Zeugnis ablegen

ZEUGNIS ABLEGEN – ERLEBNISBERICHTE SCHREIBEN

Auf dieser Seite schreiben Menschen ihre ERLEBNISBERICHTE, die als Kind in Verschickungsheimen schmerzhafte, angsterregende und traumatische Dinge erlebt haben. Sie schreiben sie, damit man ihnen glaubt und damit sie sich nicht mehr allein fühlen. 

Unterstützt unsere Arbeit. Unser Leid muss anerkannt werden, Kinder-Verschickung in den 50-90er Jahren muss aufgearbeitet werden! 

Es haben spontan bereits über 1600 „Verschickungskinder“ solche Erlebnisse in Verschickungsheimen geschildert. 

Wer seine Erlebnisse schildert und sie damit der Öffentlichkeit freigibt, legt Zeugnis ab und hilft mit, dass wir mit unserem Leid Glaubwürdigkeit bekommen und unsere Erlebnisse nicht mehr als Einzelfälle verharmlost werden können. 

Wenn Ihr eure Heime und Heimnamen herausbekommen wollt, helfen wir euch, geht einmal auf RECHERCHE , da gibt es wichtige Tipps. 

Welche sich an der von uns selbst bestimmten Forschung beteiligen wollen, gehen auf FRAGEBOGEN und nehmen dann Teil an der ersten empirischen Studie zu diesem Thema. (Vorher Heimnamen herausfinden!)

Großes Danke an alle, die uns damit ihr Vertrauen erweisen und hier Ihre Berichte und Erlebnisse aufschreiben! Ihr seid damit aufgenommen in die “Initiative Verschickungskinder“, die sich inzwischen schon Strukturen gegeben haben, unter VERNETZUNG haben wir inzwischen eine BUNDES- LANDES- und HEIMORTKOORDINATION, da könnt ihr auf Landkarten schauen, welche Ansprechpartner es für euch gibt und selbst Ansprech-Menschen werden. Zu einigen Heimen haben wir schon welche, zu den meisten Heimen suchen wir noch. Die HOV sammeln zunächst nur die Infos, die ihnen geschickt werden, wendet euch mit Fragen oder Dokumenten an die HEIMORTVERANTWORTLICHEN.

Verein Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickung :     IBAN:   DE70 4306 0967 1042049800    

Vereins- und Initiativ- Adresse: bei Röhl, Kiehlufer 43, 12059 Berlin

Kontakt über: info@verschickungsheime.de

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Hier liegen alle früheren Kommentare bis Juli 2019:  www.anjaroehl.de/verschickungsheime/ auch hier: http://www.anjaroehl.de/wyk-auf-fohr-–-verschickung-erinnerung-und-schmerz/

Hier kann man weitere, andere Zeugnisse über schmerzhafte Erinnerungen an Kinderkuren finden:

http://www.heimkinder-forum.de/v5/index.php/Thread/2229-Wyk-Föhr-Kinderheim-Haus-Tanneck/

https://www.gelsenkirchener-geschichten.de/forum/viewtopic.php?p=468045&sid=d4a5117b1355998841fd415e7babac00

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Gerda Schmidt
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Gerda Schmidt

Im März 1961 fuhr ich für 4 Wochen zur Kinderkur auf die Insel Langeoog, ins Flinthörn-Haus. Das Haus gehörte wohl zur Inneren Mission, einer christlichen Vereinigung. Ich war eine schlechte Esserin und sehr dünn. Die Initiative kam von unserem Dorfpastor .Es sollte um die gute Wirkung von Luftveränderung gehen. Das erinnere ich noch. Ich war damals 7 Jahre alt und Erstklässlerin. Meine Schwester verbrachte im Jahr davor als 13 Jährige dort einen Kuraufenthalt und war mit guten Erinnerungen und einigen Pfunden mehr nach Hause zurück gekommen. Im Flinthörnhaus sah ich Dinge, die mich verstörten, weil ich so etwas selbst in… Weiterlesen »

Andeas von Kügelgen
Gast
Andeas von Kügelgen

Ich würde gerne meine ERlebnisse schildern. aber wo , die Webseite ist so aufgebaut, dass ich nicht entdeckenkonnte wo ich meinen Bericht hinterlassen könnte. Schade . A.v.Kügelgen

Sieglinde Igel
Gast
Sieglinde Igel

Auch ich war ein Verschickungskind. Ich wurde 1965 zur Kur in den Harz geschickt. Der Ort hieß Rottleben und ich war damals 9 Jahre alt. Wie schon von jemandem hier geschrieben, herrschte auch zur meiner Zeit dort der Essenszwang. Es war ein furchtbares Erlebnis und davon gab es weitere schlechte Erfahrungen. Ich wurde gezwungen rote Beete zu essen. Die Erzieherin drohte mir, falls ich die nicht esse, dann werde ich damit gefüttert. Aus Angst zwang ich mich selbst diese zu essen. Jedoch habe ich alles wieder ausgebrochen und wurde dafür bestraft. Es war ein traumatische Erlebnis. Bis heute esse ich… Weiterlesen »

