Krankenstation

Manche Verschickungskinder erkrankten während des Aufenthalts und kamen auf Isolier- oder Krankenstationen.

Oft werden die Folgen höchst dramatisch beschrieben. Manche erlebten es aber auch als Erholung vom Stress des normalen Ablaufs.

Wir vermuten in diesem Zusammenhang, dass es ebenso zu Medikamentenversuchen gekommen ist, wie in den Erziehungsheimen und psychiatrischen Anstalten,  in einem Fall ist das belegt:  https://www.fr.de/rhein-main/hochtaunus/adolf-hitler-per29794/toedliche-tests-kindern-10982484.html

Dazu haben wir eine eigene Infoseite gemacht. Wer sich davon betroffen fühlt, kommentiert bitte hier, und nimmt Kontakt mit uns auf, wir müssen, bei inzwischen nur per Zufall entdeckten Todesfällen, jede Spur verfolgen. Hier tut sich für jeden Forscher ein weites Feld auf. Wer dazu promovieren will, nehme Kontakt mit uns auf! Wir brauchen Belege dazu.

Auch gibt es die Gelegenheit zu sprechen und sich auszutauschen. Ziel ist es, hierzu eine spezielle Gruppe (WhatsApp oder per Telefon oder life) zu bilden, da die Erfahrungen während der Krankenstationsaufenthalte eine spezielle Erfahrung darstellten, die sensiblen Umgang mit dem daraus folgenden Trauma erfordert. 

Jede Erinnerung ist wichtig! Falls die Erfahrungen nicht auf ZEUGNIS ABLEGEN geteilt werden sollen, über die Seite: FRAGEBOGEN gehen oder uns nur per mail kontaktieren.  

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Claudia Taebel
Claudia T.
4 Monate zuvor

Ich bin auch während meines Aufenthaltes auf Langeoog krank geworden. Ich war im Sommer 1974, mit 6 Jahren im Haus Dünenheim und weiß nicht wie viel Zeit ich während der 6 Wochen in einem Isolierzimmer verbracht habe. Obwohl ich mich nicht mehr an allzu viel erinnere, habe ich immer ein beklemmendes Gefühl mit mir herum getragen. Es begann damit, dass mir ziemlich zu Beginn Nachts übel geworden ist und ich mich erbrechen musste. Das hat niemand mitbekommen. Ich habe mein Gesicht an irgendeinem Handtuch abgewischt, konnte aber die anderen Spuren nicht beseitigen. Nächsten Morgen wurde gefragt, wer die Schweinerei angestellt… Weiterlesen »

Bettina Stein
Bettina Stein
4 Monate zuvor

Ich bin 1966 nach Langeoog gekommen, wahrscheinlich Haus Möwennest. Dort wurde ich am 2. Tag von den anderen isoliert mit Fieber auf die Krankenstation gebracht. Am Abend vor der Reise nach Langeoog hatten mich mehrere Wespen in den Fuß gestochen (meine Eltern hatten eingekocht und ich bin abends noch mal barfuß in die Küche gekommen, weil ich nicht schlafen konnte) Mein Bein war bis zum Oberschenkel angeschwollen, daran kann ich mich noch gut erinnern. Außerdem litt ich an spastischer Bronchitis. An die Krankenstation erinnere ich mich folgendermaßen: ich war dort allein, es gab ein Bett und ein Waschbecken. Dreimal täglich… Weiterlesen »

Katri Lorenz
Katri Lorenz
4 Monate zuvor

Ich muss mein Schreiben korrigieren. Es war April 1980 und wir Zwillinge waren gerade 9 Jahre alt geworden. Mein Bruder war 3 und wurde 4.

Katri Lorenz
Katri Lorenz
4 Monate zuvor

Ich war 1979 als 8-Jährige in Kur in der Prinzregent Luitpold Kinderklinik in Scheidegg im Allgäu. Weil ich zusammen mit meiner Zwillingsschwester auf unserer Station sein durfte, war es erst nicht so schlimm- allerdings machten wir uns große Sorgen um unseren kleinen 3-jährigen Bruder, der überraschend bei Ankunft von uns getrennt wurde. In den letzten Tagen der 6-wöchigen Kur erkrankten einige Kinder, unter anderem meine Zwillingsschwester, an Windpocken. Sie waren sofort weg, irgendwo auf Krankenstation. Ich wurde auch krank. Aber bei mir war es etwas Schlimmeres…es bestand offensichtlich Verdacht auf Diphtherie. Auch ich kam auf die Krankenstation. In völlige Isolation.… Weiterlesen »

Ilona Gruber
Ilona Gruber
5 Monate zuvor

Ich war auch mehrmals hoch fieberhaft auf der Krankenstation, da mir das Essen nicht geschmeckt hat habe ich es oft ausgewürgt und erbrochen, ich war dann die Böse und bekam kein Spielzeug ans Bett wie die anderen Kinder. Noch heute gibt es einige Gerichte die ich überhaupt nicht esse.

