Zeugnis ablegen

ZEUGNIS ABLEGEN – ERLEBNISBERICHTE SCHREIBEN

BEARBEITUNGSPAUSE BIS ZUM 25.2.20

Auf dieser Seite schreiben Menschen ihre ERLEBNISBERICHTE, die als Kind in Verschickungsheimen schmerzhafte, angsterregende und traumatische Dinge erlebt haben. Sie schreiben sie, damit man ihnen glaubt und damit sie sich nicht mehr allein fühlen. 

Es haben spontan bereits über 1600 „Verschickungskinder“ solche Erlebnisse in Verschickungsheimen geschildert. 

Wer seine Erlebnisse schildert und sie damit der Öffentlichkeit freigibt, legt Zeugnis ab und hilft mit, dass wir mit unserem Leid Glaubwürdigkeit bekommen und unsere Erlebnisse nicht mehr als Einzelfälle verharmlost werden können. 

Welche sich an der von uns selbst bestimmten Forschung beteiligen wollen, gehen auf FRAGEBOGEN und nehmen dann Teil an der ersten empirischen Studie zu diesem Thema.

Großes Danke an alle, die uns damit ihr Vertrauen erweisen und hier Ihre Berichte und Erlebnisse aufschreiben! Ihr seid damit aufgenommen in die “Initiative Verschickungskinder“, die sich momentan gerade strukturiert und bald in jedem Bundesland Ansprechpartner-Betroffene haben wird.

Bitte beachten:

Da unsere Seite: ZEUGNIS ABLEGEN eine Belegsammlung ist und bleiben soll, viele aber das starke Bedürfnis nach Kommunikation haben, und das zunehmend auf ZEUGNIS ABLEGEN durch Fragen und Antworten und Statements befriedigen, wird jetzt hier von uns in Kürze ein Kommunikationsforum eingerichtet, über die man diesem Bedürfnis besser gerecht werden kann.

Wir haben einen kleinen Förderverein gegründet: Verein Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickung ( i.Gr.) er hat jetzt bei der GLS-Bank ein Spendenkonto eingerichtet, darauf können ab sofort Spenden angenommen und, zweckgebunden auch Geld an Landesgruppen überwiesen werden. (Ab 100 .- Euro werden auf Anfrage zum Jahresende Spendenbescheinigungen ausgegeben.)

Förder-Verein Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickung :   IBAN:   DE70 4306 0967 1042049800    

Vereins- und Initiativ- Adresse: bei Röhl, Kiehlufer 43, 12059 Berlin

Kontakt über: info@verschickungsheime.de

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Hier liegen alle früheren Kommentare bis Juli 2019:  www.anjaroehl.de/verschickungsheime/ auch hier: http://www.anjaroehl.de/wyk-auf-fohr-–-verschickung-erinnerung-und-schmerz/

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Ingrid H.
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Ingrid H.

Ich bin Jahrgang 1955 und scheinbar eine der Älteren, die sich einklinken. Ich habe nur diffuse Erinnerungen zu dem Verschickungsheim im Schwarzwald. Finanziert von der DAK. Nachdem ich ich nach Masern eine schwere Nachkrankheit entwickelte, sollte ich im Sommer 1960 dort vor Schuleintritt aufgepäppelt werden. Ich hatte nur Heimweh, kann mich an Misshandlungen nicht erinnern, weiß nur, dass fast alle Kinder im Schlafsaal abends (leise, weil laut war verboten) schluchzten. So viel Traurigkeit um mich rum und keiner, der tröstete. Das war für mich total verwirrend – ich erstarrte einfach; konnte weder essen noch trinken und kümmerte vor mich hin.… Weiterlesen »

Martina
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Martina

Ich war Ende der 1960er Jahre auch in so einem Heim (Rauenstein im Erzgebirge) 2 Fotos von unserer Gruppe auf der Schloss-Treppe, besitze ich noch. Es war der blanke Horror! Ich habe nachts vor Angst eingenässt. Diese Erinnerung werde ich nie mehr los. Eine Betreuerin stand neben meinem Bett, ich versuchte krampfhaft meine Augen geschlossen zu lassen, weil wir zum Einschlafen gezwungen wurden. Sie leuchtete mich mit der Taschenlampe an und sagt in einem äußerst agressiven Ton zu mir:” wenn du nicht sofort schläfst dann bring ich dich nach draußen in den Wald, binde dich an einen Baum und da… Weiterlesen »

Anja
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Anja

Ich war in Bad Sassendorf, sollte zunehmen und mich Erholen. Aber es war genau das Gegenteil, kam dünner und eingeschüchtert wieder. Es war sehr grausam. Langes Schweigen und Stille Sitzen, kein Toilettengang nach 19 Uhr, alles Essen und so lange Sitzen bleiben bis alles aufgegessen war usw.

