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  • Die Geschichte des Rolf P. oder das vom NDR zensierte Interview

    Die Geschichte des Rolf P. oder das vom NDR zensierte Interview

    Die Leidensgeschichte des Rolf Peters, „Wieviele Suizide gab es noch?“ die er in einem DRK-Verschickungsheim auf Amrum erlebte, und die er einem NDR-Team in einem einstündigen Interview preisgab, für einen Film, der dann nie gesendet wurde, hat der Betroffene Rolf P. ein halbes Jahr später Anja Röhl für ihr Buch auch erzählt. Sie hat seine Geschichte aufgeschrieben, und im Buch: Heimweh – Verschickungskinder erzählen, im Oktober 2021 veröffentlicht. Das Interview mit Rolf Peters war laut einer mail von Volker Thormählen an Anja Röhl, vom 23.3.21 der entscheidenden Grund, warum der Filmbeitrag mit umfangreicher Recherche über Verschickungsheime seinerzeit im NDR nicht gesendet wurde. Er schrieb, es reiche die Aussage von einem Betroffenen nicht aus. Danach könnte man keiner einzigen Aussage unserer Betroffenen Glauben schenken, denn in jedem der Fälle gibt es meist nur eine individuelle Erinnerung. Und warum ist dies demütigend: Den Erinnerungen an Missbrauch und Gewalt in der Kindheit gegenüber Unglauben zu äußern, ist der einfachste Weg, sie wieder zum Schweigen zu bringen.

    Das Interview können sich Interessierte hier durchlesen: Hier ist das PDF.

  • Zensur im NDR?

    Zensur im NDR?

    Am 31.8. wurde breit bekannt: Leitende NDR-Mitarbeitende mussten gehen, unter anderem, weil sie 2021 einen schon fertig gedrehten Film über Brutalitäten in Verschickungsheimen, mit mehreren brisanten Zeitzeugen-Interviews, auf Wunsch der damaligen Trägerorganisationen, des DRK- Landesverbands in Kiel, noch vor der Ausstrahlung abgesetzt hatten, wie jetzt aus internem Briefwechsel bekannt wurde. 72 Mitarbeitende des NDR haben sich dazu in einem offenen Brief an ihren Chef gewandt und diesen an den STERN weitergereicht: sie schreiben von einem „Klima der Angst“, von „Politischen Filtern“, „Hofberichterstattung“ und „Zensur“. Sie fordern „eine lückenlose und transparente Aufarbeitung aller Vorwürfe“. Siehe dazu: (hier jeweils zum Downloaden, die Berichte in der FAZ, im ZAPP, in der ZEIT, und im STERN…)

    Dazu habe ich, Anja Röhl, eine Hintergrundinformation beizusteuern:

    Zufällig weiß ich von diesem Film, ein dokumentarischer Film, für den mehrere Protagonisten mehrstündig interviewt wurden, der nie gesendet wurde. Ich war an ihm selbst beteiligt. Es ging um Verschickungsheime in Schleswig-Holstein. Konkret um ein DRK-Heim auf Wittdün/Amrum, wozu ein Zeitzeuge, Rolf Peters, den ich zu dem Zeitpunkt noch nicht kannte, ausführlich interviewt wurde.  Nachdem der Film nicht gezeigt wurde, er dafür keine Begründung bekam, wandte der Interviewte sich an mich und ich interviewte ihn ausführlich für mein Buch: Heimweh-Verschickungskinder erzählen (Rolf), dass im Oktober 2021, im Psychosozial-Verlag erschien. 

    Als Betroffener einer besonders brutalen Behandlung, (DOWNLOAD des Interviews mit Rolf P.), die er sein ganzes Leben nicht vergessen konnte, hatte er sich schon 2014 an das DRK mit der Bitte um Aufarbeitung seines Falles gewandt. Er bekam einen sehr netten Brief von Herrn Seiters, mit der Zusicherung, er werde sicher Hilfe beim Landesverband finden. Danach wurde ihm vom Leiter des DRK Schleswig-Holstein in einem persönlichen Gespräch gesagt, er solle seine Briefe und Dokumente im Ofen verbrennen, dann hätte er „Ruhe“, er könne das auch gleich für ihn übernehmen, woraufhin der Betroffene erbost aufsprang, seine Papiere nahm und den Raum verließ. 2020 wandte er sich mit dem Anliegen an den NDR, das ungeheure Vorkommnis beizusteuern, dass ihm vom Leiter des DRK 2014 geraten wurde, seine traumatischen Verschickungs-Erlebnisse zu vergessen, und seine Dokumente über diese zu „vernichten“. Das Interview über seine Erlebnisse nahm einen breiten Raum in dem Film ein. Auch ich wurde für diesen Film lange interviewt und gefilmt. Viele Recherchen waren in diesen Filmbeitrag eingeflossen.

