Kongress-Programm: Das Elend der Verschickungskinder v. 21.11.-24.11.19

Kongress-Programm

Das Elend der Verschickungskinder vom 21. –  24.11.19 / Westerland – Sylt

Öffentlicher Kongress zur Aufarbeitung des Elends der „Verschickungskinder“ in den 50/60/70/bis 80er Jahren auf den nordfriesischen Inseln und in ganz Deutschland. Teilnahme für Betroffene (und deren Angehörige) kostenfrei. Nichtbetroffene: Spende nach Selbsteinschätzung. (21. Anreise- , 24. Abreisetag)

Donnerstag (21.11.): In der Alten Post, Stefanstraße  6, 25980 Westerland/Sylt, 17 Uhr: Begrüßung, zwangloses Zusammensein, erstes Kennenlernen, mitgebrachte Fotos und Kopien von Dokumenten (nach Heimorten) austauschen, dann Pizzeria-Riva

Freitag (22.11.):  Saal der Kirchengemeinde Westerland, Kirchenweg 37, 25980 Westerland/Sylt

9 Uhr: Plakateröffnung mit Zeichnungen von Jari Banas zum Thema Verschickungen

10 Uhr:  Begrüßung (Röhl, Moderation) plus Grußadressen 

Prof. Dr. Christiane Dienel (Familien- und Sozialpolitik): Historische Einordnung des Phänomens der Kinder-Kur-Verschickungen in den 60/70er bis 90er Jahren 

Birgit Assel (Dipl.Sozialpädagogin/Traumatherapeutin) in Zusammenarbeit mit Prof.Dr. Franz Ruppert: Folgen von institutioneller Gewalt im Kindesalter

Brigitte Linke, Kinder- und Jugendlichentherapeutin, Deutscher Kinderschutzbund Schleswig-Holstein: Traumatisierung durch frühe Trennungserfahrungen und Verarbeitungsmöglichkeiten

Wahl der Gruppen

14 Uhr: Mittagspause schon in der gewählten Kleingruppe in umliegenden selbstgewählten Restaurants

14 Uhr: Parallel dazu: Pressegespräch, Zeit für Fotos

Ab 15 Uhr in die: 

Kleingruppenarbeit: in den Räumen der Kirchengemeinde, Kirchenweg 37, Westerland

  • (A) Austausch von Erinnerungen nach Heimorten mit Frank Hellmers (Sozialpädagoge) hier erfolgt vor Ort eine: AUFTEILUNG und Bildung von mehreren Untergruppen (nach Heimorten)
  • (B) Angeleitete Gruppe, Thema: Trauma-Biografie-Aufarbeitung mit Birgit Assel, Traumatherapeutin
  • (C) Erarbeitung und Diskussion von Forderungen an die Bundesregierung und die verantwortlichen Gesundheitsinstitutionen mit Angelika Oetken
  • (D) Wie war es in den Heimen, wenn man krank wurde? Erinnerungsgruppe für Verschickungskinder mit Krankenstationsaufenthalten in den Verschickungsheimen, mit Sylvia Wagner.

18.00 Uhr: Plenum mit Podium und erste Ergebnisse aus den Gruppen plus Diskussion, anschließend Entspannung und sich Kennenlernen.

20 Uhr: Für Interessierte: Biodanza. (Musik und Bewegung) mit Christiane zum gesellig-lebendigen Ausklang des Abends. Bitte Barfüße, Stoppersocken oder Yogasocken oder flache Tanzschuhe sowie ein kleines Handtuch mitbringen.

Samstag (23.11.) Saal der Kirchengemeinde, Kirchenweg 37

10 Uhr: Begrüßung zweiter Tag

Prof. Dr. Thomas Harmsen: Möglichkeiten und Erfordernisse der wissenschaftlichen Aufarbeitung

Siegrid Chamberlain: Kontinuität der NS-Erziehungsprinzipien bis 1989 plus Diskussion

Sylvia Wagner: Medikamente in Kindererholungsheimen? (Spritzen und Tee)

Mittagessen und Ruhephase, Spaziergänge in Kleingruppen, Austausch mit Betroffenen in Kleingruppen und Zeit zur freien Verfügung, mgl. öffentliche Aktion, Mittagessen individuell u.o. Kleingruppe.

15 Uhr: Lesung: Uhr Sabine Ludwig (Buchautorin) Lesung aus dem Kinderbuch: „Schwarze Häuser“ und Büchertisch des Buchhauses Voss plus Gespräch und viel Zeit, die Bücher anzuschauen

Verbleibender Nachmittag: Kleingruppen-Treffen plus Abend-Essen in wechselnden Kleingruppen 

20 Uhr: Plenum: Diskussion um Forderungen, danach Podium und Aktive zur Ausarbeitung einer Vorlage PE (Presseerklärung), Konstituierung wissenschaftlicher Beirat.

Sonntag (24.11.) Saal der Kirchengemeinde, Kirchenweg 37

11 Uhr: Abschluss und Forderungen verabschieden an die Verantwortlichen, Podium mit Wissenschaftlern, plus Pressekonferenz

ENDE gegen 14 Uhr

Für den Kongress bekommen wir keinerlei Zuschüsse und sind vollständig auf Spenden angewiesen! So nehmen wir gern hierüber Spenden entgegen: 

https://www.betterplace.me/projekt-verschickungskinder

DANKE !!!

Anmeldung hier:  info@verschickungsheime.de

 

Wir bedanken uns bei der Kirchengemeinde Westerland/Sylt, die kurzfristig einen größerem Raum möglich machten!

Wir bedanken uns bei der Gemeinde Westerland/Sylt. Das Bürgermeisteramt von Sylt möchte sich an der Aufarbeitung dieses Kapitel ihrer und unserer Geschichte aktiv beteiligen !