Laura - Lore Diehm
Gast
Laura - Lore Diehm

Hallo Hans,
mich würde interessieren, wie alt Du damals warst, als Du in Oberstdorf im Heim warst. Vielleicht kannst Du Dich noch eher an diese “Tanten” erinnern?
Ich war allerdings im Frühjahr – oder Sommer? – so ganz genau erinnere ich mich nicht mehr, dort.
Und, warst Du auch aus dem Raum Stuttgart?
Grüße

Lutz
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Lutz

Ich war 1962 im Schwarzwald zur Verschickung, den Ort weiß ich leider nicht mehr, wurde aber von der Barmer betrieben. Ich war zu meinem Geburtstag dort für 6 Wochen….Herbst / Winter. Die Gegend fand ich toll, nur das Heim nicht. Alle hatten Heimweh und es liefen überall die Tränen, denn keiner in der Gruppe verstand, warum er hier war. Im Ort …ein kleines Dorf…wurde noch auf dem sandigen Dorfplatz geschlachtet, haben wir Kinder mitbekommen. Ich habe dort Mumps bekommen und kam auf die Krankenstation. Da ich schlecht schlucken konnte beim Essen, gab es öfter mal eine Ohrfeige von den Erzieherinnen…Nach… Weiterlesen »

Hans
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Hans

Hallo Laura-Lore Diehm,
ich war (musste) auch 1957 in Oberstdorf “Sonnenhang” im Winter.

Gruß

Ina Janßen
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Ina Janßen

Ich verbrachte 6 Wochen in Mittenwald als 5-jähriges Mädchen, weil ich zu “leicht ” war und vom Arzt für ein Jahr für die Einschulung zurückgestellt wurde. Das war im Jahr 1975 oder 1976. Es war eine schlimme Zeit voller Heimweh, Ungerechtigkeit, Willkür und unbeantworteter Fragen. Das Heim hieß Haus am Schmalsee und wurde von Nonnen geleitet. Dort gab es keine Wärme oder Trost, sondern Bestrafungen und Einschüchterungen, Essenszwang und unverständlichen Regeln. Zweimal habe ich versucht in meiner großen Not, von dort wegzulaufen.. vergeblich,,, anschließend waren die Strafen wie zum Beispiel Stubenarrest. und Einsperren im Holzschober umso härter,,,es gab keinen Kontakt… Weiterlesen »

Conny T.
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Conny T.

Hallo Laura, ich war mit meiner kleinen Schwester 1970 oder 1971 in Oberstdorf, es war grausam…😓

Margrit Davoodi
Gast
Margrit Davoodi

Ich war im Frühjahr 1954, noch vor meiner Einschulung, 6 Wochen in einem katholischen Kinderheim in Bad Soden im Taunus. Den Namen des Heims weiß ich nicht mehr. Es wurde von katholischen Nonnen geleitet, die alle eine schwarzweiße Tracht trugen. Ich sollte zunehmen und musste täglich „Buttermilch“ trinken, warme Milch mit einem Esslöffel Butter. Vor diesem Getränk musste ich so lange am Tisch sitzen bleiben, bis ich es runtergewürgt hatte, und oft genug war mein Erbrochenes auch dabei. Nachts habe ich mich einmal zur Toilette geschlichen, weil der Eimer im Schlafsaal übergelaufen war. Eine (damals für mich riesige) Nonne hat… Weiterlesen »

Laura-Lore Diehm
Gast
Laura-Lore Diehm

Hallo Conny und Susanne,

wann wart Ihr in Oberstdorf? Ich musste 1957 dort hin 🙁

Laura-Lore Diehm
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Laura-Lore Diehm

