Allgemeines zur Recherche

Zahllose wichtige Recherchen, historische Bücher, Aktenfunde, Wissen über das Thema Verschickungen haben Verschickungskinder selbst, ihre Angehörigen, betroffene Menschen und Betroffene unserer Initiative, die seit Jahren individuell, später auf dieser Webseite aktiv waren, mit Eifer und Mühen selber zusammengetragen. Journalisten haben uns geholfen, aber sind erst durch unsere RECHERCHEN und Veröffentlichungen auf das Thema aufmerksam gemacht. Wir bitten Journalisten das respektvoll zu erwähnen, danke!

Dasselbe gilt für Forschergruppen. Der Beginn aller Forschung lag bei uns.  Nie vorher haben Forscher von Sozial- und anderen Wissenschaften dieses Thema für sich entdeckt. Wir bitten auch die jetzt neu hinzukommenden Forscher und Forschergruppen,  diese Tatsache respektvoll zu erwähnen. Wir danken allen Betroffenen für ihre RECHERCHEN, zusammen bilden wir eine große Schwarmintelligenz. Wir freuen uns, wenn Journalisten und Forschende sich unseres Themas annehmen und mit uns zusammen weiter an dem Thema arbeiten.

Wir wünschen uns dabei eine Behandlung auf Augenhöhe.  Wir wünschen uns, dass sie unsere Pionierleistungen auf dem Gebiet des Phänomens der Verschickungen würdigen. Nicht uns „beforschen“, von außen, sondern unsere Erinnerungen zum Ausgangspunkt nehmen, eine gemeinsame Bürger-Forschung aller jetzt schon aktiven Betroffenen anstreben und unterstützen.

Akten:

Nach heutigem Wissensstand gibt es keine personenbezogen Akten über uns, es gab nur „Anmeldezettel“ mit Rückseite, (Kurerfolg), im Landesarchiv Schleswig gibt es dazu einen Ordner aus dem V- Heim Niendorf/ Ostsee, bisher wurden keine weiteren Akten mit Anmeldezetteln gefunden.
Ergiebig ist es aber, nach den Heimakten zu suchen. Das sind Verwaltungsakten der Jugendämter. Diese haben die oft privaten Heime „überwacht“, es mussten Genehmigungen erteilt, Personallisten abgegeben werden, Todesfälle sind vermerkt, Beschwerden, Beanstandungen und sehr viel Briefwechsel, aus dem man zb. die menschliche Haltung der Heimbetreiber entnehmen kann. Diese Akten finden sich den Landesarchiven des für das V-Heim zuständigen Bundeslandes.  Ihr könnt euch bei uns als ehrenamtliche, aktive Bürgerforschende melden, dann helfen wir euch, in den Archiven zu forschen.

Viele suchen nach Ihren Heimen, dafür hier ein kleiner Leitfaden:

1. Heimort und „alte Postkarten“ zusammen eingeben, dann kommen zahllose Fotos, die muss man sich nicht kaufen, nur anschauen, meist meldet sich die unbewusste Erinnerung dann und man hat seinen Heimnamen, manchmal auch die Adresse.

2. Hat man den damaligen Heimnamen, dann unsere HEIMLISTE von 1964 als Scan anfordern unter: Erstinfo@verschickungsheime.de

3. Die alte Adresse mittels altem Stadtplan  herausfinden, dann mit dem Stichwort „Kinderrehabilitationseinrichtungen“ oder Mutter-Kindkur o.ä. zusammen eingeben, dann findet man manchmal ein mögliches Nachfolgeheim oder -haus. Damit hat man die neue Adresse.

4. Mit dieser Adresse könntet ihr in die weiteren Nachforschungen gehen, zb. in den  Grundbuchämtern nach alten Eigentümern fahnden. Manchmal wissen die noch viele interessante Einzelheiten. Ihr könnt euch auch als Heimortverantwortlicher für dieses Heim bei uns unter VERNETZUNG eintragen lassen, denn melden sich vielleicht andere bei euch.

5. Einwohnermeldeämter haben zwar keine persönlichen Anmeldungen der 6-Wochen-Verschickungs-Kinder bekommen, ihr könnt aber bei längeren Verschickungsaufenthalten, bei monatelangen oder Jahresaufenthalten, nach solchen polizeilich vorgeschriebenen Anmeldungen forschen. Namen und Daten der Heimbetreiberinnen kann man dort im Namen unserer Aufarbeitung per Bürgerforschung erfragen.

Den FRAGEBOGEN erst ausfüllen, wenn Ihr den Heimnamen gefunden habt

Für Recherchen in Landesarchiven könnt ihr gern unsere Ratschläge erfragen. Recherche-Ergebnisse an die jeweiligen Landesgruppen schicken, zur Veröffentlichung auf den jeweiligen Lokalseiten: Info«verschickungsheime.de

Spenden für RECHERCHE der „Initiative Verschickungskinder“ auf das Vereinskonto: Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickung e.V. : IBAN:   DE70 4306 09671042049800  

Bitte keine Kommentare mehr auf dieser Seite, bitte weiter per mail an uns, oder an die Landes- und Heimortkoordinatoren, oder eigenständig kommunizieren über das  Forum