Regina Scholl
Gast
Regina Scholl

Im Alter von fünf Jahren wurde ich 1967 für 6 Wochen zur Kindererholung nach Altastenberg ins Sauerland zum Aufpäppeln geschickt, denn ich hatte 2 OPs hinter mir. So kam ich ins Haus “Sonnenschein”. Die Toiletten waren nur eine halbe Stunde vor und nach dem Essen geöffnet und wer sich in die Hose machte wurde geschlagen. Bettnässer hatten regelmäßig das “Vergnügen”. Ich hatte fürchterliches Heimweh. Beim Mittagsschlaf war ich still, hatte aber die Augen geöffnet und hab sehnsüchtig auf die Ansichtskarte meiner Eltern geschaut. Das hatte zur Folge, dass ich an den Haaren aus dem Bett gezogen wurde und nach Schlägen… Weiterlesen »

Susanne Winkler
Gast
Susanne Winkler

Hallo, Susanne hier – um und bei 1960 wurde ich mit ca.. 10 Jahren in das Kinderkurhaus Kölpinsee auf Usedom für 4 Wochen verschickt. Diagnose war Kopfschmerzen, Schuppenflechte und essen essen essen. Wie auch immer, Mittagsschlaf war Doktrin, Ich war das nicht gewohnt. Großer Saal mit Aufseherin und wehe dem, man hat sich gerührt. Also habe ich mich über die 11/2 Stunden damit gerettet, unter der Decke jeweils den kleinen Zeh unabhängig von allen anderen abzuspreizen. Ich war so froh, dass meine Eltern mich vorzeitig erlösten und in den Urlaub mit meinen Geschwistern in Heringsdorf nahmen. Ich kann bis heute… Weiterlesen »

Susanne Winkler
Gast
Susanne Winkler

Kindererholungsheim Kölpinsee

Martin
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Martin

Bad Wörishofen – Kneippsche Kinderheilstätte: Ich war ca. 1976/77 dort. Der absolute Horror! Alles was schon beschrieben wurde, fand auch dort statt. Folter pur … und das 24/7. Man wurde von einer Quälerei in die nächste weiter gereicht. Wir hatten alle schreckliche Angst! Es muss den Nonnen/Erziehern?/Angestellten klar gewesen sein, was sie taten. Die Kinder haben so lange geweint, bis sie gebrochen waren und nur noch innerlich geheult haben und hofften, dass es irgendwann zu Ende geht. Das Foltern und das Vertuschen hatte System! Und wir haben es strafrechtlich mit Tätern zu tun! Gut, dass die Sache an`s Licht kommt.… Weiterlesen »

Pia Freiwald
Gast
Pia Freiwald

Als Fünfjährige wurde ich 1963 nach Bondorf im Schwarzwald “verschickt”. Die Erlebnisse in diesen 6 Wochen sind heute noch ein Alptraum für mich. Niemand in diesem Heim war freundlich, es herrschte ein militärischer Umgangston. Um gute Erfolge bei Gewichtzunahme der Kinder zu erzielen, wurde man regelrecht gemästet. Musste sich ein Kind erbrechen, musste es das Erbrochene aufessen. Nach 2 Wochen fing ich an ins Bett zu machen. Daraufhin musste ich ganze Tage auf der blanken Matraze liegen oder wurde für Stunden in eine Besenkammer gesperrt. Schläge und Drangsalierungen waren an der Tagesordnung, für mich merkwürdige Kontakte von älteren Kindern und… Weiterlesen »

klaus-dieter kronier
Gast
klaus-dieter kronier

ich war 1966 in st.peter ording ich glaube das heim hies westerland und 1967 im schwarzwald im haus kohlwald wenn ich mich richtig erinnere,ich war damals 6bzw.7 alt dort wurden wir auch gezwungen ebrochenes zu essen und geschlagen.falls jemand infos zu diesen einrichtungen hat wäre es schön noch infos zu bekommen,das gleiche geschah auch awo kindergarten in wiesbaden riederbergstrasse,ich bin mit 3 jahren dort hingekommen auch dort musste ich mein erbrochenes essen wenn ich das essen nicht mochte,falls da jemand eine info hat würde ich mich freuen,liebe grüsse k-d kronier