    Dieser Film wurde nie gezeigt, zur Begründung schrieb der Direktor des Kieler NDR, Volker Thormählen mir am 23.3.21 in einer mail, es sei „in der Tat so gewesen“ sei, „dass sich „die Redaktion“ damals „gegen eine Veröffentlichung der von Herrn P. geschilderten Thematik“ entschieden hat“. (Der ganze Film war abgesetzt worden, nicht nur das eine Interview, indirekt enthüllt er hier, dass es nur um diesen einen Beitrag geht) Allerdings seien „die Kolleg*innen selbstverständlich bereit, mögliche neue Belege anzuschauen und zu prüfen“ Ich wurde dann weiter, an den Leiter des TV-Bereichs, Herrn Norbert Lorentzen verwiesen. Dieser schrieb mir, die Aussagen eines Betroffenen reichten in diesem schwerwiegenden Fall nicht aus, der Film bleibe weiter ungezeigt.

    Kurz darauf habe ich, zusammen mit dem Betroffenen Rolf Peters, um ein Gespräch beim DRK Schleswig-Holstein gebeten, dass nach längerem Insistieren dann im August 2021 gewährt wurde. Dort hat der Leiter, Herr Gorissen zugegeben, 2014 den Satz mit dem Verbrennen der Dokumente gesagt zu haben, er meinte, er habe es damals ihm gegenüber „therapeutisch“ gemeint, damit er wieder zur Ruhe komme. Ich machte ihn darauf aufmerksam, dass man diesen Rat auch als Zeugnisvernichtungsversuch bewerten könnte. Er gab zu, dass man es so sehen könne, es so aber nicht gemeint gewesen war. Frau Annette Langner (DRK-Vorstand) war in diesem Gespräch auch dabei, Ich sprach sie darauf an, dass ein für uns sehr wichtiger NDR-Dokumentarfilm mit einem Interview meines Interviewpartners vor Ausstrahlung plötzlich abgesetzt wurde. Sie kannte den Vorgang, und behauptete, dass die Journalisten zu einseitige, „unverschämte“ „Verhörfragen“ geschickt habe. Ich habe mir nachher die Fragen zeigen lassen, es waren ganz normale Fragen. Warum aber das DRK die Macht hat, einen NDR-Sendebeitrag abzusetzen, die Frage konnte sie mir leider nicht beantworten. Herr Peters betonte abschließend, er wolle keine Entschädigung, er wolle aber unbedingt, dass eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle im DRK-Heim auf Amrum in Angriff genommen werde. Eine Aufklärung sei für St.Peter-Ording schon auf den Weg gebracht, wurde geantwortet. Er würde sich freuen, wenn dies auch für Wittdün-Amrum passiere, antwortete Herr Peters.

    Im Interview des Betroffenen Rolf Peters, wie er es mir schließlich gab, und wie er es auch für den Film abgegeben hatte, geht es u.a. darum, dass sich in besagtem DRK-Verschickungsheim in Wittdün/Amrum, einer der Mitarbeiter als ehemaliger KZ-Aufseher geoutet, damit sogar angegeben und die Kinder mit dicken Dornenstrüngen blutig geschlagen hat. Während des Prügelns schrie und drohte dieser „Hausmeister“, dass er schon in Neuengamme den dortigen „Weicheiern“ Dampf gemacht hätte und er daher mit solchen Früchtchen wie ihnen (er meinte 8-jährige Kinder) mit links fertig werde. Seinem Freund wurde daraufhin der gesamte Rücken blutig geschlagen und aufgerissen. Auch war Herr P. am ersten Tag nackt ins Zimmer der Heimleiterin gezerrt worden, von ihr durch grobes Anfassen „begutachtet“, dann aufgrund von Rachitis-Merkmalen als „nicht arisch“ bezeichnet und anschließend entsprechend grausam behandelt worden. (Download: Interview) Rolf P. interessiert sich verständlicherweise selbst nach mehr als 60 Jahren noch für die Namen der damaligen Mitarbeitenden. Angeblich wüsste man die nicht mehr, wird ihm gesagt.

