Fragebogen für Verschickungskinder

Seit 2019 engagieren wir uns ehrenamtlich für die Aufarbeitung eines lange verdrängten Kapitels der deutschen Nachkriegsgeschichte: der Kinderverschickung.
Über 15.000 Fragebögen von Betroffenen haben wir bislang gesammelt – sie bilden den bislang umfassendsten Datenschatz zu diesem vergessenen Kapitel systematischer Kindesmisshandlungen.
In vielen der Berichte treten Erziehungsmuster und Strukturen zutage, die tief in die autoritären Traditionen der Vorkriegs- und NS-Zeit zurückreichen.
Unser Ziel ist die lückenlose Aufklärung und die gesellschaftliche Anerkennung des Leids, das Millionen Kinder in den sogenannten Verschickungsheimen erfahren haben.

Unterstützt die Petition der Verschickungskinder, danke!

Es wurden über 10 Millionen Kinder verschickt. Zehntausende von ihnen haben Misshandlungen erlitten, wurden Opfer von Arzneimittelversuchen und einige Kinder fanden sogar den Tod. Seit 2019 organisieren wir uns als Verschickungskinder. Wir fordern die Anerkennung unseres Leids und umfangreiche Unterstützung unserer Aufarbeitungsbemühungen

Termine

Verschickungskinder erinnern sich

ZEUGNIS ABLEGEN: Die Erinnerungen der Verschickungskinder sind wertvolle Zeugnisse einer lange verdrängten Zeit. Lass nicht zu, dass deine Erfahrungen verloren gehen. Gemeinsam sind unsere Erinnerungen mehr als die Summe ihrer Teile: Sie werden zum Herzstück eines Erinnerungsarchivs, das uns allen hilft, Vergangenheit und Zukunft besser zu verstehen. Denn nur wenn wir Erwachsenen uns heute erinnern, können wir verhindern, dass die Kinder von morgen die Fehler von gestern erneut durchleben müssen.
  • Gabi Neumann

    Kleiner Nachtrag: Habe herausgefunden daß ich direkt nach meiner Geburt auch 4 Wochen im Kinderkrankenhaus Bad Wiessee verbracht habe. Laut Fotoalbum war ich 1974 auch nochmal wegen Pseudokrupp, ich sehe auf den paar Fot…

  • Gabi

    Hallo, ich war laut Fotoalbum als 1,5 Jährige im Sommer '74 wegen Pseudokrupp längere Zeit im Kinderkrankenhaus Wiessee, habe erst vor 4 Tagen begonnen zu recherchieren und bin zu 100% sicher die Wurzel meiner Probl…

  • Birgit G

    Ich wurde 1976 als Vierjährige in das Kindersanatorium Santa Maria in Oberjoch im Allgäu geschickt. Vorher war ich schon 3 Wochen wegen meines Asthmas im Krankenhaus und durfte dazwischen nicht heim. Insgesamt war ich 12…

  • Regina Schmidt

    Das war dort meine erste Verschickung. Ich war 3 1/2 Jahre alt. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich einsam in einem großen Raum saß und eine Wand Zeichnungen hatte, nicht bunt. An der Frontseite hing eine, für mi…

  • Roland Häring

    [b]Ich und „mein“ Bad Dürrheim.[/b] Ich war gerade mal 6 Jahre (1967) alt, als ich den ersten Kontakt zu diesem Ort hatte und 10 Jahre alt (1971) beim zweiten Mal. Was ich hier sollte und was auf mich zukommt, das war mi…

Wenn Sie als Verschickungskind bei uns mitmachen wollen, schauen Sie gern hier:

Neuestes Projekt:

 HEIM-WEG

In der INITIATIVE VERSCHICKUNGSKINDER sind Menschen auf Bundes-, Landes- oder Heimortebene aktiv, die bereit sind, Aktivitäten zum Thema Kinderverschickungen zu initiieren und koordinieren, mit Presse, Trägern und Politik in Kontakt zu treten, Selbsthilfegruppen, Heimortgruppen oder Landesgruppen zu gründen. Es informieren besondere Landesseiten über Aktuelles aus ihren Bundesländern.

Newsletter

Unser Newsletter erscheint monatlich und hält Sie über viele Neuigkeiten auf dem Laufenden. Wir freuen uns über alle, die interessiert sind!

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Ausstellung mit Bildern von Heike Fischer-Nagel auf dem Kongress „Das Elend der Verschickungskinder“ 2022 in Bad Salzdetfurth
Filmische Eindrücke vom Kongress „Aufarbeitung Kinderverschickung“ 2023 in Bad Salzdetfurth

Bücherkiste der Verschickung