Von allen vier Kinderverschickungen, die mich zu einer besseren Esserin machen sollten, war meine erste die Schlimmste: Ich wurde im Alter von vier Jahren gemeinsam mit meiner um acht Jahre älteren Schwester für einen sechswöchigen Heimaufenthalt geschickt. Das Heim befand sich in Oberstdorf genannt „Sommerhang“ ( Wir wohnten damals in Stuttgart- Untertürkheim ) Meine Eltern sind – so erzählten sie im Nachhinein – davon ausgegangen, dass ich gemeinsam mit meiner Schwester dort untergebracht sei. Dem war jedoch nicht so. Es gab dort zwei Kurheime. D.h., meine Schwester traf ich nie. Ich habe eine traumatische Erinnerung an diesen Heimaufenthalt. Es geschah… Weiterlesen »

Christel
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Christel

Im Alter von 6 Jahren, ich war in der 1. Klasse, wurde bei einer schulärztlichen Untersuchung festgestellt, dass ich an Tuberkulose erkrankt war. (im Jahr 1961) Das hatte zur Folge, dass ich in die Kinderheilstätte Stieg geschickt wurde. Das war im Kreis Waldshut im südlichen Schwarzwald und es handelte sich um eine spezielle Einrichtung für Kinder mit TBC. Ich war 4 Monate dort. In den ersten 6 Wochen durfte man keinerlei Besuch von Eltern oder Bekannten bekommen. Angeblich, damit man kein Heimweh entwickeln sollte. Was natürlich nicht stimmte, alle hatten Heimweh! Es gab Esszwang, wir wurden gemästet. Alles musste aufgegessen… Weiterlesen »

Wolfgang Wipfler
Gast
Wolfgang Wipfler

Bin Jahrgang 1965, wurde im November 1969 als Vierjähriger für 6 Wochen ins Kinderheim “Haus Quickborn” nach Westerland/Sylt verschickt. Grund: Der Kinderarzt in meiner Heimatstadt Baden-Baden, ein älterer Herr, diagnostizierte bei mir “Untergewicht”. Nach heutigen Maßstäben war ich ein vollkommenen normalgewichtiger Junge, doch aus seiner Sicht galt: Nur ein dickes Kind ist ein gesundes Kind. Also Verschickung an die See, zur “Appetitsteigerung”. Meine Eltern brachten mich zu spätabends zum Karlsruher Hauptbahnhof, es folgte eine eine Zugfahrt über Nacht im Liegewagen nach Westerland. Ich kannte weder den Betreuer noch eines der mitreisenden Kinder der Gruppe (ca. 10-20 Kinder, vermutlich alle aus… Weiterlesen »

Gregor
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Gregor

Ich kam im Herbst 1989 in die Kurklinik Santa Maria im Oberjoch Hinderlang. Die Einrichtung hatte schon damals den Beinamen Santa Knasta. Ich erlebte dort selbst sexuellen Missbrauch durch einen Nachtpfleger. Vorher wurden zum Abend Tabletten verteilt. Was das war wurde nicht gesagt, jedoch müssten alle im Zimmer die Tabletten schlucken. Wer war zu dieser Zeit auch dort? Weite Erinnerung die ich habe sind folgende: An zwei Filme die abends im Fernseheraum geschaut wurden kann ich mich erinnern. Das war Spacey Balls und das Wunder in der achten Straße. Bei einer Gruppe älterer Jugendlicher wurde der Film das Leben des… Weiterlesen »

Susanne
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Susanne

@Maren W und @Conny T.
Ich habe das Haus ziemlich sicher gefunden, auf Google Streetview. Es steht tatsächlich noch, und ich mache
dann auf jeden Fall Fotos davon. Es liegt im Ortsteil Jauchen. Conny es hieß nicht Sonnenschein, sondern Sonnenhang. Das macht es aber auch nicht besser. Wann warst du da?

Conny T.
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Conny T.

An Maren W. Ich war auch im Allgäu Oberstdorf, das haus hiess Haus Sonnenschein ( welch eine Ironie) Grüße Conny T.

Ingrid E.
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Ingrid E.