    Ich habe dann dem Leiter des TV-Bereichs im NDR Kiel, Norbert Lorentzen und Direktor Volker Thormählen angerufen, und mitgeteilt, dass ich von Herrn Gorissen vom Kieler DRK-Landesverband in einem persönlichen Gespräch zu viert, ein Eingeständnis der fragwürdigen Unterredung aus dem Jahre 2014 bekommen hätte, womit die Glaubwürdigkeit des Rolf Peters belegt war. Das seien Rolf Peters und ich sofort bereit, eidesstattlich zu bezeugen. Es müsse schriftlich vorliegen, war die Antwort. Ich schrieb dieses auch der Redakteurin des Films, sie war sehr überrascht. Ich glaubte, der Film käme nun doch noch. Aber bisher ist er nicht gezeigt worden.

    Nachdem jetzt herauskam, dass Frau Langners damalige Lebensgefährtin Mitglied im NDR-Rundfunkrat ist, scheint die Frage, die ich mir damals stellte, woher das DRK die Macht hat, einen fertigen Film zu verhindern, eventuell eine Antwort bekommen zu haben, ebenso bestätigen die 72 Angestellten mit ihren Vorwürfen der „Zensur“ und der „Hofberichterstattung“ meinen damaligen Eindruck. Inzwischen wurde vom DRK-LV SH im August 2021 eine Soziologie- und Pädagogik-Studentin (Betreuer Prof. Dr. Peter Graeff, Soziologie und empirische Sozialforschung an der CAU) beauftragt eine Studie/Masterarbeit über DRK-Verschickungsheime in Schleswig-Holstein zu erstellen. Diese Studie wird im Jahr 2024 veröfftnlicht, sie wurde 2023 abgeschlossen.

    Wir freuen uns, dass der LV Schleswig-Holstein des DRK die Anregung des Rolf Peters, eine ernstzunehmende Aufarbeitung zu betreiben, mit diesem Schritt begonnen hat. Aber obgleich das „DRK-Heim Wittdün-Amrum“ in der Studie eine zentrale Rolle einnimmt, wurden die Informationen des Rolf Peters, der den Anstoß zu der Studie gegeben hat, erneut nicht berücksichtigt. Ich verstehe das nicht. Der einfühlsame Brief des Bundespräsidenten des DRK 2014, der Rolf Peters damals mit so viel Mitgefühl entgegen kam, wieso wird er nun, zehn Jahre später immer noch und weiterhin so bitter enttäuscht?

    Rolf Peters ist am 25.2.24 achtzig Jahre alt geworden, wir gratulieren herzlich!

    Anja Röhl

    (1): zitiert aus öffentlichen Zeitzeugenberichten der Webseite: www.verschickungsheime.de

  • Bundesländerkonferenz einstimmig für Aufarbeitung des Leids der Verschickungskinder im Bund

    Bundesländerkonferenz einstimmig für Aufarbeitung des Leids der Verschickungskinder im Bund


    Nach einem erfolgreichen Vorstoß Baden-Württembergs auf der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) in Berlin am 13.5.22 setzen sich die Länder einstimmig für die Aufarbeitung des Leids der Verschickungskinder ein.

    Viele Kinder wurden in Deutschland ab den 1950er Jahren in sogenannte Erholungsheime geschickt. Dort erlebten sie jedoch häufig körperliche und seelische Misshandlungen. Auf der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) in Berlin wurde deshalb am Freitag (13. Mai 2022) ein entsprechender Antrag Baden-Württembergs einstimmig angenommen, der die weitere Aufarbeitung der damaligen Ereignisse zum Ziel hat. Unter den zuständigen Ministerinnen und Ministern sowie Senatorinnen und Senatoren der Länder bestand Einigkeit, dass eine Aufarbeitung der Geschehnisse in den sogenannten „Kinderkurheimen“ auf Bundesebene weiterhin dringend notwendig ist und zeitnah erfolgen muss. Der Bund wird aufgefordert eine bundesweite Aufklärung der Vorkommnisse gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der ehemaligen Verschickungskinder und den damals involvierten Institutionen vorzunehmen.
    „Ich freue mich sehr, dass der Antrag Baden-Württembergs einstimmig angenommen wurde“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha am Freitag (13. Mai) in Berlin. „Das sind wir den vielen Betroffenen schuldig. Wir haben uns in Baden-Württemberg bereits vor zwei Jahren gemeinsam mit den ehemaligen Verschickungskindern, aber auch allen weiteren Akteuren auf den Weg gemacht, die Vergangenheit ohne Vorbehalte aufzuarbeiten. Heute sind wir soweit, dass die ehemaligen Verschickungskinder auf Augenhöhe mit den Trägern von damals, aber auch mit den Kassen und der Rentenversicherung bei der Aufarbeitung an einem Strang ziehen. Wir werden uns auch weiterhin für eine lückenlose Aufarbeitung einsetzen.“

    Danke an Herrn Lucha, danke an die Landesgruppe aus Baden-Württemberg und an den Landes-Verein AKVBW e.V., danke an alle überall im Land ehrenamtlich für die Aufarbeitung des Leids der Verschickungskinder tätigen und aktiven Menschen, euch allen ist es zu verdanken, dass wir das erreicht haben! DANKE !!!