Torsten
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Torsten

“Schloss am Meer”, Wyk auf Föhr Ich, Torsten, bin Jahrgang 1967 und wurde 1975 nach Wyk auf Föhr verschickt (das Jahr habe ich in meinem Grundschulzeugnisheft ermittelt, meine Verschickung ist dort sogar vermerkt). Allein die Bahnfahrt war schon traurig, ich kannte natürlich niemanden. Immerhin hat ein ebenfalls verschickter Junge im Zugabteil Gitarre gespielt, das blieb der einzige Lichtblick für 6 Wochen. Alle hatten diese grünen Barmer Ersatzkassen Rucksäcke. (Ich bin natürlich nicht mehr bei der Drecks Barmer!) Ich war in einem Dreierzimmer mit einem Jungen aus Gelsenkirchen und einem aus Bochum, das weiß ich noch genau. Was ich nie vergessen… Weiterlesen »

Birgit Stern
Gast
Birgit Stern

Vielleicht kennt jemand das Heim oder war da ….

Birgit Stern
Gast
Birgit Stern

Ich war 1965 in so einer “Anstalt” in Donaueschingen im Schwarzwald, ich habe diese Einrichtung auf keiner Liste gefunden. Weiss auch keinen Namen oder Strasse, ich war 7😢, aber es war Donaueschingen.

Ralf
Mitglied
Ralf

Ich erinnere mich noch genau an meine Zeit in der Kinderkur im Adolfinenheim auf Borkum 1976. Es war nach dem Tod meines Vaters das zweitschlimmste traumatisierende Erlebnis meiner Kindheit. Wie auch aus anderen Heimen berichtet wurde, mussten Kinder die das ungenießbare Essen erbrochen hatten auch hier ihr Erbrochenes wieder essen. Ich selbst habe dies zwar nicht gemusst, kann es aber aus meiner Erinnerung bestätigen. Auch dass uns das Taschengeld von den Erzieherinnen gestohlen wurde kann ich bestätigen. Ich hatte damals von den Eltern und Großeltern bestimmt um die 100 DM bekommen. Diese hatte sich meine Erzieherin Frau Wesseling schnell eingesteckt,… Weiterlesen »

Anne Debski
Mitglied
Anne Debski

Hallo und guten Tag
Ich bin Jahrgang 1965 und war 1975 im Allgäu, in Obermayselstein…. Kinderkurheim Marianne
zusammen mit meiner jüngeren Schwester, sie hatte sogar in der Kurzeit Geb und wurde 6 Jahre alt.
Das waren die schlimmsten 6 Wochen die wir je erlebt haben, am 20.12.1975 sind wir wieder nach Hause gefahren….

Ich habe noch HEUTE mit gewissen Ängsten zu kämpfen

Meine Bezeichnung für die Zeit ist… 6 Wochen Kinderknast….

Ich wünsche allen noch einen schönen Tag…..

Kennt jemand das Heim…. heute ist es ein Mutter-Kind-Haus

Juliane
Gast
Juliane

Hallo, tut mir leid, wenn ich die Seite nicht richtig nutze. Ich bin auf der Suche nach Informationen über das Kurheim in Strausberg bei Berlin. Dort war ich Anfang der 90er Jahre. Über das Landesarchiv komme ich nicht weiter und ich versuche gerade, das alles zusammen zu puzzeln.
Kann mir vielleicht jemand helfen? Danke!

Heike Kozel
Gast
Heike Kozel

Ich war drei Montate auf Norderney,1961 war ich fast vier Jahre alt. Es war die Hölle … wir wurden gedemütigt, ich musste mein Erbrochenes essen. Täglich wurde mir Blut abgenommen. Nachts wurde ich im Bett festgebunden, damit ich mich nicht kratze. Die täglichen Bäder haben mir Angst gemacht, es war eine riesige Badewanne mit einer blauen Flüssigkeit, die total gebrannt hat. Wenn ich geweint habe,wurde ich getaucht … die Tante sagte dann,jetzt hast du einen Grund zu weinen. Ich bin immer noch traumatisiert. Ich leide unter einer Angstörung. Norderney hat mich gebrochen.

Gabriele Schäfers
Gast
Gaby

Hallo, ich war im April/Mai 1969 in Bad Dürrheim im Luisenheim, weil ich angeblich zu dünn war. Ich wurde in Freiburg von meinen Eltern in den Zug gesetzt. Ein anderer Junge aus meinem Kindergarten, der auch zu dünn , war ging auch mit. Dessen Mutter brachte uns nach Bad Dürrheim. Wir schliefen alle in einem großen Raum . Und der Speisesaal war auch riesig. Es gab jeden tag Grießbrei, den wir essen mussten. Irgrndwann bekam die Windpoken und musste tagelang isoliert von allem in einem kleinen Raum liegen. Ich glaube, es war eine Wäschekammer. Ich musste Wollhandschuhe tragen und nachts… Weiterlesen »

