Rundbrief v. 18.10.19

Liebe Verschickungskinder

Vielen Dank für die viele Post, die Ihr mir schickt! Danke! Danke! 

Bitte seid nicht böse, wenn ich euch nicht antworte, wenn Ihr unter ZEUGNIS ABLEGEN eure Geschichten erzählt. Das ist nicht Unhöflichkeit, sondern ich möchte, dass unsere Geschichten dort unsere Situation belegen, beweisen, und anschaulich machen. Meine Antworten würden den Lesefluss des nächsten Besuchers der Seite stören. Ich antworte Euch persönlich nur hier, mit den RUNDBRIEFEN, bitte verzeiht mir das, aber mein Postfach schickt an 700 Leute keine Sammelmails mehr. (Newsletter in Vorbereitung) 

Ich möchte, dass sich Außenstehende ein realistisches Bild über das Phänomen VERSCHICKUNG machen können, dies geschieht anhand all eurer traurigen Erlebnisberichte, die wie ich finde, eine ungeheure Aussagekraft haben und sehr überzeugend sind. 

Ich verstehe aber auch, dass Ihr das starke Bedürfnis habt, miteinander zu kommunizieren. Aber ich bitte euch:

Bitte nehmt echten Kontakt über die Seiten SELBSTHILFE und HEIMORT-VERNETZUNG miteinander auf. Dort gibt es auch eine Kommentarfunktion. Bildet Heimort-Vernetzungs-verantwortliche um so mit anderen einen echten Kontakt aufzunehmen, und führt eure Recherchen zusammen. 

Wenn Ihr auf der Seite „ZEUGNIS ABLEGEN“ längere Unterhaltungen beginnt, dann ist die große Gefahr, dass die Seite als Berichte-Sammlung zerfasert. Das ist schade. Denn die Außenstehenden sollen unsere Geschichten durchgehend lesen können.

Unsere Geschichten-Sammlung ist unsere einzige Belegsammlung, damit man uns glaubt.  

Sie kann nur so gut sein, wie wir sie als solche erhalten. Ich werde nach einer Weile Nachfragen und Kurzantworten in Absprache mit den Beteiligten streichen, bitte versteht das! Das dient nur dem besseren Lesefluss. Verschiebt also eure Nachfragen und Antworten auf die Kommentarseiten von SELBSTHILFE und HEIMNORT-VERNETZUNG. Das stärkt unsere Selbsthilfe! DANKE!

Fragebogen

Über die Erlebnisschilderungen hinaus möchte ich schon jetzt eine selbstbestimmte Forschung anstoßen. Dafür habe ich einen FRAGEBOGEN entworfen. Der ist noch nicht optimal gestaltet, der genügt aber inhaltlich den wissenschaftlichen Anforderungen. Den könnt Ihr euch ausdrucken, ausfüllen, unterschreiben und (bitte postalisch) an mich schicken. (Adresse ist dort genannt) Später wird der Fragebogen in die Datenbank eingearbeitet. Eine Datenbank wird momentan erarbeitet. 

ZUM KONGRESS:

Das Programm steht jetzt soweit fest, vielleicht können die Angemeldeten schon jetzt festlegen, in welchen Gruppen sie an den Nachmittagen teilnehmen werden, damit wir einen kleinen Überblick bekommen, das wäre nett. Gruppen-Interessen an: info@verschickungsheime.de

Für den Kongress und die Webseite suchen wir noch ehrenamtliche HELFERINNEN und HELFER, zB. die Folgenden:

Aufräum- und Küchenhelfer (Kongress)

Technikspezialisten (Kongress), am besten mit Ausrüstung: PC, Mikrophonanlage, Drucker, Papier (Beamer vorhanden)

Sani-Leute (Kongress), die sich bereithalten für Menschen, denen es plötzlich gesundheitlich schlecht geht,

Gesprächshelfer*innen (Kongress), die therapeutische Erfahrungen haben und für kurze Krisengespräche mit Menschen zur Verfügung stehen, die auf dem Kongress in Krisen geraten.

Weiterhin: 

Rechtsanwälte, Juristen, Ärzte, Therapeuten, Professor*innen (wissenschaftlicher Beirat)

Enkel fragen:

– IT-Spezialisten (Webseite)

Werbefachleute (Webseite, Flyergestaltung)

Studenten, Buftis, Praktikanten (zur Datenbankbefüllung)

Liebe Grüße, Anja

 

 

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Christiane H.

Ich war mit meiner Schwester 5J, ich 8Jahre im “Schloss Schieder” /Schwalenberg bei Detmold im Kinderheim über die “Deutsche Bundesbahn”, und kann vieles mit anderen teilen, was dort – 1953 – veranstaltet wurde.. Als Geschwister wurden wir getrennt und konnten auch nicht miteinander reden. Kontakt mit unseren Eltern gab es nicht. Auch nicht, als sie uns mal besucht haben,(wie wir später erfuhren).. Essen war auch eine Katastrophe – Erbrochenes musste solange wieder aufgegessen werden, bis der Teller leer war. selbst wenn die anderen Kinder schon wieder draußen waren aus dem Speisesaal. Unsere großen Schlafsäle lagen dicht beieinander, hinüber durften wir… Weiterlesen »