Landesbüros einrichten

Der Landesministerkonferenz-Beschluss vom Mai 2020 zur Anerkennung unseres Leids braucht praktische Umsetzung:

Die „Initiative Verschickungskinder“  fordert kleine, ehrenamtlich betriebene Büros in jedem Bundesland! Beginn mit den Bundesländern, wo jetzt schon aktive Gruppen unserer Initiatuve existieren: Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Bremen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Berlin, NRW und Hessen, weitere müssen folgen.

1) Einen Raum plus Telefon, WLAN, plus einen 400.-Eurojob für eine/n koordinierende Betroffene/n zwecks Beratung, regelmäßiger Treffen, Selbsthilfe und Recherche in den Landesarchiven bzgl. unseres Themas. 

2) Ein monatlicher Geldtopf für Aufwandsentschädigung (1000.-) für die Bereitstellung einer telefonischen Beratungshotline an diesem Ort, aus selbst ausgewählten Beraterinnen und/ oder Therapeutinnen, die sich diese Sprechstunden ehrenamtlich, gegen Aufwandsentschädigung, teilen, die neue Betroffene beraten und auch bei der Recherche helfen. 

3) Der Raum könnte in einem Nachbarschaftszentrum, zentral gelegen, angesiedelt sein, in ihm sollte es für die Initiative einen größeren verschließbaren Schrank geben, für die Dokumentation von Material, Bildern und Briefen, es sollte Raum für monatliche oder wöchentliche Treffen sein. 

4) Die Hotline-Tel.Nr. sollte durch Rufumleitung zu den jeweiligen Betroffenen-Therapeutinnen, Beraterinnen, umgeleitet werden, und von Zuhause aus stattfinden können.

5) In den Räumen sollte ein Archiv gelagert werden können mit allen Dokumenten, die sich von Betroffenen aus diesem Bundesland und über Heime aus diesem Bundesland zusammensammeln lassen. 

6) Das Ganze würde sich problemlos in Räumen machen lassen, die sowieso schon öffentlich finanziert sind, dh Miete sollte die Initiative nicht zahlen müssen, das sollte gesponsert werden. Für einen 400.-Job und Aufwandsentschädigung zusammen sollte die Landesbehörde 1400.- monatlich zur Verfügung stellen.

7) Die Verwaltung und Koordinierung der Tätigkeit ist auf Selbsthilfe aufgebaut und benötigt keinerlei Behördenvertreter, es agiert die offene „Initiative Verschickungskinder“ , die Organisationsform bleibt jedem Bundesland und seinem Verschickungs-Kinder-Team selbst überlassen. Geld kann unter dem Stichwort „ Vernetzung“ und dem jeweiligen Bundesland zweckgebunden auf unser Konto gespendet und dann zweckgebunden ausgezahlt werden. 

Diese „Soforthilfe“ wäre das, was als Mindestbedarf in den Bundesländern nötig wäre, um die Erinnerungs- und Aufarbeitungsarbeit wirksam vor Ort und regional zunächst einmal anzuschieben.

Für die Bundeskoordination, Anja Röhl

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Christine Lerch
Christine Lerch
2 Tage zuvor

Hallo, ich bin eine Betroffene und würde gerne helfen bei der Initiative.
Ich bin Erzieherin i.R. und könnte die notwendige Zeit aufbringen.

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