Silke Spangus
Gast
Silke

Hallo Wolfgang
Wann warst du genau in St.Peter Ording? Weißt du noch wie das Heim hieß ?
Ich war 1974 im Wetzelhof
Silke

Ingrid Runde
Mitglied
IngridPolling

Hallo Monique Eckardt-Begall, kann es eventuell der Berghof bei Polling (Peißenberg) gewesen sein? Wenn Sie mir eine Mail an verschickung-Berghof senden, schicke ich ein Foto. Allein das Haferschleim-Problem kommt mir sehr bekannt vor! Liebe Grüsse Ingrid

Wilhelm
Gast
Wilhelm

@Wolfgang
Zitat
“In den 70er-Jahren war ich wegen meines Asthmas zwei mal für jeweils 6 Wochen in einem “Kindererholungsheim”. Zuerst auf Borkum (im Alter von 5 oder 6 Jahren) …
In welchen Heimen ich konkret war, weiß ich leider nicht.”
Zitat Ende
Können Sie vlt. den Zeitraum Ihres Borkum-Aufenthaltes genauer eingrenzen ???

Lieben Gruß
-carpe diem-

Klaus Kepper
Gast

In Oberbayern Schönau

anne Jerusalem
Mitglied
anne Jerusalem

Hallo, das Verschickungsheim war das Kindersansatorium Luisenruhe, Königsfeld im Schwarzwald Gemeinde in Baden-Würtemberg. Geboren bin ich 1961, mit 5 Jahren und mit 9 Jahren war ich jeweils 6 Wochen über das Gesundheitsamt wegen Spastischer Bronchitis dort. Schon mit 9 Jahren konnte ich mich nicht mehr daran erinnern, was ich mit 5 Jahren dort erlebt hatte. Eins wußte ich aber, ich wollte da nie wieder hin und habe tagelang vor der Abreise geweint. Als verändertes Kind bin ich mit 9 Jahren heim gekommen. Auch heute kann ich nicht mehr sagen, was in dem Heim mit mir mit 5 Jahren und 9… Weiterlesen »

Wolfgang
Gast
Wolfgang

In den 70er-Jahren war ich wegen meines Asthmas zwei mal für jeweils 6 Wochen in einem “Kindererholungsheim”. Zuerst auf Borkum (im Alter von 5 oder 6 Jahren) und dann in Sankt Peter Ording (wohl mit 7 oder 8). Leider erinnere ich mich nur noch bruchstückhaft an viele schlimme Erlebnisse. In welchen Heimen ich konkret war, weiß ich leider nicht. Schon die Zugfahrten waren furchtbar. Man wurde einfach zu wildfremden Leuten ins Abteil gesetzt, die dann gefragt wurden, ob sie ein wenig aufpassen könnten. Zu trinken gab’s nichts. Nur eine Tüte Gummibären “gegen den Durst”. Das in den Heimen Essen war… Weiterlesen »

Christiane
Gast
Christiane

Ich war 1965 kurz vor meiner Einschulung 6 Wochen in einem “Kindererholungsheim”. An den Namen des Heims oder des Ortes kann ich mich nicht mehr erinnern. In dem Heim sollte ich dicker werden. Mein Vater nahm mich zum Abschied in die Arme. Ich klammerte mich an ihn und versuchte, vor den anderen Kindern nicht zu weinen. Eine Erzieherin zeigte uns den Schlafraum. Abends gingen wir in den Speisesaal. Wir saßen auf Holzbänke, die vor langen Tischen standen. Es gab Schokoladensuppe und Brötchen, die mit einer dicken Schicht Butter bestrichen worden waren. Das gab es in den sechs Wochen jeden Abend.… Weiterlesen »

Ursula Laschewski
Mitglied
Ursula

Mit 10 Jahren, 1963, wurde ich für 6 Wochen nach Bad Sooden-Allendorf verschickt, grauenhaft, gerne hätte ich Kontakt zu jemanden, der dort auch in der Kinderverschickung war. Kann mich dem sehr anschließen, was Brigitta geschrieben hat…

Christine Krämer
Gast
Christine

Ich habe über einen Zeitungsartikel von dieser Initiative erfahren und bin sehr dankbar darüber. Eigentlich bin ich eher ein Mensch, der eigene Probleme verharmlost und sicher ist meine Erfahrung auch nicht so dramatisch wie die vieler anderer in diesem Forum. Dennoch fühle ich mich zugehörig und möchte die großen Erinnerungslücken gerne auffüllen. Ich bin im Dezember 1960 geboren und war 1966 (oder 1965) 4 Wochen wegen Mangelernährung in Bad Rappenau, wahrscheinlich im Kinderkurheim Siloah und 1969 6 Wochen in Königsfeld (Scharzwald) wegen Mangelernährung und einer Lungenerkrankung, wahrscheinlich im Kindersanatorium Schwester Frieda Klimsch Stiftung. Ich habe leider nur sehr wenige Erinnerungen,… Weiterlesen »

