Für Borkum – Aufarbeitung Zeitzeugen gesucht

Der freie Autor Jens Bald, der sich mit der Geschichte Borkums schon in vielen Büchern beschäftigt hat, möchte sich nun, in einem neuen Buch, nur mit dem Thema der Kinderverschickungen beschäftigen. Dazu braucht er die Hilfe von Menschen, die als Kinder nach Borkum verschickt wurden, denen er gern eine Stimme geben will. In einem seiner letzten Bücher hat schon ein Kapitel diesem Thema gewidmet, nun soll das vertieft werden. Die Insel war mit bisher entdeckten 33 Heimen ein zentraler Ort für Kinderverschickungen. 77 Zeitzeugen haben sich dazu allein in unserem Gästebuch, oft in erschütternder Weise, geäußert. Damit das Buch authentisch wird, möchte er so viele Erfahrungsberichte, Fotos und Dokumente von Verschickungskindern in das Buch bringen wie möglich. Ein Schwerpunkt seines Buches wird u.a. auch auf den vielen Beschwerdebriefen liegen, die zwischen 1959 und 1994 immer wieder unter den Teppich gekehrt wurden. Schickt diese bitte an: info@rumeln-maritim.de

Hintergrundinfo:

Zum Thema „Beschwerdebriefe“ hat es 1972-1974 einen über ein Jahr dauernden Skandal auf Borkum gegeben, weil drei Praktikantinnen einen Beschwerdebrief wie eine Examensarbeit abgefasst, mit zahllosen Zitaten belegt und von weiterne 5 Praktikantinnen unterschrieben, öffentlich gemacht haben, indem sie ihn an alle Gesundheitsämter, Entsendestellen, die Heimbetreiber, den Bürgermeister von Borkum und ans Jugendamt geschickt haben. Ihr Ziel war, dass die Zustände in dem Heim, die nach Ihren Erfahrungen den Kindern vor allem schaden würden, geprüft und verändert werden sollten. Ergebnis war, dass die Praktikantinnen als Lügnerinnen und Extremistinnen denunziert wurden und das Heim noch bis 1998 so weiter machen konnte wie bisher.

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