Wissenschaft und Verein

Es gibt bisher ca. 3000 Verschickungskinder, die ihren Erlebnisbericht in einem Kindererholungsheim oder einer Kinderheilstätte auf dieser Seite öffentlich gemacht oder einen Fragebogen ausgefüllt haben. Es gibt aber 8-12 Millionen Kinder, die allein in Westdeutschland, in der Zeit von Ende der 50er bis Ende der 70er Jahre „verschickt“ wurden. Wir wissen das aus Quellen damaliger Fachliteratur, von Zahlen der Bundesbahn und Bundesregierung. Verlässliche Quellen. Dieses Thema ist sozialwissenschaftlich bisher noch kaum beachtet worden. Es gibt bisher keinerlei Forschung darüber.

Die „Initiative Verschickungskinder“ sorgt für Aufklärung und Öffentlichkeit, betreibt die Webseite und unterstützt die Vernetzung und Gründung von Regionalgruppen. Sie entscheidet aufgrund von Leitlinien und Erklärungen, die auf dem Jahrestreffen (Kongress 19 und 20) diskutiert und verabschiedet werden.

Zur Projektaquise und um eine selbstbestimmte Bürger-Forschung mit eigenen Wissenschaftlern anzuregen, haben wir den kleinen Verein: „Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickung – AEKV“ gegründet. Initiativmitglieder und Wissenschaftler arbeiten hier eng zusammen.

Für die Aufarbeitung der Hintergründe suchen wir:

  1. Interessierte Hobbyforscher aus unseren Reihen, die gern zu ihren Heimen recherchieren
  2. Interessierte Historiker, die uns ehrenamtlich unterstützen möchten
  3. Hochschulabsolventen, die zum Thema “Verschickung” promovieren wollen!
  4. Es gibt Stoff für viele! Unsere Professoren (EXPERTENKONSORTIUM) und viele, die jetzt schon recherchieren, unterstützen euch! Melden: info@verschickungsheime.de

Was bisher gelaufen ist:

1. Punkt: Öffentliche Belegsammlung unter ZEUGNIS ABLEGEN (1900 Berichte)

2. Punkt: Anlegen eines anonymisierten, international vergleichbaren FRAGEBOGENS (1168 (am 23.4.20) ausgefüllte Bögen)

3. Punkt: Wie in der ersten, auf dem Kongress der Verschickungskinder auf Sylt im November 2019 beschlossenen Erklärung, haben wir ein Bürgerforschungsprojekt vor: Aufarbeitung und Recherche, Ausstellungen vor Ort in aktiven Heimortgruppen, Landes- und/oder Ortsgruppen. Dieses ist als Citizens Sience-Forschungsprojekt im Bildungsministerium für Bildung und Forschung / BMBF eingereicht. Dazu haben wir eine Forschungsgruppe von Verschickungskindern mit Doppelexpertise, und ein größeres beratendes Expertenkonsortium zusammengestellt.

Die alarmierenden Ergebnisse der Überblicks-Untersuchung von REPORT Mainz vom 3.12.19, wo heraus kam, dass von ca. 1000 Menschen, die öffentliche Berichte zu ihren Verschickungserlebnissen eingestellt haben, weit über 90% ihre Erinnerungen negativ erinnern und daraus eine Mehrheit Folgeschäden bis heute erleben, müssen weiter vertieft werden. Erst dann kann das Ausmaß der Institutionellen Gewalt in Verschickungsheimen wirklich erfasst werden.

Die Mitglieder des Vereins: „Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickung“ AEKV e.V. haben, neben ihren Fachkompetenzen, selbst das „Elend der Kinderverschickung“ erlebt, sie treibt eine starke Motivation, die Hintergründe von Kinder-Kur-Verschickung aufzuklären. Dazu besitzen sie Erfahrung in Projektaquise. Es sind die Folgenden: 

Anja Röhl

Sonderpädagogin, Schwerpunkt VT, Germanistin, Künstlerin, Buchautorin: (Initiatorin und Vorsitzende): anjairinaroehl@gmail.com

Prof. Dr. Christiane Dienel

Sozialwissenschaftlerin, Historikerin und Familienpolitikexpertin, Staatssekretärin a.D., wissenschaftliche Leitung nexus Institut, (Stellvertretung): christiane.dienel@nexusinstitut.de

Valerie Lenck

Sozialwissenschaftlerin, Kassenwärtin, (Stellvertretung)

Sabine Ludwig

Germanistin, Buchautorin, hat zu Kinderverschickungen das Kinder-Buch „ Schwarze Häuser“ geschrieben, das erste Buch zu unserem Thema, Beratung zum Thema Öffentlichkeit, https://www.sabine-ludwig-berlin.de/

Frank Hellmers

Sozialpädagoge, Sozialwissenschaftler, frank.hellmers@lkleer.de
Landkreis Leer – Stabsstelle Gleichstellung, Allgemeine sozialpädagogische Beratungsstelle  – Treffpunkt Anleger, Südwieke 6, 26817 Rhauderfehn,  Telefon: 04952/899420, Gründer der ersten Selbsthilfegruppe Nord- West, sammelt Verschickungskinder der ostfriesischen Inseln.

Prof. Dr. Behrensen

Prof. Dr. Birgit Behrensen, Cottbus, Soziologin und Erziehungswissenschaftlerin, weitere Informationen unter: https://www.b-tu.de/fg-soziologie/ Kontakt: birgit.behrensen@b-tu.de

Prof. Dr. Anke Spies

Prof. Dr. Anke Spies, Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt
Pädagogik und Didaktik der Elementar- und Primarbildung
Institut für Pädagogik, Carl von Ossietzky Universität, Uhlhornsweg
26111 Oldenburg, Tel. 0441-798 2283, Fax: 0441-798 2325
www.staff.uni-oldenburg.de/anke.spies/

Sven Leistikow

(RA) Rechtswissenschaftler, Rechtsanwalt, berät in Rechtsangelegenheiten. Wohnhaft in Berlin (Infos folgen)

Jede Heimort- , Regional-, oder Ländergruppe kann eine unabhängige Ortsgruppe gründen und sich uns anschließen. Beratung darüber: info@verschickungsheime.de 

Bitte unterstützt uns durch eure Spende!

Spenden für den nächsten Kongress und die Initiative hier: https://www.betterplace.me/projekt-verschickungskinder

Die Selbsthilfe- und Heimortgruppen und auf interaktiven Karten unter VERNETZUNG kontaktierbar. Weitere Wissenschaftler können sich uns als Berater anschließen. Siehe auch:  EXPERTENKONSORTIUM.