Ingrid E. 1959 oder1960 Verschickt nach Bad Salzdetfurt Aufgenommen und kontrolliert v.Frl Fröhlich Das im Essen erbrochene hab ich persönlich und täglich mitansehen müssen! Den Holzlatschen von Frl Fröhlich sehr oft zu spüren bekommen, wegen Nichtigkeiten, wie zB Bettnässen, Planschen im 1× wöchentlichem Bad im viel zu heißem Wasser ( zumindest für uns Kinder) In meinem Zimmer schlief ein Mädchen, die in der Nacht oft zur Toilette musste und deshalb klingelte. Sie wurde dann auf eine Pfanne gesetzt und musste die ganze Nacht dort sitzen. Oft schlief sie darauf ein und warm war es nicht gerade. Dieses und viele furchtbaren… Weiterlesen »

Maren W
Gast
Maren W

An Susanne aus NRW (1975 in Oberstdorf):
Hallo, dort war ich 1972, habe das Haus aber vor ca. 15 Jahren nicht gefunden, da mir Name /Adresse nicht mehr in Erinnerung waren. Würde mich freuen, nach dem für Juni geplanten Besuch mehr darüber zu erfahren? Gruß aus Essen von Maren

Peter Helga
Gast
Peter Helga

Nona Tielebier,
ich war im Jahre 1950 im Helenenkinderheim in Bad Pyrmont. Bin Ende 1943 geboren und die Erinnerungen verblassen allmählich. Habe noch ein kleines Album, wahrscheinlich wurde meine Mutter zur Kasse gebeten.

Daniela Frey
Gast
Daniela Frey

Hallo, ohne zu wissen das ich heute Abend noch auf diese Seite stoßen werde, dachte ich erst heute Vormittag wieder an meinen Kuraufenthalt in Aschersleben. Seit Jahren beschäftigt mich immer wieder die Aufenthaltszeit während dieser Kur , dass dort erlebte.Es scheint, das bestimmte nicht verarbeitete und sortierte Erinnerungen ,nie verblassen… Immer wenn ich an meinen Kuraufenthalt dachte , dachte ich ; schade das es kaum etwas im Internet zu finden gibt über die damaligen Zeiten in den Heimen. Deshalb danke ich sehr , für das was hier bisher auf die Beine gestellt wurde. Ich vermute die wenigsten haben noch untereinander… Weiterlesen »

Hartmut H.
Gast
Hartmut H.

Im November / Dezember 1961 befand ich mich im Alter von 4 Jahren für 6 Wochen im „Kinderkurheim Bremen” auf Norderney. Diesen Aufenthalt habe ich als sehr traumatisch wahrgenommen und auch mein ganzes Leben mit mir „rumgeschleppt”. Vieles habe ich gefühlt verdrängt, aber kleine Details sind mir noch klar in Erinnerung. Der Abschied auf dem Bahnsteig und die Anfahrt mit der Bahn zur Küste, auf der ich gezwungen wurde, labberigen Kochschinken und Tomaten zu essen. Vor beidem habe ich mich geekelt. Tägliches für mich unwürdiges Fiebermessen in überfüllten Schlafsälen. Wir Kinder mussten mit entblößtem Hinterteil, auf dem Bauch bereit liegend… Weiterlesen »

Nona Tielebier
Gast
Nona Tielebier

Wer wurde noch in das Helenen-Kinderheim/Bad Pyrmont verschickt? Ich selbst war, als fünf-jährige, im Sommer 1976 da und mir sind schreckliche Sachen angetan worden.

Anja H.
Gast
Anja H.

Hallo. Ich habe heute einen Radiobericht im SWR gehört, zum ersten Mal davon gehört, das ich nicht alleine bin. Ich bin 1968 geboren und wurde 1976 nach einer Operation, wegen Blässe und zu wenig Gewicht ins Haus Berchtesgaden nach Marktschellenberg geschickt.Für 6 Wochen. Kontakt nur in schriftlicher Form. Unsere Briefe wurden gelesen. Wenn dort etwas negatives stand, wurden die zerrissenen und man musste neu schreiben. Pakete von zu Hause wurden an alle verteilt. Wir waren mit 5 Mädchen auf einem Zimmer. Mittagsruhe von 13 bis 15 Uhr. Wir durften nicht reden. Wer erwischt wurde, musste die restliche Zeit in Unterwäsche… Weiterlesen »

Franz Beutler
Gast
Franz Beutler

Habe diese Plattform und die “Verschickungskinder” erst heute entdeckt. War im Oktober 1955 in Bad Dürrheim im Schwarzwald in eine Kinderheilstätte wegen chronischer Bronchitis verschickt worden. Habe auch einem Kind gegenüber gesessen, das sein erbrochenes Essen aufessen musste. Post nachhause wurde zensiert. Mussten als “Mumie” verwandelt nachmittags ruhen. Kann mich nur an Einschüchterung und Zwang erinnern.

