Recherche betreffend

Unsere offene Organisation:  „Initiative Verschickungskinder“ hat sich erst Mitte November aus einem Kommentier-Forum heraus gegründet. 

Alle Recherchen stecken noch in den Anfängen. Trotzdem haben wir schon:

1) Selbst bestimmte Forschung durch einen FRAGEBOGEN aufgenommen und einen Forschungsverein gegründet 

2) VERNETZUNG über einzelne Interessierte in Bundesländern und SELBSTHILFEGRUPPEN angeschoben

3) Erinnerungsaustausch und Recherche zu den einzelnen Heimorten und Heimen auch über einzelne, nur zu einem Heim interessierte Ansprechpartner, unter HEIMORTVERANTWORTLICHE begonnen.

4) Recherchen in Landesarchiven aufgenommen und einzelne Akten angeschaut (siehe Pressemitteilung vom 10.1.20) .

Achtung:

Wir als Initiativmitglieder übernehmen keine Recherche für andere, die Recherche kann nur von den Erinnerungen der Verschickungskinder und Betroffenen selbst ausgehen. Dafür müssen  die Landesarchive aufgesucht werden. In ihnen lagern alle Heimakten. Zu jedem Heim gibt es tatsächlich eine Heimakte. Diese liegt in dem Landesarchiv, das für den Heimort verwaltungsrechtlich zuständig ist.

Deshalb müssen wir uns eine Länder-Organisationsstruktur geben.  Wir versuchen langfristig an Forschungsgelder zu kommen, mit dezentrale Recherche und zentrale Forschung unterstützt und miteinander verzahnt werden können. 

Heimort-Recherchen: 

Eine Liste aller Kindererholungs- und Kinderkurheime ist gefunden. Die Heimliste ist in dem antiquarischen Buch: „Kinderheime und Kindererholungsstätten“ von Dr. Med. Sepp Folberth (1964, Pallas Verlag) zu finden.

Die Adressen werden über die Landeskoordinatoren bekannt gegeben. Es werden in Bälde alle der in den Berichten genannten Heime auf einer Karte gekennzeichnet. 

Recherche-Ergebnisse bitte dezentral, in den Ländern bei zb den Landeskoordinatoren und/oder den Heimortverantwortlichen sammeln. Gern in Absprache mit unserer Forschungsgruppe ( Kopien der Dokumente und Fotos an Prof. Thomas Harmsen schicken)

Es wird schon an einer Cloud für Fotos und Dokumente gearbeitet, in dem später jedes Verschickungskind suchen und recherchieren kann. Beteiligt euch, es kann nur so gut werden, wie wir es gemeinsam gestalten!

Zur Information:

Es gab 1963 nach dem „Bericht der Bundesregierung Deutschland“ vom 14.6.1965 Achthundertneununddreißig, 839 „Kinderkur- und Erholungsstätten“ mit zusammen 56608 Plätzen, die alle 6-8 Wochen wechselten und ganzjährig betrieben wurden. Viele wurden im Laufe der Zeit geschlossen. 

Heute gibt es nach erster oberflächlicher Recherche noch etwa 50 Kinderkurkliniken, in die Kleinkinder zum Glück nur noch in Begleitung ihrer Eltern aufgenommen werden.

In dieser Liste von heutigen Kinder-Rehabilitationssstätten können Betroffene nachschauen, ob vielleicht die eigenen Verschickungsheime heute noch als Kinderkurheime betrieben werden und sich an diese Heime mit dem Bedürfnis nach Mithilfe bei der Aufarbeitung und Öffnung der Archive wenden.

Viele Nachfolgeträger idealisieren die Vergangenheit, kein Wort über irgendwelche Probleme: link, zu Berchtesgaden und Bad Reichenhall von jetziger Träger-Institution.

