Wissenschaft und Verein

Wir sind schon eine Gruppe von bisher ca. 3000 Verschickungskindern, die ihren Erlebnisbericht in einem Kindererholungsheim oder einer Kinderheilstätte auf dieser Seite öffentlich gemacht oder einen Fragebogen ausgefüllt haben. Es gibt aber 8-12 Millionen Kinder, die allein in Westdeutschland, in der Zeit von Ende der 50er bis Ende der 70er Jahre „verschickt“ wurden. Wir wissen das aus Zahlen der Bundesbahn und der Bundesregierung. Verlässliche Quellen. Dieses Thema ist bisher noch kaum beachtet worden. Es gibt bisher keinerlei Forschung darüber.

Um mehr zu erfahren, um unseren Erlebnissen öffentliches Gehör zu verschaffen, um eine Forschung mit eigenen Wissenschaftlern anzuregen, haben wir mit Wissenschaftlern unserer Wahl einen ersten Verein: „Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickung – AEKV“ gegründet und eine selbstbestimmte Forschung begonnen. Was bisher gelaufen ist:

1. Punkt: Öffentliche Belegsammlung unter ZEUGNIS ABLEGEN (1900 Berichte)

2. Punkt: Anlegen eines anonymisierten, international vergleichbaren FRAGEBOGENS (1168 (am 23.4.20) ausgefüllte Bögen)

3. Punkt: Bürgerforschungsprojekt: Ausstellung und Recherche vor Ort in aktiven Heimortgruppen, Landes- und/oder Ortsgruppen (eingereicht im Bildungsministerium für Bildung und Forschung/BMBF) Im Januar 2020 haben wir dafür einen Antrag auf Unterstützung von Bürgerforschung geschrieben (mind. ein Jahr Antragszeit), damit die betroffenen Menschen, die sich jetzt aufmachen, ihren Erinnerungen nachzuforschen und nach Heimakten zu fahnden, bald adäquate Unterstützung bekommen.

Die alarmierenden Ergebnisse der Überblicks-Untersuchung von REPORT Mainz vom 3.12.19, wo heraus kam, dass von ca. 1000 Menschen, die öffentliche Berichte zu ihren Verschickungserlebnissen eingestellt haben, weit über 90% ihre Erinnerungen negativ erinnern und daraus eine Mehrheit Folgeschäden bis heute erleben, müssen dringend weiter vertieft werden.

Der Verein Zur Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickung ist seit September 2019 bundesweit tätig, kümmert sich um Projektaquise, unterstützt die Webseite: www.verschickungsheime.de und treibt bürgernahe Forschung zu diesem Thema voran. Die Vereinsmitglieder kümmern sich um Unterstützung für Selbsthilfe- und Ortsgruppenvernetzung, um Aufarbeitungs- und Forschungsvorhaben. (Satzung folgt)

Die Mitglieder des Vereins: „Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickung“ haben, neben ihren Fachkompetenzen, selbst das „Elend der Kinderverschickung“ erlebt, sie treibt eine starke Motivation, die Hintergründe von Kinder-Kur-Verschickung aufzuklären. Es sind die Folgenden: 

Anja Röhl

Sonderpädagogin, Schwerpunkt VT, Germanistin, Künstlerin, Buchautorin: (Initiatorin und Vorsitzende): anjairinaroehl@gmail.com

Prof. Dr. Christiane Dienel

Sozialwissenschaftlerin, Historikerin und Familienpolitikexpertin, Staatssekretärin a.D., wissenschaftliche Leitung nexus Institut, (Stellvertretung): christiane.dienel@nexusinstitut.de

Valerie Lenck

Sozialwissenschaftlerin, Kassenwärtin, (Stellvertretung)

Prof. Dr. Thomas Harmsen

Professsor für Sozialarbeitswissenschaft, Sozialwissenschaftler, Diplom-Sozialarbeiter, Supervisor, Familenberater, Qualitätsentwickler. Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel, sammelt Dokumente zur Kinderverschickung, forscht qualitativ zum Thema, wissenschaftlicher Berater: th.harmsen@ostfalia.de

Sabine Ludwig

Germanistin, Buchautorin, hat zu Kinderverschickungen das Kinder-Buch „ Schwarze Häuser“ geschrieben, das erste Buch zu unserem Thema, Beratung zum Thema Öffentlichkeit, https://www.sabine-ludwig-berlin.de/

Sven Leistikow

(RA) Rechtswissenschaftler, Rechtsanwalt, berät in Rechtsangelegenheiten. Wohnhaft in Berlin (Infos folgen)

Frank Hellmers

Sozialpädagoge, Sozialwissenschaftler, frank.hellmers@lkleer.de
Landkreis Leer – Stabsstelle Gleichstellung, Allgemeine sozialpädagogische Beratungsstelle  – Treffpunkt Anleger, Südwieke 6, 26817 Rhauderfehn,  Telefon: 04952/899420, Gründer der ersten Selbsthilfegruppe Nord- West, sammelt Verschickungskinder der ostfriesischen Inseln.

Jede Heimort- , Regional-, oder Ländergruppe kann eine unabhängige Ortsgruppe gründen und sich uns anschließen.  Beratung darüber: info@verschickungsheime.de 

Das Spendenkonto des Vereins: Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickung: 

IBAN: DE70 4306 0967 1042049800 

Die Selbsthilfe- und Heimortgruppen und auf interaktiven Karten unter VERNETZUNG kontaktierbar. Weitere Wissenschaftler können sich uns als Berater anschließen. Siehe auch:  EXPERTENKONSORTIUM.