    Hier

    der Link zum ganzen Artikel zum Runterladen

  • Als hätte jemand ein Seil abgeschnitten…

    Als hätte jemand ein Seil abgeschnitten…

    Die Journalistin Franziska Schwarck hat einen intensiven Film über Verschickungskinder und Resilienz gemacht, den sie uns hiermit zur Verfügung stellt: Er ist auf dem Quarks Youtube Kanal zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=lkpu5VUfQv8&t=1s

    Mit vielen bewegenden Betroffenen-Interviews mit detaillierten Beschreibungen.

    Für Ihre Unterstützung bei Ihrer Recherche bedankt sie sich bei allen Beteiligten und der Initiative Verschickungskinder, ohne diese wäre der Film nicht zustande gekommen.
    Der Link zum Film darf fleißig geteilt werden. Das Thema sei so wichtig, schreibt sie, es muss noch viel bekannter werden. Kontakt zur Journalistin für Rückmeldungen: Franziska Schwarck, Mail:

       schwarck@bilderfest.de

  • Heim Weh – Theaterstück – Premiere am 14.5.22 im Thalia Theater in Hamburg

    Heim Weh – Theaterstück – Premiere am 14.5.22 im Thalia Theater in Hamburg

    Foto: Armin Smailovic

    In Hamburg am Thalia-Theater, hatte das Theaterstück HEIM WEH am 14.5.22 Premiere. Das Stück ist ein Dokumentartheater zur Problematik der Erlebnisse in den Verschickungsheimen. Dabei werden Berichte und Zeugnisse von Betroffenen, u.a. von unserer Webseite, als eine wichtige Grundlage für das Stück berücksichtigt. Außerdem sind Erkenntnisse und direkte Zitate aus dem Buch: „Heimweh-Verschickungskinder erzählen“ und „Das Elend der Verschickungskinder-Kindererholungsheime als Orte der Gewalt“, sowie aus dem Fachartikel: Forschungsgegenstand Kinderverschickungen aus „Sozialgeschichte online“ von Anja Röhl in das Stück eingeflossen. Mit Hamburger Verschickungskindern, die direkt mitwirken. Kinderkuren in Deutschland / Ein dokumentarischer Theaterabend von Gernot Grünewald im Thalia Theater in der Gaußstraße. Hier der Link zum Theaterstück: https://www.thalia-theater.de/stueck/heim–weh-2021 Das Stück wird nach der Sommerpause ab 27.9.22 wieder aufgenommen und bleibt weiterhin im Spielplan.

    TRAILER: hier

    PODCAST: hier

    REZENSIONEN:

    in NACHTKRITIK: hier

    im Hamburger Abendblatt: hier

  • Theater „SANDBANK“ über Verschickungskinder auf Spiekeroog – Premiere am 25.5.22

    Theater „SANDBANK“ über Verschickungskinder auf Spiekeroog – Premiere am 25.5.22

    Foto aus Theaterinformation „Sandbank“ Theater, Spiekeroog

    Eine künstlerische Form der Aufarbeitung wird es demnächst auch auf Spiekeroog geben, danke an die Theatergruppe, dass sie unser Thema aufgenommen haben!
    Aus der Ankündigung:
    „Sie bekamen regelmäßige Mahlzeiten, sollten unbeschwert spielen und sich an frischer Nordseeluft erholen. Bis Ende der 1970er Jahre wurden zahlreiche Kinder- und Jugendliche in Kurheime an der Nordsee verschickt. Bei der Diagnose von Lungenleiden oder Mangelernährung wurden von den Hausärzten sechswöchige Kuren teilweise schon für Kleinkinder verordnet. Doch die Heimaufenthalte haben nicht immer den gewünschten Effekt erreicht: Vier ehemalige Heimkinder berichteten von der strengen Behandlung, der Routine des Heimbetriebes und der mehrwöchigen Trennung vom Elternhaus. Diese Erfahrungen sollten die Kinder nicht mehr loslassen und schließlich das ganze Leben prägen. In der Theatervorstellung SANDBANK werden neben den Erinnerungen der Verschickungskinder auch die von Erzieherinnen, Heimleitern und Hausmeistern geschildert. Die Vorstellung zeigt, wie sehr der Umgang mit Kindern immer noch von den Erfahrungen der Elterngeneration in der Kriegszeit geprägt war. Das Theaterstück wird in der alten Strandkorbhalle in den Dünen von Spiekeroog gespielt, bevor das Gebäude im Herbst rückgebaut wird. Die Premiere findet am 25. Mai 2022 statt. Anschließend wird das Stück bis zum 19. August 2022 montags bis freitags jeweils um 20:00 Uhr aufgeführt. Außerdem finden Sonderveranstaltungen für Gäste vom Festland statt. Karten und weiteres hier: https://www.kulturstiftung-spiekeroog.de/sandbank