Torsten Kohlschein
Gast
Torsten Kohlschein

Ich bin, Jahrgang 1967, zwischen 1972 und 1979 dreimal zur Kur gewesen, 1972 in Ühlingen im Südschwarzwald im Kindersanatorium Dr. Schede, 1974 im Sommer in Timmendorfer Strand in einer Einrichtung, die von einer Ärztin namens Düvel geleitet wurde, 1979 in St. Peter-Ording im Kinderkurheim Dr. Drenckhahn, der aber damals wohl schon nichts mehr damit zu tun hatte. Damals hat ein Ehepaar namens Buchwald die Einrichtung geführt. Er Erzieher, was ihn nicht daran gehindert hat, auch mal ein Kind zu schlagen, sie offenbar schwedischstämmige Ärztin. Die eigenartigsten, bizarrsten Erfahrungen sind mir jedoch aus Timmendorfer Strand erinnerlich. Es sind dort durchaus auch… Weiterlesen »

Willi Schmidt
Gast
Willi Schmidt

Hallo Martina,
vielen Dank für den Hinweis. Seit kurzem habe ich mir fest vorgenommen bezüglich Karlshafen zu recherchieren, bislang war ich nicht in der Lage, diesen Ort wieder aufzusuchen.
liebe Grüße
Willi

Tanja K.
Gast
Tanja K.

Hallo! Ich wurde damals im November 1988 kurz vor der Einschulung von Nürnberg aus zur Kindererholung nach Wyk auf Föhr “Schloß am Meer” geschickt. Viele Erinnerungen habe ich dazu “leider” (oder vielleicht auch zum Glück) nicht mehr. Lediglich an das große Heimweh, der Zwang zum Essen (ich war ein ziemlich dünnes Kind), die Abgabe des Inhaltes meiner Päckchen die ich erhalten habe, sind in meiner Erinnerung vorhanden. Wir hatten Lieder wie “Kookaburry sit in the old gum tree” oder “What shall we do with a drunken Sailor” gelernt. Auch mussten wir uns in den Gemeinschaftsduschen mit rosafarbenen Gummibürsten abreiben und… Weiterlesen »

Katrin
Gast
Katrin

Hallo, ich habe vor 20 Tagen schonmal geschrieben (Katrin, verschickt nach “Lensterhof” in Lenste bei Grömitz an der Ostsee) – hier noch ein Nachtrag. Es fiel mir eben plötzlich ein, als in den neueren Beiträgen jemand schrieb, sie hätten weinend fröhliche Lieder singen müssen. Ein scheinbar unwichtiges Detail, das vielleicht doch nicht so unwichtig ist: Wir mussten “Armer schwarzer Kater” spielen (siehe z.B. Wikipedia). Ziel ist dabei kurz gesagt, so lange wie möglich nicht zu lachen, während jemand versucht, einen zum Lachen zu bringen. Ich war durch die hartnäckigsten Bemühungen nicht zum Lachen zu bewegen… und das fiel nach meiner… Weiterlesen »

Michael
Gast
Michael

Hallo,war in den späten 60ee Jahren zweimal in Niendorf Ostsee.Hab außer der großartigen Landschaft keine positiven Erinnerungen.Schokopuddingsuppe bis zum erbrechen, Demütigungen,Schläge.Ähnliche zum Teil traumatisierende Erlebnisse in Berchtesgaden Anfang der 70er.War jemand 68+69 in Niendorf bzw 70/71 in Berchtesgaden?

Doris Katzor-Uebersohn
Gast
Doris Katzor-Uebersohn

Grüßt Euch, liebe “Mitleidende”, habe mir div. Berichte – speziell meinen damaligen Aufenthalt im Schwarzwald bei Freudenstadt (Ort nicht mehr präsent), Wohnort damals Peine, betreffend – durchgelesen ….  Diese “Verschickung” trat ich widerwillig im Jan./Feb. 1964 an, sprich -> im tiefsten Winter, die 50/60er Jahrgänge wissen um diese Bedeutung. Zudem ein Winter in der Region noch viel mehr Schnee androhte, als er hier in Nord-Ost- und Westdeutschland üblich war/ist. Mein Zwangsurlaub erfolgte als ich gerade 6 Jahre alt war, kurz vor meiner Einschulung im April 64, und dauerte wie bei den meisten hier, elendige nicht enden wollende 6 Wochen. Auch… Weiterlesen »

Alex R.
Gast
Alex R.