Uwe
Gast
Uwe

Mitte der 60er Jahre wurde ich für 6 Wochen zur Kur ins Kinderjeim Brilon verschickt. Geleitet wurde es von einer furchtbaren alten Dame, die eine strenges Regiment führte. Es war eine schreckliche Zeit. Allerdings erinnere ich mich (zum Glück?) nicht mehr an alles. Persönliche Gegenstände und Geld wurden einkassiert. Das Essen war ekelhaft. Man wurde gezwungen alles aufzuessen. Schaffte man es nicht, musste man sehr lange alleine vor dem Essen sitzen bleiben, bis man irgendwann doch alles heruntergewügt hat. Musste man während der Mittagsruhe oder in der Nacht aufs Klo wurde das überwacht. Man musste ein “Ergebnis” vorweisen. Natürlich konnte… Weiterlesen »

Andre Schnor
Mitglied
Andre Schnor

Ich wurde als vierjähriges Kind im Rahmen einer Kinderkur in das BRK Erholungsheim nach Muggendorf in die Fränkische Schweiz verschickt. Die Kur dauerte insgesamt – und das war scheinbar üblich – sechs Wochen. Und so verbrachte ich die Zeit vom 3. November 1972 bis zum 14. Dezember 1972 an der Wiesent. Das genaue Datum kann ich deshalb sagen, weil mir meine Mutter vor einigen Tagen die „Kurmappe“ übergeben hat, die lange verschollen, von ihr wiedergefunden wurde. Ich staunte nicht schlecht. In dieser Mappe wurden alle Unterlagen zu meiner Kur aufbewahrt. Sämtlicher Schriftverkehr mit der Krankenkasse, Kofferanhänger, das Schild, das ich… Weiterlesen »

Ursula Ege-Schabler
Gast
Ursula Ege-Schabler

Hallo, ich begrüße alle ganz herzlich, die die gleichen Erfahrungen gemacht haben wie ich. Ich habe diese Seite durch Zufall entdeckt und deshalb ist mir erst jetzt bewusst geworden, dass es viele andere gibt, die die gleiche Angst, Schmerzen und Ekel erfahren haben. Ich dachte bisher, nur mir sei so etwas widerfahren. Aber wenn kleine Kinder sich vor physischer und psychischer Gewalt schützen müssen, wird ihnen wohl auch die Fähigkeit der sozialen Kontaktaufnahme und des Mitleiden genommen. Um zu überleben, habe ich mich anscheinend emotional völlig zurückgezogen. Das ist heute für mich zusätzlich schmerzlich. Ich hatte seit meinem zweiten Lebensjahr… Weiterlesen »

Sylke
Gast
Sylke

Wie dankbar ich über diese Initiative bin, kann sich nur schwer jemand vorstellen, der nicht Ähnliches und/oder Vergleichbares erlebt hat. Bis noch vor vier Wochen glaubte ich, es hätte schon irgendeinen Grund gegeben, der all die Bestrafungen und Misshandlungen, die ich 1970 als Fünfjährige im Haus Köhlbrand in St. Peter Ording erfahren musste, rechtfertigten. Was stimmte denn nicht mit mir, warum wurde ich gefesselt eingesperrt?. Gedemütigt vor der ganzen Gruppe? Warum durfte ich nicht auf die Toilette, wurde nackt mit dem Schlauch abgespritzt, durfte an den Mahlzeiten nicht teilnehmen? War ich so ein schlimmes Kind? Was habe ich den getan?… Weiterlesen »

Lina-Marie
Gast
Lina-Marie

Ich war 1972 über die Ostertage in Bad Sachsa, vermutlich im Haus Warteberg für wohl sechs Wochen. Das Haus wurde vom Ärzte Ehepaar Köbrich geleitet. Ich selbst erinnere mich weder an diesen Namen noch an die der Pädagoginnen. Der Speisesaal war licht und hell, da in einer Art Logia untergebracht. Am Speisesaal befand sich linker Hand eine Teeküche, wenn ich mit dem Treppenhaus im Rücken im Saal stand. Rechter Hand befand sich der Raum für die Erzieherinnen. Die Duschen, großer dunkler Raum, befanden sich im Keller. Wir Mädchen waren in der obersten Etage unter bzw. fast unter dem Dach einquartiert… Weiterlesen »

