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NRW: Ein Tee mit Thomas Zipp und seiner Elefanten-Safari im Bayerischen Wald
23. März – 14:00 – 16:00
Präsentiert von Aufarbeitung Kinderverschickungen NRW e.V.:
Bei unserem neuen Format „Ein Tee mit …“ möchte Euch der Landschaftsökologe und ehemaliges Verschickungskind Thomas Zipp von seiner „Elefanten-Safari im Bayerischen Wald“ berichten.
Zusammen mit seinem Kollegen, dem Diplom-Biologen Otto Lendner, wollte er mit diesem ungewöhnlichen Projekt demonstrieren, wie sich die unvergleichlich reichhaltigere Tierwelt zur Zeit unserer Vorfahren (bei gleichem Klima und gleicher Vegetation wie heute!) auf unsere Landschaft und die damalige Pflanzenwelt ausgewirkt hat – und welche Folgerungen aus diesen Erkenntnissen z. B. für unsere heutigen Nationalparks zu ziehen sind.
Thomas führt seit Jahren Exkursionen zu diesem Thema mit dem Titel „Tierwelt und Landschaft in der Vorzeit Mitteleuropas“ durch und wird Euch erklären, welche Rolle seine Verschickungserfahrungen dabei gespielt haben.
Thomas war als Kind insgesamt viermal verschickt: 1959 auf Amrum ins DRK-Kindererholungsheim Wittdün, 1962 auf Borkum ins Kinderheim Strandnelke, 1964 nach Berchtesgaden ins Kinderkurheim Carola und 1966 nach Buhlbronn ins Kinderheim Weigold. Der 72-Jährige kann sich bis heute an viele Details aller vier Aufenthalte erinnern und ist daher auch für andere Verschickungskinder ein wertvoller Zeitzeuge. Seine Erlebnisse reichen von sehr schlimmen Erfahrungen auf Amrum über sexuelle Übergriffsversuche in Buhlbronn bis hin zu traumhaft schönen sechs Wochen im Kinderheim Strandnelke auf Borkum.
Datum: 23.03.2025 (Sonntag)
Uhrzeit: 14 – 16 Uhr (per Zoom)
Bitte anmelden bei: Projekt@akv-nrw.de
Stichwort: Ein Tee mit Thomas
Dieses Angebot wird vom CSP-KV-NRW (Citizen Science Projekt-Kinderverschickungen-NRW) finanziert. Ein Projekt des AKV-NRW e.V., gefördert vom MAGS (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales), NRW. Es ist für Verschickungskinder mit NRW-Bezug kostenfrei. Das CSP-KV-NRW hat sich zum Ziel gesetzt, die unheilvolle Geschichte der Kinderverschickungen aus NRW-Perspektive aufzuarbeiten und Betroffene zu unterstützen.