Hier findet Ihr einen sehr guten Kurz-Beitrag von der Eröffnung der Ausstellung im Landtag NRW, in dem Detlef Lichtrauter, Vorsitzender des Landesvereins: AKV-NRW e.V., die Forderungen der Betroffenen zusammenfasst. Auch erzählt er in dem Beitrag noch einmal aus seinem eigenen Erleben, mit einem eindrucksvollem Zitat: Die Seele des Kindes sollte hier gebrochen werden! Schauen Sie sich den Beitrag an und helfen Sie uns, die Aufarbeitung in der ganzen Bundesrepublik durchzusetzen: Download, der Verschickungs-Beitrag beginnt ab Minute: 16.00
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Betroffene aus dem Verschickungsheim JOHANNABERG in BERLEBECK gesucht
Einen aktuelleren Beitrag zum Kinderkurheim BERLEBECK finden Sie hier:HÖRSPIELFASSUNG des Films über das Kinderkurheim Johannaberg in Berlebeck im Teutoburger Wald – Am 11.11.25
Zwischen 1950 und 1973 wurden viele Kinder aus HH und NRW nach Berlebeck im Kreis Detmold, Teutoburger Wald, verschickt. Das dortige Heim Johannaberg wurde betrieben vom Deutschen Roten Kreuz. Ansprechpartner für weitere Zeitzeugen ist Johannes Stahn, HEIMORTKOORDINATOR: (berlebeck@verschickungsheime.de)




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AKTION KINDERKOFFER
Wir haben erneut etwas erreicht: Trägerforschung. Das ist zu begrüßen, aber Betroffenenberatung und Bürgerforschung muss dringend professionell unterstützt werden! Dafür brauchen wir eine „Unabhängige Untersuchungskommisssion Kinderverschickung„, die zentral vom Bund ausgerichtet wird, mit einem RUNDEN TISCH KINDERVERSCHICKUNG, mit allen Trägern, mit den Gesundheits- und Sozialministern der Länder, des Bundesgesundheits- und Familienminsteriums, sowie Vertretern der Heimort- und Landesgruppen/Landesvereinen der Initiative Kinderverschickung mit dem Ziel, eine professionelle Unterstützung zu organiseren.
Die Berliner Gruppe Verschickungskinder lädt am 19.4.23 um 12 Uhr (bis 17 Uhr) alle Betroffenen von Kinderverschickung zu einer „AKTION KINDERKOFFER“ direkt auf dem Platz vor dem BUNDESKANZLERAMT in Berlin ein. Das ZIEL ist, die Aufmerksamkeit auf das Thema: Trauma Verschickung zu lenken und fast 43.000 Petitions-Unterschriften von Unterstützenden einer dringend nötigen bundesweiten Verantwortungsübernahme, Aufarbeitung und Aufarbeitungsunterstützung zu übergeben.
Während dieser Aktion wird ein Ring von kleinen Kinderkoffern, zusammen mit Grabkerzen in einen Kreis gestellt, um den herum sich Menschen gruppieren, die sich an den Händen nehmen.
Die Grabkerzen stehen für die vielen Kinder, die in der Verschickung gelitten haben und die unbekannte Anzahl derer, die unter der Verschickung gestorben sind. Download. Der Kreis schweigt oder singt leise oder laut die Lieder der Verschickung. Dazu wird es einen Infotisch geben, wo weitere Unterstützungsunterschriften gesammelt werden.
Die Aktion ist polizeilich ordnungsgemäß angemeldet. Hier könnt ihr Näheres erfragen: berlin@verschickungsheime.de, dazu noch über die Nummer: 0176-24324947 -

„Ein starkes Zeichen an die Betroffenen“
Kreis Lippe (NRW). Die familienpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der SPD-Fraktionen wollen die „Verschickungskinder“ bei der Aufarbeitung des Leids unterstützen, das ihnen zwischen 1950 und bis in die 1990er Jahre hinein auf sogenannten Kinderkuren widerfahren ist. Das haben die Fachpolitikerinnen und Fachpolitiker auf Initiative des Detmolder Landtagsabgeordneten Dennis Maelzer bei einem gemeinsamen Arbeitstreffen in Magdeburg beschlossen.
