Eltern ja unmittelbar gesehen haben, wie extrem ich mich verändert hatte. Ich war ängstlich und völlig verstört. Bestimmte Situationen führten bei mir noch Jahre später zu Panikattacken und dem winselnden Flehen: “Nicht wieder in´s Heim! Bitte nicht wieder…….”