Runder Tisch Bawü

Erster Runder Tisch mit den Trägerinstitutionen ehemaliger Verschickungsheime und heutiger Rehakinderkliniken

In Stuttgart hat, nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein die Politik reagiert und einen RUNDEN TISCH initiiert. Interesse an einer Aufarbeitung der Zustände in den Kindererholungsheimen, -heil- und -kurstätten der 50-90er Jahre Wurde bekundet. Wir waren mit mehreren Betroffenen eingeladen und konnten die Situation beschreiben und die bisher zusammengetragenen Informationen vortragen. Den Betroffenen wurde Unterstützung versprochen. Zusammen wollen drei Bundesländer das Thema in die nächste Bundesländerkonferenz einbringen. Denn alle Bundesländer sind betroffen. Aus allen Bundesländern kamen die Kinder und in allen Bundesländern gab es Verschickungsheime. Die Kinder sind kreuz und quer durch die Republik verschickt worden, ans Meer, in die Mittel- und Hochgebirge, in jedes Bundesland.

Die Initiative braucht ein BundesBüro zur Koordinierung der zahllosen Anfragen, und in jedem Bundesland Landes-AnlaufstelleN für die jeden Tag anwachsende Menge von Verschickungskindern, die sich mit ihren traumatischen Erinnerungen an uns wenden.

Bisher machen wir alles ehrenamtlich. Die von uns mit einem wissenschaftlichen Kongress, mit einer wissenschaftlichen Erhebung und einem wissenschaftlichen Forschungsantrag begonnene Aufarbeitung per Unterstützung von Bürgerforschung und Selbsthilfe (Citizens scienes) hat man gewürdigt, muss über eine Unterstützung in Form einer Kofinazierung noch beraten.

Das Sozialministerium Stuttgart hat uns versprochen, nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein, das Thema auf jeden Fall in die nächste Bundesministerkonferenz einzubringen, somit können bundesweite Lösungen angedacht werden. Die Erinnerungen der vielen Menschen wollen gesammelt werden, sie brauchen Möglichkeiten des Austauschs, der gemeinsamen Recherche, des Zusammenkommens. Deshalb ist eine Unterstützung in Form einer Recherche-Unterstützung und als “Hilfe zur Selbsthilfe” nötig.

Bitte sprecht auch in anderen Bundesländern eure Sozialminister und örtlichen Politiker an, bittet sie darum, die Initiative von Niedersachsen, Baden-Würtemberg und Schleswig-Holstein zu unterstützen, alle Bundesländer sind betroffen!