„Ich bin sehr froh, dass wir gemeinsam ein geschlossenes und starkes Zeichen an die Betroffenen aussenden“, sagt Maelzer. Seit 2020 bemüht er sich, die Aufarbeitung voran- und Licht in ein bislang wenig erforschtes, dunkles Kapitel bundesdeutscher Nachkriegsgeschichte zu bringen. Während in NRW bereits erste Schritte dazu unternommen wurden, stehen andere Bundesländer und der Bund damit noch ganz am Anfang. Nun gibt es einen Vorstoß der familienpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der SPD-Fraktionen.
Den gesamten Artikel gibt es hier. -

Wo die Heimaufsicht versagte – Zoom-Vortrag von Engelbert Tacke am 25.2.25
Vortrag am Dienstag, 25. Februar 2025, 18 Uhr von Engelbert Tacke, mit dem Titel: Wo die Heimaufsicht versagte – in Brilon, in Westfalen und nicht nur dort. Der Vortrag ist öffentlich, den Zoomlink für den Vortrag bekommt ihr beim Vorstandsmitglied Renate Brüser, unter: buko@verschickungsheime.de
Seitdem im Hochsauerland-Kreisarchiv die Akte zur Aufsicht „meines“ Heimes aufgetaucht ist, versuche ich herauszubekommen, wie die Heimaufsicht funktionierte, in Brilon, in Westfalen und darüber hinaus. Die Aufklärung ist kompliziert – nicht alle Behörden sind über einen Kamm zu scheren. Deutlich wird aber, dass das Versagen der staatlichen Institutionen nicht auf eine Ebene beschränkt ist. Und dass die damals handelnden Institutionen heute trotz gegenteiliger Beteuerungen nur bedingt zur Aufklärung der Sachverhalte beitragen. Hier die bisherigen Forschungsergebnisse von Engelbert Tacke, Bürgerforscher zu seinem Heimort und darüber hinaus:
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Lisa Paus kündigt Bundesbefassung an
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion / Kaminski
Chronik der positiven Reaktionen aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:
Am 21.12.22 kündigt die parlamentarische Staatssekretärin Ekin Deligöz aus dem BMFSFJ in einem Brief an Anja Röhl, als Petitions-Initiatorin und Vorsitzende des Wissenschaftsvereins AEKV e.V. an, mit Ländern und Kommunen bald in einen „Fachaustausch“ über die „Verantwortung für das erlittene Leid und Unrecht der Verschickungskinder“ einzutreten, gleichzeitig wurde versichert, dass zur Kenntnis genommen wurde, dass „die Petition auf change.org“ mit inzwischen „gut 41.000 Unterschriften auf große Resonanz gestoßen“ sei.
Am 23.1.23 antwortete die parlamentarische Staatssekretärin Ekin Deligöz auf eine Anfrage des SPD-Politikers Dennis Maelzer (NRW) vom 19.12.22 , der sich schon seit Langem vehement für die Aufarbeitung der Geschehnisse in Kinderverschickungsheimen stark macht, ebenfalls, dass es zu diesem Thema zu einem Fachaustausch zwischen Bund und Ländern kommen soll, diesmal wird ein Termin genannt: März 2023 und konkretisiert, dass der Austausch im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft der obersten Landesjugend- und Familienbehörden (AGJF) stattfinden wird.