    Fährhafen ist Neuharlingersiel.

    Es sind auch Vorstellungen für Tagesgäste angekündigt.

  • Neues aus Bad Sachsa: Heime online

    Neues aus Bad Sachsa: Heime online

    Der ehrenamtliche Stadtarchivar Ralph Boehm hat eine Menge erarbeitet, Danke! Eine neue Übersicht zu den Verschickungsheimen in Bad Sachsa online gestellt. Wir freuen uns, diese jetzt zu finden. Für alle Betroffenen aus Bad Sachsa: Vorläufige Übersicht über die Verschickungsheime in Bad Sachsa finden sich jetzt toll und übersichtlich :

    hier

    zum Herunterladen

  • Aufruf an alle Betroffenen aus Seehospiz Norderney und Borntal / Bad Sachsa

    Aufruf an alle Betroffenen aus Seehospiz Norderney und Borntal / Bad Sachsa


    Wir, Betroffene aus den obigen Heimen führen zurzeit Gespräche mit der Diakonie Niedersachsen bzgl. der beiden Heime. Die Diakonie möchte die Geschehnisse in den Heimen abschließend aufarbeiten, daher wurde nun zur Vermittlung zwischen dem ehemaligen Betreiber, dem Diakonissen-Mutterhaus Bad Harzburg und uns eine pensionierte Richterin eingesetzt, die mit beiden Seiten sprechen und Einsicht in die noch vorhandenen Dokumente bekommen wird. Sie hat uns gebeten, bis zum nächsten Treffen alle Fragen von Betroffenen zu sammeln und wird dann versuchen, diese für uns zu klären.
    Wenn Ihr selbst betroffen seid, meldet Euch bitte spätestens bis zum 10.04.2022 unter: verschickung-badsachsa@gmx.de bzw. verschickungseehospiz@gmail.com
    Sabine Schwemm Landeskoordinatorin Niedersachsen

  • „Die längsten sechs Wochen meines Lebens“

    „Die längsten sechs Wochen meines Lebens“

    Mit diesen Worten leitet Autorin Cordula Spangenberg ihren Beitrag über die „Aufarbeitung einer Zeit, in der Kinderkuren Traumata statt Erholung brachten“ in der aktuellen Ausgabe des BENE-Magazins des Bistums Essen (Seiten 12-13) ein.
    https://www.bene-magazin.de/

  • AWO-Bayern stellt Plattform für Verschickungskinder bereit

    AWO-Bayern stellt Plattform für Verschickungskinder bereit

    Die Arbeiterwohlfahrt Bayern ruft Zeitzeug:innen auf, sich mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen, positiven wie negativen, an die Kinderkurheime der AWO Bayern zu melden. Eigens dafür wurde eine Anlaufstelle geschaffen, von der Berichte vertraulich angenommen und behandelt werden. Dr. Susanne Kastner ist die Beauftragte für die Geschichte der Kinderkurheime der AWO in Bayern. Ab sofort ist die ehemalige Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestags für Zeitzeug*innen erreichbar: dienstags und donnerstags, 10 bis 12 Uhr, oder nach Vereinbarung, unter 0172 2462114, oder per Mail: kinderkurheime@awo-bayern.de, per Post: Dr. Susanne Kastner, Beauftragte für die Geschichte der Kinderkurheime der AWO in Bayern, AWO Landesverband Bayern e.V., Edelsbergstr. 10, 80686 München mit dem Zusatz persönlich/vertraulich.“

    Auch ist ein Forschungsteam bestellt worden (siehe unten), welches Aktenstudium in den AWO-Heimen vornehmen soll. Dies darf nicht ohne die Betroffenen und ihre jetzt schon über zweijährige umfangreiche eigene Recherchearbeit geschehen!