Petra v.Schwedler
Petra v.Schwedler
5 Monate zuvor

Ich bin einmal in Bad Wildungen zur Kur gewesen und war wohl sehr Krank, habe aber keine Erinnerungen mehr daran, ich war wohl noch recht klein. Sehr gut erinnere ich mich an einen Aufenthalt in Obb. am Schliesee. Dort hatte ich Windpocken und lag alleine unter dem Dach in einer Kammer, welche den Durchgang zum Zimmer der “Tanten”hatte. Ich erinnere mich noch an einen Teller Puddingsuppe den ich nicht mochte, daraufhin kam der Heimleiter und schlug much, so das ich vor angst ins Bett machte, was noch mehr Schläge nach sich zog. Ich bekam meine Post nicht und meine Eltern… Weiterlesen »

Susanne
Susanne
5 Monate zuvor

Ich notiere meine Erinnerungen, ohne Hinzufügungen, Unsicherheiten setze ich in Klammern: Frühling 1968 – Norderney. Nach einiger Zeit werde ich sehr krank ohne das „werden“ mitzubekommen. Plötzlich finde ich mich in einem winzigen Zimmer wieder, das Fenster ist mit einer weißen Gardine verhängt. Im Zimmer nur mein Bett. Ich bin die meiste Zeit ohne jedes Bewusstsein, nur hin und wieder wache ich auf und höre manchmal, dass ein Arzt (oder mehrere?) sich mit der Krankenschwester („Tante“?) unterhält. Ich zeige nicht, dass ich „wach“ bin, das ist mein einziger Schutz. Sie flüstern immer. Sie sagen, sie hätten es übertrieben (zu viel… Weiterlesen »

Uwe Lindhorst
Uwe Lindhorst
6 Monate zuvor

Ich heiße Uwe Lindhorst und bin als 5 oder 6jähriger 1968 oder 1969 mit meinem älteren Bruder für 6 Wochen nach Braunlage im Harz in das Haus Waldmühle verschickt worden. Am Ankunftstag wurden mein Bruder und ich getrennt, und ich habe ihn in den nächsten Wochen auch nicht mehr gesehen. Nach einer Woche wurde ich krank und deshalb in ein anderes Zimmer verlegt. Dort war ich ca. 4 Wochen eingesperrt, bis es mir halt wieder besser ging. Ich kann mich nur an wenige, kurze Besuche der Tanten erinnern. An einen Arztbesuch nicht. Während der 4 Wochen fielen mir meine Zähne… Weiterlesen »

Sabrina
Sabrina
6 Monate zuvor

Erich -Steinfurth-Sanatorium, Zinnowitz/Usedom Ich wurde 1988 oder 1989 in der ehemaligen DDR , aufgrund von Atemwegsproblemen , zu einer Kinderkur nach Zinnowitz geschickt. Zu diesem Zeitpunkt war ich ca 8 Jahre alt. 6 Wochen musste ich dort bleiben. Es war furchtbar! Nach drei Wochen wurde ich plötzlich sterbenskrank. Ich wurde nachts wach, mein Kopf glühte, ich wollte jemandem Bescheid geben aber ich konnte weder sprechen, noch mich bewegen. Morgens fand man mich und die Erzieherin trug mich zur Krankenstation. Dort wurde ich bewusstlos. Als ich wieder zu mir kam, saß eine Krankenschwester an meinem Bett, die mir sagte, ich sei… Weiterlesen »

Franziska Petersen
Franziska Petersen
6 Monate zuvor

Ich stelle wahrscheinlich eine Ausnahme dar, denn ich habe bis heute ein gutes Verhältnis zu Grießbrei. Ich bekam Grießbrei, ich glaube sogar mit Zucker und Zimt, während einer Krankheit (ich weiß nicht welche und wie lange) in einem Kinderheim in Hirschegg/Kleinwalsertal. Ich war dort für mindestens 7 Wochen als ca. 4-jähriges Mädchen, das Jahr muss ca. 1964 gewesen sein. Diesen Teller Grießbrei, der vielleicht für mich extra gekocht worden war, empfand ich als trõstlich. Entscheidend war, dass ich auf der Krankenstation meine Ausgeschlossenheit aus der Gruppe nicht ständig vor Augen hatte und den Gemeinheiten der anderen Kinder nicht ausgesetzt war.