Gerhard Borsdorf
Mitglied
Gerhard Borsdorf

Gerhard Ich bin ca.1962 als 8jähriger nach Donaueschingen “verschickt” worden, wohl weil unsere Familie aus der DDR geflüchtet war und mein Vater ein noch geringes Einkommen hatte und daher diese Möglichkeit für sein Kind geboten bekam. Dass wir in dem Heim in einem großen Baderaum als Gruppe (nur Jungs) nackt duschen mussten, war mir unangenehm. Dass dann eine der “Tanten”, eine relativ junge Frau, einen Fotoapparat dazu mitnahm, fand ich gemein. Wir haben versucht, uns möglichst weit von ihr zu „verstecken“ (so weit das möglich war). Die verordneten Schlammbäder haben mir keinen Spaß gemacht. Vor dem Wiegen wurden wir animiert,… Weiterlesen »

Britta
Gast
Britta

Ich war im Jahr 1979 in Mittelberg im Allgäu in einem Kinderheim. 5 Jahre war ich alt. Über 600 km weit weg von meiner Heimat in Bielefeld, zum ersten Mal weg von meinen Eltern und meinen zwei Schwestern. Und das für 6 Wochen. Ich hatte wohl keine gute Muskulatur und ich aß furchtbar schlecht, und der Kinderarzt, dem die Eltern damals noch hörig waren, hatte mir Luftveränderung verordnet. Meine Mutter glaubte tatsächlich daran, dass es gut für mich sei, oder erzählt sie mir das jetzt nur? Es war grausam. Viele meiner Erinnerungen sind verschüttet, einige Bilder sind glasklar und haben… Weiterlesen »

Franzi
Gast
Franzi

Ich war 1995 als Fünfjährige auf Langeoog zur Kur, zusammen mit meinem zwei Jahre älteren Bruder. Er bekam als „Aufbaukost“ Müsliriegel. Wir durften uns die ganzen Wochen nicht sehen, aber ich erinnere mich noch, wie wir uns heimlich manchmal getroffen haben. Telefonieren durften wir nur einmal pro Woche. Einmal war wegen eines Sturms der Anruf meiner Eltern weg – wieder eine Woche warten, schrecklich! Es gab eine sehr strenge, eine strenge und eine nette Erzieherin. Letztere brach sich aber ein Bein, dann mussten wir eben mit den anderen klarkommen. Viel weiß ich nicht mehr von damals, es sind eher Erinnerungsfetzen… Weiterlesen »

Birgitta
Gast
Birgitta

Zwei Postkarten habe ich jetzt noch gefunden. Alle Post musste ich unter Aufsicht schreiben, immer wieder: “Dass es mir gut geht!” Ich kann mich nun wieder erinnern, dass schon die Zugfahrt dorthin ein schreckliches Erlebnis für mich war. Viele der Kinder schliefen auf der sehr langen Zugfahrt, doch ich konnte nicht schlafen, war aufgedreht und ich hatte Bewegungsdrang. Das mochten die Betreuer gar nicht. Wahrscheinlich war ich da schon “unten durch”. Dann kann ich mich daran erinnern, dass Sachen, die mir meine Mutter mitgegeben hatte, bei der Ankunft nicht mehr da waren. Ich war in einem Schlafsaal mit 8-10 Kindern.… Weiterlesen »

Corina
Gast
Corina

Ich war zw. 1968 und 1970 6 Wochen zur Kinderkur auf Sylt und zw. 3 und 5 Jahre alt. Genaues weiß ich nicht. Ich erinnere mich nur an einen großen Schlafsaal und eisige Waschräume. Ich bekam Mumps und hatte einmal Verstopfung und muß gefühlte Stunden alleine auf dem Klo gesessen haben, ohne dass jemand nach mir suchte ! Ich habe geglaubt meine Eltern nie wieder zu sehen weil 6 Wochen unendlich für ein so kleines Kind sind.Am Hamburger Hbf holten sie mich dann doch wieder nach 6 Wochen ab. Den Schrei, den ich beim Anblick meiner Eltern abgab, höre ich… Weiterlesen »

Birgitta
Gast
Birgitta

Ich bin am 9.8.1971 als Neunjährige von Dortmund mit dem Zug zum Kinder-Erholungsheim “Schmiedhof” in Kreuth am Tegernsee gefahren. Die Kur war von der Barmer-Ersatzkasse. Erst jetzt bin ich auf die Erfahrungs- und Erlebnisberichte von Kindern in Verschickungsheimen gestoßen und es kommen nur wenige Erinnerungen. Allerdings vermute ich jetzt, dass dieser Aufenthalt großen Einfluss auf mein Leben hatte/hat. Mich würde interessieren, ob es jemanden gibt, der auch in diesem Heim war und welche Erfahrungen oder Erlebnisse er hatte, um an eigene Erinnerungen zu kommen.

CONNX T.
Gast
CONNX T.