Hallo Frau Röhl,
gibt es die Möglichkeit in diesem Forum nach Bundesland oder gar nach den Heimen selbst zu filtern, um so schneller mit Menschen in Kontakt zu kommen, die evtl. zur gleichen Zeit dort waren wie man selbst?

Alex R.
Gast
Alex R.

Hallo an alle, ich kann mich den Ausführungen fast aller nur anschließen. Es hört sich so an, als ob alle Heime einem gleichen System untergeordnet waren, fast wie Heime im 3.Reich. Zumindest empfand ich nahezu alles als ungerecht und willkürlich. Wir wurden menschenunwürdig behandelt. Ich hätte noch eine Frage in die Runde. Ich bin Jahrgang 1962 und war im Sommer 1968 für 6 Wochen in einem Heim Im Odenwald. In der Nähe von Bad Michelbach oder Michelstadt. Da mir meine Mutter darüber früher und auch heute keine Antwort geben will oder kann, meine Frage weiß jemand wie das Heim und… Weiterlesen »

Claudia Taebel
Gast
Claudia T.

Ein Hallo an alle, die schon einen Kommentar geschrieben haben oder dies vielleicht noch tuen werden. Ich habe mir ganz schön Zeit damit gelassen. Die Beschäftigung mit diesem Thema hat viel angerührt. Unglaubliche Dinge, die Verschickungskinder widerfahren sind. Von denen ich nichts geahnt hatte. An dem Tag als der REPORT MAINZ ausgestrahlt wurde, hatte ich schon zufälligerweise das erste Mal überhaupt davon im Radio gehört und konnte gar nicht glauben, was ich hörte. So viele Kinder, die von der Verschickung betroffen waren und schreckliche Erfahrungen gemacht haben. Bis zu dem Zeitpunkt habe ich immer gedacht, dass nur ich es furchtbar… Weiterlesen »

Birgit
Gast
Birgit

Ich bin Jahrgang 1963 und war wahrscheinlich, noch bevor ich in die Schule kam, 6 Wochen in einem Kloster, in Wessobrunn, bei Weilheim. Am schlimmsten, war das Heimweh!

Ulrike G.
Gast
Ulrike G.

Hallo. ich bin 1965 geboren und war mit etwa 3 oder 4 Jahren für sechs Wochen in Scheidegg zur “Kinderkur”. Als ich heute meine Mutter danach fragte, erzählte sie folgendes: Mein damaliger Kinderarzt hat mich , weil ich oft erkältet und sehr dünn war in “Kur” geschickt. Eine Frau muss mich in meiner Heimatstadt abgeholt haben und brachte mich dann nach Scheidegg. Meine Eltern durften nicht mit mir telefonieren oder mich besuchen. Laut meiner Mutter wären die Schwestern dort sehr hart zu uns gewesen. Ich wäre dort auch geschlagen worden. Eine Schwester wäre nett zu mir gewesen. Ich hätte immer… Weiterlesen »

Sell Elisabeth
Gast
Sell Elisabeth

als 5 jähriges Kind war ich auch auf –Erholung– !!! die abreise war schon ein Drama, ich hatte mich am Bahnhof an eine Stange geklammert und geschrieen, wie am spieß. da hat mir die –tante– eine ins gesicht gehauen un d hat mich in den zug reingeschmissen.daran kann ich mich noch wie heute ,fast 70 jahre später ,gut erinnern.ich war in bad Reichenhall und auch mal in bad Soden. in reichenhall musste ich den grünen Wackelpeter zweimal aufessen, einmal normal, dass aufn teller gekotzt und das ganze nochmal.und musste stundenlang im Speisesaal sitzenbleiben, bis der teller leer war.wenn ich heute… Weiterlesen »

Petra Becker
Gast
Petra Becker

Hallo, ich bin 1962er Jahrgang und etwa mit 5 Jahren in der Nähe vom Neadertal in einem Kinderkurheime gewesen. Weiß jemand wo das gewesen sein könnte?
Herzliche Grüße
Petra Becker

Angela S.
Gast
Angela S.