Ein Link zu Heimen in Baden-Würtemberg: https://www.leo-bw.de/themen/objektkategorien/heimliste

Ein Link für mögliche Recherche in Bayern:
https://www.gda.bayern.de/findmitteldb/Kapitel/40314/

Ein Link für mögliche Recherche in St.Peter-Ording:  https://www.chronik-spo.de/ortsgeschichte/statistik-des-ortes/kinderheime/

Noch ein Link: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_heimliste/335/Kindererholungsheim+St+Antonius+Argenbühl

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Stranzky Uta
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Stranzky Uta

Ich war 1958 in St.Peter Ording 16-2o Wochen!Die Zeit war grauenvoll.Ich habe so viel Angst gehabt u.geschrien bis keine Luft mehr da war.Ich würde in ein Zimmer gebracht….mehr weiss ich nicht mehr. Wer den Telller nicht leer gegessen hatte würde am Stuhl festgebunden. Wer sich in den Teller erbrach musste das aufessen u.v.m. 6Wochen war ich in Heide im Krankenhaus -Scharlach- So viel Angst – alleine-kein Besuch-auch nicht von der Heimleitung . Wieder im Heim alle dürften wieder nach Hause.Ich nicht. Würde über Nacht ins Bad gesperrt.Bin nie wieder alleine weg gefahren aus Angst. NIE WIEDER St Peter ! Vor… Weiterlesen »

Dagmar
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Dagmar

Hallo, ich war im Sommer 1978 in dem Heim in Wyk auf Föhr und bin interessiert an Austausch mit anderen, die auch dort waren. Ich war acht Jahre alt und zum Glück ‘nu’r 3 Wochen dort. . Meine schlimmsten Erinnerungen sind das abendliche “Nachessen” für zu dünne Kinder, bei dem ich den Apfel im Schlafrock, mit dem ich schließlich gefüttert wiude, am Ende auf den Teller gek…. habe. Und die Kontrolle meiner Post nach Hause, die ich neu schreiben musste, damit meine Eltern nicht “traurig” würden. Ich bin unglaublich dankbar für diese Initiative hier, weil es endlich einen Ort gibt,… Weiterlesen »

Sabina
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Sabina

Hallo Zusammen, Ich war im Jahre 1972 in Scheidegg im Allgäu auf sogenannter Erholung. Ich habe keinerlei Erinnerung mehr an das Heimgebäude von außen. Da ein Junge geflohen ist und wir uns gewundert haben wie er das geschafft hat, glaube ich, dass das Gebäude außerhalb einer Ortschaft gelegen war. Ich meine auch, dass es nicht groß war, die Räume, die Flure und das Treppenhaus erinnerten eher an ein größeres Wohnhaus, oder an eine Frühstückspension. Es war kein Bauernhof, es gab keine Tiere. Es war alles relativ eng, der Essens- und Aufenthaltsraum war in zwei Teile eingeteilt und hat nach meinem… Weiterlesen »

Bruno Toussaint
Gast
Bruno Toussaint

In dem offiziellen Verzeichnis für Kinderheime in Baden Würtemberg fehlen wohl einige Heime. Hier zwei davon: Ich selbst war, so weit ich mich erinnern kann, um das Jahr 1957 mit mehr als drei Jahren im keinen Ort Saig bei Lenzkirch im Kinderheim. Nach Recherchen im Internet wurde es von einer “Frau Schwoerer” betrieben, die übrigens während des zweiten Weltkrieges einer jüdischen Ärztin Schutz gewährte. Dieses kleine Heim für ca. 40 Kinder wurde tatsächlich wohl gegen die Norm betrieben, da es mit hohem Personalschlüssel betrieben wurde und die Kinder sehr umsorgt waren, auch keinerlei Zwang ausgeübt wurde. Ich kann mich auch… Weiterlesen »

Petra
Gast
Petra

Ich wurde damals in Kassel am Bahnhof abgegeben. Eine fremde Frau nahm damals mehrere Mädchen in Empfang. Im Zug, wir durften nicht raus schauen, wir weinten,bekamen etwas bitteres zu trinken…von da an weiß ich nur Bruchstücke… erinnere mich an einen Schlafsaal unter dem Dach, jeden abend mussten wir anstehen und bekamen das bittere Getränk, weinen wurde bestraft, unerlaubt aus dem Bett zur Toilette gehen wurde bestraft…z.B. nackt ausziehen, barfuß, im dunklen kalten Flur zwischen 2 Metallschränken stundenlang stehen mit dem Kopf zur Wand. Wir wurden Sonntags zur Kirche abgeholt, waren danach oft im Wald zum Spielen. Im Garten gab es… Weiterlesen »