Hallo Marion, Hallo Joachim, ich war auch in obersdorf mit meiner kleinen Schwester, 1969 +/- 1 Jahr, es gab dort eine heimleiterin sie war klein und ich glaube dunkelhaarig, immer wenn sie tagsüber besonders schlimm war diese Frau holte sie Abends ihre Gitarre heraus uns spielte im Schlaf ganz für die Kinder….oh Ton: Li La Lu nur der Mann im Mond schaut zu….schrecklich ich vergesse das nie!!!!! Ach Jakobi oder so ähnlich hiess die…liebe Grüsse Conny

Susanne
Gast
Susanne

Hallo Marion,
wann warst du in Oberstdorf? Es war die Hölle dort, das habe ich hier ja schon ausführlich beschrieben.
Ich weiß sogar noch den Vornamen der Heimleitung, aber bekomme leider keine Antworten von Landeskoordinatoren, kann aber auch an der aktuellen Krise liegen. Es muss doch herauszufinden sein, welche
Mitarbeiter es dort zu den genannten Zeiten gab.
@Joachim
ich dachte auch immer, ich wäre die einzige. Aber wir sind so viele. Alles gute euch allen auch in dieser Krise, bleibt bitte alle gesund!

Maria Krisinger
Mitglied
Maria Krisinger

„Gefängnis am Meer“ So nannten wir es damals, das „Schloss am Meer“. Die Kinderkur der Barmer Ersatzkasse auf Föhr. Es hatte sogar Gitter an den Fenstern. Ich war neun. Daher müsste es 1991 oder ’92 gewesen sein. Ich hatte chronische Bronchitis, ausgelöst durch Holzschutzmittel in unserem damaligen Haus. Außerdem hatte ich Untergewicht. Und so sollte ich sechs Wochen in eine Kur. Erst einmal freute ich mich, denn wir waren schon die beiden Jahre zuvor auf Föhr im Urlaub gewesen. Auf einem netten Bauernhof. Ich sollte dorthin wegen der guten Meeresluft. Aber erinnern an Ausflüge draußen, geschweige denn am Meer, kann… Weiterlesen »

Christian Katz
Gast
Christian Katz

Hallo zusammen, ich bin ganz neu hier und habe durch einen Artikel in der örtliche Zeitung wieder Interesse bekommen, über meinen Kuraufenthalt auf Wyk auf Föhr nachzudenken. Leider habe ich gar keine Erinnerung an die Zeit, da ich erst knapp zwei Jahre gewesen sein muss, als ich zur Erholung und Kräftigung nachdem ich nur knapp eine doppelseitige Lungenentzündung überlebt hatte. Das muss so um 1953 gewesen sein. Ich bin in Lübeck geboren. Aus Erzählungen meiner Mutter, die schon lange verstorben ist, kann ich mich an den Namen “Tante Elisabeth” erinnern, weil meine Mutter erzählt hat, dass es dort eine Schwester,… Weiterlesen »

Thomas Schmitt
Gast
Thomas Schmitt

Meine Verschickung 1964 (aufgeschrieben im März 2020) *Erholung* Im Herbst 1964 wurde ich als Achtjähriger für sechs Wochen in ein Heim gegeben, wie man damals sagte “zur Erholung”, mit dem Ziel der Gewichtszunahme. Meine zwei Jahre jüngere Schwester begleitete mich mit unzähligen anderen, fremden Kindern. *Die Fahrt* Die lange Bahnreise führte uns erstmals im Leben ins Ausland, von Rheinhessen ins Tessin. Bei einem längeren Zwischenhalt in Basel besuchten wir den Basler Zoo, der einzige Lichtblick der gesamten Verschickung. *Das Heim* Das Haus lag auf einem Hügel außerhalb der Ortschaft Agra im Tessin, mit einer herrlichen Sicht bis zum Luganer See.… Weiterlesen »

Katrin Sander
Gast
Katrin Sander

Ich war 1969 als 5 jährige im Bodelschwingh Haus auf Langeoog und vorher war ich ein fünfjähriges aufgewecktes Kind mit Neurodermitis. Als ich zurückkam habe ich meine Eltern nicht mehr erkannt. Sie haben mich nicht aus Langeoog abgeholt, obwohl ich es ganz oft zu den Schwestern dort gesagt habe. Sie sollten es auf die Postkarten schreiben. Doch meine Eltern kamen nicht, da sie natürlich keine solcher Postkarten bekamen. Danach war ich abgemagert und wieder Bettnässer. Meine Eltern waren erschüttert und nachdem sie einen Brief an das Heim geschrieben haben, kam von der Oberin ein Brief zurück, dass ich wohl geistig… Weiterlesen »