Liebe Karina, wahrscheinlich war ich 1967 in dem selben DRK Heim. Ich würde mich gerne mit Dir darüber austauschen. Wenn Du auch möchtest, wende Dich bitte an die Heimort Verantwortliche für Amrum. (Bea, ihre Email findest Du unter Vernetzung). Sie wird Dir meine Email weiterleiten.

Karina Kammeritsch
Gast
Karina Kammeritsch

Ich muss da mal ein wenig ausholen. Wie gesagt, 1968 kam ich nach meiner Erkrankung für 6 Wochen zur “Erholung ” nach Amrum. Es war ein Haus des DRK’s. Zeitgleich wurde der kleine Sohn der Nachbarn dorthin verschickt. Der war ca 2 1/2-3 Jahre alt. Eigentlich dachten unsere Eltern, dass wir zusammen bleiben würden. … Jedenfalls stand ich mit einigen anderen Kindern und dem Kleinen an der Hand auf dem Bahnhof , jedes Kind mit einem Pappschild um den Hals und wartete auf den Sammelzug nach Amrum. Die Betreuer hatten uns in Empfang genommen und die Eltern nach Hause geschickt.… Weiterlesen »

Barbara
Gast
Barbara

Ich war ca. 1969 und ca. 1975 in Bad Dürrheim. Ob es das gleiche Kindersolbad, wie das genannte war, weiß ich nicht, aber ich vermute es. Auch mich haben diese Aufenthalte stark geprägt.

Stefan Mahlstaedt
Gast
Stefan Mahlstaedt

Hallo, schon lange frage ich mich, ob es für mich oder auch andere hilfreich wäre, sich zu dem Thema Heimverschickung zu vernetzen. Nun habe ich kürzlich über eine Arbeitskollegin von dem Kongress auf Sylt gehört. Immer noch ein wenig skeptisch, ob ich mich wirklich mit dem Thema mehr beschäftigen möchte, so weiss ich auch, dass mich die Heimaufenthalte schon sehr geprägt haben mit einer Reichweite bis in mein heutiges Leben. Ich war von 1966 bis 1969 fünf Mal im DRK- Kindersolbad in Bad Dürrheim im Scharzwald. Kennt jemand dieses damals sehr grosse Kinderheim unter dem Chefarzt Dr. Kleinschmidt? Aus heutiger… Weiterlesen »

Bärbel M. Aus Freiburg
Gast
Bärbel M. Aus Freiburg

Ich suche Menschen die wie ich auch in Friedenweiler waren unter anderen Corinna Dietz die hier einen Kommentar gepostet hat deren Kontaktmöglichkeiten ich nicht finden kann.
Bitte melden unter baerbma@gmx.de
Es wäre für mich wichtig mich nicht mehr allein zu fühlen.

Petra Schichtel
Gast
Petra Schichtel

Wer kennt das Kinderkurheim in Waldrennach im SCHWARZWALD? Heimleiter war Herr Nolte. Ich war ca. 1977/78 zum ersten Mal 6 Wochen dort mit 4/5 Jahren. Die Kur wurde von der Knappschaft verschrieben.

Heike Husak (geb. Haab)
Gast
Heike Husak (geb. Haab)

Ich bin Jahrgang 1962 und wurde 1970 zusammen mit meiner Cousine nach Wittdün auf Amrum zur Erholung geschickt. Ich weil ich unter Neurodermitis litt und meine Mutter ins Krankenhaus musste. Wir waren 4 Kinder und ich das Jüngste. Mein Vater und sein Bruder fuhren uns nach Heidelberg zum Sonderzug und ich kann mich noch daran erinnern, dass er mich ganz fest drückte bevor ich in den Zug stieg. Meine Freude an die Nordsee zu fahren war riesengroß. Doch leider hielt die Freude nur bis zur Ankunft am Erholungsheim Nordfriesland. “Tante” Katie hat uns in Empfang genommen und die Zimmer zugewiesen… Weiterlesen »

Bärbel M
Gast
Bärbel M

Bärbel M. aus Freiburg
Durch Zufall habe ich diese Seite letzte Woche gefunden und bin seither sehr emotional bewegt.
Meine Leben hat dieser Heimaufenthalt in Friedenweiler als 6 jährige 1965 sehr negativ geprägt……bis heute!!!!!!!…..mein Wunsch war schon immer auch Betroffenen zu finden um sich sehr vorsichtig auszutauschen………….ich würde mich unendlich freuen wennn wir eine gemeinsame Sprache über unser Erleben finden ..Kontakt baerbma@gmx.de Nur Mut Gemeinsam nicht mehr Einsam!!!!!