Am 26.1.23 antwortete Ekin Deligöz auch der CDU-MdL Charlotte Quik (NRW), ebenfalls eine tatkräftige Unterstützerin des Anliegens der Aufarbeitung der Verschickungsproblematik, auch hier wird gesagt, dass es zu einem konkreten Fachaustausch zwischen Bund und Ländern zu diesem Thema komme. Ergänzend wird in diesem Brief aber hinzugefügt, dass „diese „Kinderverschickungen“ … „durch unterschiedliche Träger auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene durchgeführt“ wurden. Hier wird deutlich Bundesverantwortlichkeit zugestanden. Auch wird gesagt, dass das BMFSFJ in einem „Fachaustausch mit dem Verein AEKV e.V. mit großer Betroffenheit Anteil an den Berichten des AEKV e.V. genommen habe und das Leid der Betroffenen ehmaligen Kinder „unbedingt anerkenne“. Im Gespräch mit Anja Röhl, sagt Dennis Maelzer, nun käme es auf die konkrete Umsetzung an. Uwe Rüddenklau von der Bundeskoordination der Initiative Verschickungskinder bewertet die Schreiben als positiv in Richtung Bundes-Mitverantwortung.
Was sagt uns das? Schreibt Eure Politiker an, sie helfen uns! Wendet euch besonders auch an eure örtlichen Mitglieder des Bundestags (MdBs), schreibt sie an und bittet sie, sich für die Sache der Bundesbeteiligung an der Aufarbeitung der Verschickungsthematik einzusetzen. Schon in der Sylter Erklärung von 2019 weisen wir darauf hin, dass Bund, Länder und Träger gleichermaßen verantwortlich für diese Vorkommnisse waren, es muss eine Lösung geben, gemeinsam mit Bund, Ländern und Trägern!
Hier die Dokumente dazu, mit Genehmigung der jeweiligen Briefempfänger dürfen sie hier veröffentlicht werden:
Brief aus dem Ministerium Lisa Paus an Anja Röhl als Petitions-Initiatorin:

Download des Briefes aus dem Ministerium Lisa Paus an Dennis Maelzer bei Facebook Verschickungskinder Deutschland.
Download des Briefes aus dem Ministerium von Lisa Paus an MdL Charlotte Quik
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NRW – Sozialminister Karl-Josef Laumann unterstützt das Anliegen der Verschickungskinder
Der Sozialminister von NRW, Karl-Josef Laumann hat am 30.10.22 das Anliegen der Verschickungskinder auf Bundesbefassung unterstützt. Er schrieb, dass eine „bundesweit vernetzte und koordinierte Aufarbeitung“ der Kinderverschickung „notwendig“ sei und dass er die „Einrichtung einer Bund-Länder-Gruppe“ schnellstmöglich wünsche. Die Stellungnahme folgte auf eine kleine Anfrage der beiden SPD-Politiker Dr. Dennis Maelzer und Josef Neumann vom 28.9.22. Das stärkt das Anliegen der bei change.org laufenden Petition, der sich bisher schon mehr als 40.000 Menschen angeschlossen haben und das Anliegen der gesamten „Initiative Verschickungskinder“, einschließlich aller Landesgruppen und der in ihr präsenten Vereine. Bereits im Mai 2022 hatte die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder bekräftigt, dass eine Aufarbeitung der Geschehnisse in den Kinderkurheimen auf „Bundesebene dringend angezeigt ist und zeitnah erfolgen muss“. Dokumentation des Unterstützungs-Briefes auf der Webseite des NRW-Landesvereins: AKV-NRW e.V.: Download
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SPD-Landtagsfraktion und CDU Gesundheitsminister in NRW konstituieren einen Runden Tisch Kinderverschickungen für 2023, in enger Abstimmung mit den Betroffenen
BUNDESWEITE AUFARBEITUNG und UNTERSTÜTZUNG der Betroffenen tut Not! Vorreiter NRW: Für viele Kinder wurde der Aufenthalt im Kurheim zur Tortur, die sie bis ins Erwachsenenalter traumatisch belastete, so schreibt die SPD von NRW in einer aktuellen Presseerklärung vom 31.10.22. Seit Langem arbeiten die Akteure in NRW eng mit den Betroffenen im Landesverein: AKV – NRW e.V. an der Konstituierung eines „Runden Tisches Aufarbeitung Kinderverschickung“ Der könne nun 2023 starten. Am Runden Tisch nehmen alle Akteure teil, die an Kinderverschickungen beteiligt waren. Und in einer Bund-Länder-Gruppe soll dann auch eine Bundesaufarbeitung koordiniert werden, denn NRW sei nicht das einzige Bundesland mit traumatischen Erinnerungsberichten Betroffener. So sei nun Bundesfamilienministerin Lisa Paus am Zug, forderte die SPD in NRW: Es müsse endlich auch Unterstützung für eine bundesweite Aufarbeitung geben.