Ernst-Ulrich Müller
Gast
Ernst-Ulrich Müller

ich war 1957 oder 1958 in einem kinderheim auf Norderney. den namen habe ich vergessen.
es waren schreckliche 6 wochen und ein furchtbarer ort. kennt jemand den namen des heimes auf Norderney? oder gab es da mehrere?

sven
Gast
sven

ich war im kinderkurheim mövennest auf langeoog von der awo.das war 1979
dieses heim mit seinen aufseherinnen wird mir immer als schrecklicher, unmenschlicher
ort in erinnerung bleiben…

Barbara L. Hoffmann
Gast
Barbara L. Hoffmann

Hallo, ich war leider mehrfach zur Verschickung, Borkum, Bad Sachsa und Boffzen. Alle drei mit schrecklichen Erinnerungen verbunden. Habe bisher keines dieses Heime hier gefunden…

charlotte eschen
Gast
charlotte eschen

War jemand im Salzhemmendorfer Kinderheim „Unsere Sommerfrische“. Ich würde gern die Erfahrungen mit meinen vergleichen.

Doris Beffert
Gast
Doris Beffert

Hallo, kann mir jemand Informationen geben über das BRK Kurheim in Muggendorf/Wiesenttal in der Fränkischen Schweiz ? Ganz besonders interessiert mich die Zeit von Februar bis März 1974.
Vielen Dank, Doris

Frank
Gast
Frank

Hallo Doris, ich war dort Sommer 1972.

Martina
Gast
Martina

Hallo!
War jemand vielleicht im Sommer 1984 im Kinderkurheim Wyk/Föhr, Sandwall78?

Britta Hay
Gast
Britta Hay

Hallo ! Ja ich war im Sommer 1984 auch dort, weiss den Namen des Heimes aber nicht mehr . Hast Du.dort auch komische Sachen erlebt ? Bin sehr gespannt ! L.G. Britta

Britti
Gast
Britti

Hallo ! Ja ich war im Sommer 1984 auch dort, weiss den Namen des Heimes aber nicht mehr.

Andrea Waterstrat
Gast
Andrea Waterstrat

Hallo, ich war 1972 in einem Post Heim im Schwarzwald- es wurde kurz nach meiner Heimkehr wegen der üblen Verhältnisse dort geschlossen. Da ich erst 5 Jahre alt war konnte ich erst nach der Heimkehr berichten, was uns dort passiert ist. Meine Eltern erzählten mir damals, dass sich viele Eltern beschwert hätten und es daraufhin zur Schließung kam. Es ist sehr seltsam heute darüber zu lesen… gut, dass diese Büchse mal geöffnet wird! Danke dafür,
Andrea

charlotte eschen
Gast
charlotte eschen

Ja, ich finde auch, die Aufarbeitung ist überfällig. Lange dachte ich, es läge alles nur an mir. Vielen Dank <3

Karin Gehrke
Gast
Karin

Liebe Andrea, ich bin auf der Suche nach “meinem” sehr kleinen Heim im Schwarzwald (in meiner Zeit max. ca. 30 Kinder die betreut wurden). Auch ich war 1972 in Kur. Kur wahrscheinlich vom 01.05.-12.06.1972. Auch ich war gerade erst 5 Jahre alt geworden. Bahnhof, an dem die Koffer wieder nach Hause verschickt wurden, war Feldberg-Bärental am 12.06.1972 (Beleg habe ich noch). Mein Heim wurde aufgrund der Missstände ebenfalls geschlossen und ich war eins der letzten Kinder, die die Kur noch abgeschlossen hatte. Das Personal wurde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ausgetauscht und danach kamen keine neuen Kinder mehr nach und das Heim… Weiterlesen »