Irmgard Eckrich
Irmgard Eckrich
6 Monate zuvor

Unser “Kuraufenthalt” war in Zabelstein Schwarzwald, 1960 ich war damals ca 6 Jahre und war da mit meiner älteren Schwester, wurde auch von meiner Schwester getrennt, durfte bei einen Spiel nicht auf die Toilette, worauf ich in die Hosen machte. Aber dann bekam ich Masern, die wurden dort folgender maßen behandelt, ich wurde auf den Speicher verfrachtet, hatte so hohes Fieber hab gar nichts mitbekommen, meine Schwester sagte immer heute, wenn sie damals nicht dabei gewesen wäre, wäre ich gestorben. Sie hat sich raus geschlichen und zu Hause angerufen. Dann wurde ich von meinen Eltern abgeholt. War dann noch Wochenlang… Weiterlesen »

Gerald
Gerald
6 Monate zuvor

Ich war Nov/Dez 1964 im Marienhof in Wyk auf Föhr und erkrankte an Windpocken. Ich war merkwürdigerweise der Einzige, der dann isoliert wurde.

In meiner Erinnerung war das Krankenzimmer eine Art alter Waschküche im Keller. Es war furchtbar langweilig. Mir wurde dann Post von meinen Eltern vorgelesen (ich konnte damals noch nicht lesen und schreiben). Aber das war’s dann auch schon mit der Erinnerung.

Siebert, Elke
Siebert, Elke
6 Monate zuvor

Ich war 1963 in einem Kurheim im Schwarzwald. Dort bin ich nach zweiwöchigem Aufenthalt sehr schwer an Masern erkrankt. Ich bin auf die Isolierstation verlegt worden und kann mich nur noch an ein dunkles Zimmer erinnern. Ich war komplett alleine. Das war so traumatisch, dass ich absolut keine Erinnerung an betreuende Personen oder Arzt etc. abrufen kann. Nach 5 Wochen (also insgesamt 7 Wochen) wurde ich per Bahn nach Hause geschickt. Ich war nur noch Haut und Knochen und habe Spätfolgen erlitten.

Dieter Lange
Dieter Lange
6 Monate zuvor
Reply to  Siebert, Elke

Hallo.. KurHeim im Schwarzwald?!, war es etwa dies “KinderHeim Sonnental, wo ich & einer meiner Brüder waren, für ca. 4.5 Wochenß! Ca. 1965?.. der Heimgruender soll grade gestorben gewesen sein & seine frau (Schuetterle???) war ein weibl. Satan/Teufel, die KinderTanten waren furchtbare KZ.waechterinnen.. wir wurden in unseren Briefen zu dreisten Lügen an die Elteern gezwungen! Zu eseen gab es nur billigste MEHLSUPPEN, EXTREMGEIZ! Ich musste beim MITTAGSSCHLAF voll in der Sonne liegen & erbrach kurz vor ende Mittagspause. Froisch grade erst erbrochen & hundeElend mit SonnenStick musste ich sofort auf ne 15 KM.WaldWanderung!!! Schlimmer als BUNDESWEHR!!!! Bitte melden, falls Sie… Weiterlesen »

Wilfried Molzahn
Wilfried
6 Monate zuvor

Guten Abend,
ich war Ende der 60er Jahre ziemlich gesichert in Bad Sooden.
Ich wurde dort tatsächlich über einen längeren Zeitraum krank.
Ich habe aber an den Aufenthalt auf der Krankenstation keine schlechten Erinnerungen.
Ganz im Gegenteil: Endlich Ruhe und keine Angst mehr vor der schlagenden Ordensfrau, die meine Gruppe so autoritär führte.
Hier war so ziemlich alles besser als der Alltag in der Einrichtung.
Sicher, es gab wenig Anregung und Beschäftigung. Aber zunächst hatte ich ja auch Fieber und war froh über die Ruhe.
Herzlicher Gruß
Wilfried

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