Renée Morlocs Weg vom Adoptivkind zur gefeierten Opernsängerin

Heim, Adoption und eine herzlose Kindheit auf der Schwäbischen Alb: Renée Morloc muss schon früh die dunklen Seiten des Lebens erfahren. Doch ihr Weg führt sie ins Rampenlicht: Die Opernsängerin stand auf den größten Bühnen Europas, in Südamerika, den USA und in Japan. Wie viel eines Kindheitstraumas trägt man weiter in sich und wovon kann man sich befreien? Woher hat sie die Kraft genommen? Und wie hilft ihr das Singen dabei? Darüber und über ihr Buch zu dem Thema, spricht sie in der Landesschau. Hierbei kommt auch ihr schweres Schicksal als Verschickungskind zur Sprache. Da sie etwas anders aussah, nämlich vom Phänotyp her etwas dunkler, belegte man sie schon früh mit abfälligen, beleidigenden Worten. In dem früheren Kinderverschickungsheim Hochried, in Murnau am Staffelsee quälte man sie auch noch als Zehnjährige extrem grausam, man entzog ihr das Trinken, sperrte sie jeden Tag über viele Stunden in einen Besenschrank ein, und sie beobachtete auch das Quälen sämtlicher anderen Kinder in diesem Heim. Auch heute noch verweigert man der Heimortgruppe Murnau den Zutritt zu einem Erinnerungs-Besuch in diesem Haus, man sei nur einzeln, ohne Begleitung, willkommen und muss seinen Besuch lange vorher anmelden, und Fotos dürfen in keinem Falle gemacht werden.

Renée Morloc sucht, schon seitdem sie 18 Jahre alt ist, das heutige Gelände und Haus in Abständen immer wieder auf, auf der Suche nach Erinnerungen. Dabei hat sie schon akribisch Ursachenforschung betrieben, kommt aber nicht weiter, weil man ihr eine öffentliche Aufarbeitung, mittels einer Begleitung durch Journalisten und Historiker mehrfach verweigert hat. Als sie letztmalig dort mit einem Journalistenteam vom SWR, im April 2025, war, um ihrer eigenen Aufarbeitung willen, wurde das Team vor dem Haus festgehalten, man führte nur zwei Personen in enger Begleitung durch den historischen leerstehenden Trakt, man verlangte, dass ihre Taschen im Auto blieben, man verweigerte jegliche Filmaufnahmen. Sie durften keine Fotos machen. Filmaufnahmen vom SWR Mainz angemeldet, wurden schon im Vorfeld verweigert, als man trotzdem kam, um wenigstens einige Außenaufnahmen auf der öffentlichen Straße, die zu dem Gelände führt, zu machen, kam der Leiter persönlich aus dem Haus, es dürfe auch dort nicht gedreht werden. Die Begründung, selbst im leerstehenden Gebäude oder außerhalb, nicht drehen zu dürfen, hieß auf unsere Nachfrage, um die heutigen Kinder zu schützen, die allerdings in einem völlig anderen Trakt untergebracht sind.

Das Haus ist auch heute noch als Kinder-Rehakurheim aktiv, es tut sich mit einer historischen Aufarbeitung aber offenbar schwer. Der Leiter dieses Heimes, Herr Auer, ist gleichzeitig der heutige Vorsitzende des „Bündnis Kinder-Rehabilitation“ und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e. V., die den Kontakt mit unserer ganzen Initiative aufgrund dieses Falles und mehrerer diesbezüglichen Anfragen hin offiziell abgebrochen hat.

Die ganze Sendung könnt Ihr hier anschauen

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