Brigitte Tritschler
Gast
Brigitte Tritschler

Auch ich war 5jähr. 1968 für einige Wochen in einem Heim in Schulenberg im Harz. Bisher habe ich die Ereignisse wohl verdrängt, nachdem ich aber die Dokumentation von Report Mainz gesehen habe, kommt so einiges wieder zum Vorschein. Zusammen mit meinem jüngeren Bruder wurden wir von der Kinderärztin dahin geschickt. Am schlimmsten ist wirklich diese Erinnerung an die Kirschsuppe, ich fand sie eklig, habe sie auch erbrochen und musste das dann aufessen. Als ich nicht wollte, hat eine der Tanten mich auf den Schoss genommen und mir alles reingestopft. Ich war ganz alleine mit ihr in diesem Saal bis alles… Weiterlesen »

Birgit Skog
Gast
Birgit Skog

Hej, ich war ungefæhr 1975 als 10 jæhrige in einem kurheim auf Borkum. Meine Erinnerungen daran sind nicht die besten. Denke an dicken hafersuppe, einen grossen speissesal, mussten um 5 uhr ins Bett, rote jogginganzuege, lieder fuer die leiterin singen und vieles mehr. Ich wohne jetzt schon 30 jahre i Dænemark aber diese wagen Erinnerungen haben mich nie verlassen.

Veronika
Gast
Veronika

Hallo zusammen, ich habe diese Info durch einen Bericht in unserer Tageszeitung (LKZ) gefunden. Ich war vom 20.9. – 30.10.1963 im Kinderheim Berghof´ in Polling / Obb. Bin 1955 geboren und damals wohnten wir in Essen/NRW. An das Kinderheim kann ich mich nur erinnern, daß wir Holunder essen mußten, den ich nicht mochte. Außerdem mußten wir uns abends immer in eine Reihe stellen, um auf die Toilette zu gehen. Erst wenn die Schüssel voll war, durfte abgezogen werden. Das hat - glaube ich - bis heute Nachwirkungen, da ich immer noch drauf fixiert bin, eine Toilette in der Nähe zu… Weiterlesen »

Beate
Gast
Beate

Hallo, ich war 1970 als 7-jährige für 6 Wochen im DRK-Kindersolbad Bad Dürrheim. Ich erinnere mich an lieblose, empathiefreie Betreuung, strenges Regime mit Ohrfeigen, Drohungen, Schlafentzug und Unterschlagung von Post und Geburtstagsgeschenken von meiner Familie (ich habe dort meinen 8. sehr freudlosen Geburtstag verbringen müssen)

Bislang gibt es auf dieser Seite nur Erfahrungen vom Luisenheim. Vielleicht war ja auch jemand in der DRK-Kinderheilstätte, die oder der mehr erzählen kann?

Silke Spangus
Gast
Silke

Halle Michael
Ich war 1979 in St.Peter Ording im Wetzelhof des Ehepaars Spielmann. Es gibt ein Buch „ Aus der Ortsgeschichte“ Sankt Peter Ording Heft 19. Da sind die Kinder Kurheime abgebildet.

Silke Spangus
Gast
Silke

Hallo Ich war 1979 in St.Peter Ording mit 4 Jahren, mein Bruder mit 6 Jahren war auch dabei. Meine Erinnerungen daran sind sehr schwach, meine Seele weiß aber das da was war. In meinem Heilungsprozeß 2010 aufgrund von Sex.Mißbrauch kam das immer mehr zu Tage. Ich kann mich erinnern das meine Mutter später erzählt hat sie hätte anrufe wegen meines unmöglichen Verhaltens bekommen. Ich hätte doch tatsächlich meinen Kot an die Wand geschmiert… wahrscheinlich aus Langeweile… ha ha. Diese Ignoranz ist mir bei der Aufarbeitung öfters begegnet. Ja ich war halt ein schlimmes Kind und eben unmöglich weil ich mich… Weiterlesen »

Michael Thierbach
Gast
Michael Thierbach

Hallo zusammen! Ich wurde heute durch einen Bericht im “Schwarzwälder Boten” auf dieses Forum aufmerksam und seither habe ich feuchte Augen. Auch ich war ca. 1964 so ein Verschickungskind wegen ständiger Brochitis. Ich habe wirkliche Grausamkeiten erlebt. Ich war in einem DRK-Heim in Wittdün auf der Insel Amrum. Meine Frage: Gibt es jemanden, der dort auch war? Vor ca. 15 Jahren habe ich an das DRK und die Kriminalpolizei dort geschrieben, ob weitere Fälle bekannt sind, leider ohne Ergebnis. Anlässlich einer kardiologischen Reha im vergangenen September wurde mir dringend empfohlen, die Erlebnisse aufzuarbeiten, da das auch mein Herz beeinträchtigt. Die… Weiterlesen »