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linnea
Gast
linnea

Ich bin 1977 in Arnsberg geboren und wurde vor meinem Schulantritt für 4 Wochen ins Kinderkurheim Norderney geschickt. Wie ich dorthin kam weiß ich leider nicht, nur dass meine Eltern mich abholten. Vorher wurde ich von der Schwester Oberin eingeschworen, den Eltern nur das Beste über den Aufenthalt zu erzählen. Leider habe ich ein excellentes Gedächtnis und ich erinnere mich an vieles. Sofort am Anfang wurde ich von einem Kind bei unserem ersten Ausflug ins Wasser geschubst. Folglich durften alle Kinder eine Woche nicht an die Nordsee. Die Stimmung war dementsprechend. Wir mussten unser Taschengeld für Süßes ausgeben, damit wir… Weiterlesen »

Anja Korte
Gast
Anja Korte

Ich bin 1972 in Hamburg geboren, muss so ca. 1978 verschickt worden sein, nach Wyk auf Föhr für 6 Wochen. Viel erinnere ich mich nicht. Ich sollte zum Zunehmen, weil ich stark untergewichtig war. Das Essen wurde mir reingezwängt, bis ich es erbrochen habe. Ich musste so lange das Erbrochene essen, bis der Teller leer war. Im Speiseraum gab es mehrere Tischgruppen. An jedem Ende saß eine Tante und sorgte für Ordnung. Ich erinnere große Schlafsäle mit kratzenden Decken (Bundeswehrdecken?) und dass ich durchweg gefrohren habe. Am Abend wurden Hände in Fäustlinge gewickelt, zum Teil am Bett fixiert. Ich weiß… Weiterlesen »

Sonja W.
Gast
Sonja W.

Nachdem ich gestern meinen Fragebogen ausgefüllt habe, schreibe ich nun hier meine Erfahrung: Ich wurde 1989 im Juni für 4 Wochen nach Waltersdorf (Sachsen bei Zittau) in das Kinderkurheim “Rübezahlbaude” geschickt. Ich war gerade 7 Jahre alt und bis zu dem Zeitpunkt ein fröhliches, aufgewecktes Mädchen (so wie es meine Tochter heute ist). Zurück kam ich als ruhiges, in sich gekehrtes und nachdenkliches Kind. Dies erzählte mir kürzlich mein Vati. Was war passiert? Meine damalige kleine Seele muss so sehr verstört worden sein, dass ich mich kaum noch an was erinnern kann. Langes sitzen beim Essen und unbedingt aufessen. Panisch… Weiterlesen »

Frank
Gast
Frank

Ich war als 10jähriger im Weberhäuschen in St. Peter-Ording. Ich habe drei Briefe nachhause geschrieben; der erste wurde mir zurückgegeben. Ich wurde aufgefordert nichts von meinem Heimweh zu schreiben, sondern nur darüber, daß alles schön ist und das Essen gut. Diese beiden Briefe (mit einem Umschlag und der Postkarte des Heims) kamen nach dem Tod meiner Mutter wieder an mich. Ich wußte nicht das sie noch existierten. Ich war Zimmerältester mit lauter Jungs zwischen 7-10 Jahren. Die größte Angst bestand vor dem Bettnässen, denn am nächsten morgen wurde kontrolliert und wer erwischt wurde kam an einen Sondertisch und bekam nur… Weiterlesen »

Angela Nörenberg
Gast
Angela Nörenberg

Kinderverschickung Schloss Ratzenried !!! Wir sind wohl im März bis in den April 1972 da gewesen für 6 Wochen. Wir, das sind meine Brüder Jörn (12), Heiko (9) (2013 verstorben) und meine Schwester Susanne (8) und ich war damals 7 Jahre alt. Meine Mutter erfuhr damals sehr kurzfristig von der Zusage für uns alle 4. Klar, wenn gleich 4 Kinder unter gebracht werden müssen. Verschickt wurden wir über die Post (die sogenannte Postverschickung). Also, ich war schon sehr dünn aber der eigentliche Grund der Verschickung war, das meine Mutter mal eine Auszeit brauchte. Bei 4 Kindern ja auch zu verstehen.… Weiterlesen »