Karin Gehrke
Gast
Karin

Irgendwie ist meine Antwort von eben nicht mehr zu sehen, daher versuche ich es erneut. Falls sie nun doppelt hier stehen sollte, seht es mir bitte nach…… Liebe Andrea, ich bin immer noch auf der Suche nach meinem Heim, als ich auf deine Nachricht gestoßen bin. Auch ich war damals 5 Jahre alt, Aufenthalt ca. 01.05.1972 bis ca. 12.06.1972 (an diesem Tag wurden meine Koffer wieder nach Hause gesandt). Ich war in einem kleinen Heim (zu meiner Zeit ca. 30 Kinder) im Schwarzwald in der Region Feldberg. Der Bahnhof, an dem die Koffer aufgegeben wurden, um sie wieder nach Hause… Weiterlesen »

Eva Ludwig
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Eva Ludwig

Ich war 1968 im Christian Stock Kindersanatorium in Hofgeismar in Nordhessen

Ederi
Gast
Ederi

Gibt es auch eine Liste der Kurheime für Rheinlandpfalz ?
Ich war in einem Posterholungsheim in Manderscheid, Eifel 1966.
Ederi

Petra
Gast
Petra

Ich war 1969 oder 1970 irgendwo in der Eifel, hast du ein Foto von dem Kurheim? Ich suche schon lange, ich habe nur eine Postkarte mit den Kurheim und Stempel, Bitburg an der Südeifel

Ederi
Gast
Ederi

Nein, ein Foto habe ich nicht, bin noch auf der Suche, hatte damals eine Ansichtskarte an Eltern und Verwandte geschickt. Es war definitiv in Manderscheid.
Falls ich etwasfinde, melde ichmich wieder.

Stefan Stoll
Gast
Stefan Stoll

Ich war im Ostseeheim Stein.Ein Erzieher stellte mich angezogen unter die kalte Dusche ,er war der Meinung ich hätte mich nicht gewaschen.

Katja Tempel
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Katja Tempel

In der Liste über St. Peter Ording (bzw. der Chronik) fehlt das Kinderkurheim Kiek Över (gibt es noch auf alten Postkarten). Es wäre spannend herauszufinden, warum Kiek Över in der Chronik nicht aufgeführt wird. Ich war dort auf jeden Fall.

Ellen Hibbeler-Weiss
Gast
Ellen Hibbeler-Weiss

Guten Abend, Frau Tempel, wie ich lese, waren auch Sie als Kind in St. Peter Ording zur “Kur”. Ich wurde 1969 oder 1970 für 6 Wochen als 5 oder 6 – jährige – auf ärztlichen Rat – dorthin verschickt, kann mich aber beim besten Willen nicht an den Namen der Einrichtung erinnern. Allerdings gab es dort auch einen jungen, männlichen Betreuer, den Sie vielleicht auch im “Kiek Över” wahrgenommen haben, wodurch ich endlich wüsste, in welcher Einrichtung ich tatsächlich untergebracht war. LG Ellen Hibbeler-Weiss

Katharina Bruhn
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Katharina Bruhn

In der Liste habe ich auch nicht das Heim “Blinkfüer” gefunden, in dem ich damals 1969 den ganzen Sommer untergebracht war. Heute ist das Strohdachhaus saniert und beherbergt sehr teure Eigentumswohnungen! Das Heim galt offiziell als Erholungsheim, war äußerlich wunderschön und tatsächlich eine Hölle am Strand! Die Erzieherinnen waren junge Mädchen aus Süddeutschland ( ich meine mich an hessische und bayrische Akzente zu erinnern), die weit weg von ihrem Zuhause, genauso abhängig waren, wie wir Kinder. Sie haben tgl. geweint und gestritten und mussten sich doch fügen und die ihnen anvertrauten Kinder quälen. Die Heimleiterin hatte eine Adoptivtochter, ich glaube… Weiterlesen »