Danke an die Betroffenen-Landesgruppe der Initiative Verschickungskinder, den jetzigen Landesverein AKV-NRW e.V., danke an die Politiker von SPD und CDU in NRW! Weitere Informationen dazu: FAZ: Download, WDR-Sendung: Download, ZEIT-online: DownloadVier bundesweite Fachkongresse fordern Aufklärung und Aufarbeitung der Kinderverschickungen seit mehr als drei Jahren: Auf Sylt 2019, in Berlin 2020, auf Borkum 2021 und in Bad Sassendorf 2022. Dort haben sich jährlich jeweils 80 Betroffene mit zum Thema forschenden Wissenschaftlern, meist Wissenschaftlerinnen, getroffen und jedes Mal die Bundesregierung aufgefordert, endlich zu handeln. Hier unsere Referenzen: www.verschickungsheime.de.
Auch Ihr könnt mithelfen, unterstützt die Forderungen nach bundesweiter Aufarbeitung und Unterstützung der Betroffenen durch eure Unterschrift: www.change.org/Verschickungskinder, danke!
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Trauma Kindererholungsheim
Ein sehr gutes Hörspiel der Autorin Sabine Ludwig wurde heute im WDR gebracht. Die Autorin hat schon 2014 ein Buch über Verschickungen geschrieben: Schwarze Häuser, ein Kinderbuch auch für Erwachsene. Sie hat damit auch ihre eigenen traumatische Verschickungserfahrungen verarbeitet.
Nun hat sie ein Hörspiel zum selben Thema gemacht. Auf sehr künstlerisch-poetische Art hat sie unserem Leid Ausdruck verliehen. Sie nähert sich dem Thema in Form einer Collage aus einem mehrstimmigen Chor der Betroffenen, einem märchenhaften Erzählstrang und nicht zuletzt dem Liedgut, das noch aus der NS-Zeit herrührte und in diesen Heimen zelebriert wurde. Das Geschehen wird anhand einer umgedichteten „Hänsel-und Gretel-Geschichte“ erzählt. Erstmalig thematisiert sie auch, wie zerstörerisch die sadistischen Umgangsformen auf die Psyche der Kinder einwirkten. Sehr berührend! Nicht übertrieben! Alle Zitate sind aus Betroffenenberichten. Hier Download herunterladen. Lohnt sich! -

Blitzlicht vom Kongress
Bildausschnitt aus dem Bild: Struwelpeters Schatten, 2022, Öl auf Leinwand u. Collage, 40×50, von Heike Fischer-Nagel
Zwei eindrucksvolle Tage liegen hinter uns, Ankunftsrunde, Fachvorträge, Diskussionen, zum Auftakt hatten wir eine ungeheuer beeindruckende Kunstausstellung, die jetzt auch in NRW auf Wanderschaft geht. Heike Fischer-Nagel, die Hamburger Künstlerin, auch selbst verschickt, hat Kindergesichtern genau den Ausdruck verliehen, den die vielen Betroffenen in sich spüren: Schmerz, Sehnsucht, Verzweiflung. Auch Nicht-Kongressbesucher kamen zur Ausstellung und waren tief bewegt. Fazit im Restaurant: Immer mehr Zugang zu Thema bekommen, immer mehr freundschaftliche, liebevolle Annäherung der betreffenden Kongressteilnehmenden, rundum ein gelungenes und wichtiges Gemeinschaftserlebnis!
