Zeugnis ablegen

ZEUGNIS ABLEGEN – ERLEBNISBERICHTE SCHREIBEN

Auf dieser Seite schreiben Menschen ihre ERLEBNISBERICHTE, die als Kind in Verschickungsheimen schmerzhafte, angsterregende und traumatische Dinge erlebt haben. Sie schreiben sie, damit man ihnen glaubt und damit sie sich nicht mehr allein fühlen. 

Wir freuen uns über jede Spende! Unterstützt unsere Arbeit. Unser Leid muss anerkannt werden, Kinder-Verschickung in den 50-90er Jahren muss aufgearbeitet werden! Förderverein: Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickung (i.Gr.):  IBAN:   DE70 4306 0967 1042049800  

Es haben spontan bereits über 1600 „Verschickungskinder“ solche Erlebnisse in Verschickungsheimen geschildert. 

Wer seine Erlebnisse schildert und sie damit der Öffentlichkeit freigibt, legt Zeugnis ab und hilft mit, dass wir mit unserem Leid Glaubwürdigkeit bekommen und unsere Erlebnisse nicht mehr als Einzelfälle verharmlost werden können. 

Wenn Ihr eure Heime und Heimnamen herausbekommen wollt, helfen wir euch, geht einmal auf RECHERCHE , da gibt es wichtige Tipps. 

Welche sich an der von uns selbst bestimmten Forschung beteiligen wollen, gehen auf FRAGEBOGEN und nehmen dann Teil an der ersten empirischen Studie zu diesem Thema. (Vorher Heimnamen herausfinden!)

Großes Danke an alle, die uns damit ihr Vertrauen erweisen und hier Ihre Berichte und Erlebnisse aufschreiben! Ihr seid damit aufgenommen in die “Initiative Verschickungskinder“, die sich inzwischen schon Strukturen gegeben haben, unter VERNETZUNG haben wir inzwischen eine BUNDES- LANDES- und HEIMORTKOORDINATION, da könnt ihr auf Landkarten schauen, welche Ansprechpartner es für euch gibt und selbst Ansprech-Menschen werden. Zu einigen Heimen haben wir schon welche, Zu den meisten Heimen suchen wir noch. Die HOV sammeln zunächst nur die Infos, die ihnen geschickt werden, wendet euch mit Fragen oder Dokumenten an die HEIMORTVERANTWORTLICHEN

Bitte beachten:

Da unsere Seite: ZEUGNIS ABLEGEN eine Belegsammlung ist und bleiben soll, viele aber das starke Bedürfnis nach Kommunikation haben, und das zunehmend auf ZEUGNIS ABLEGEN durch Fragen und Antworten und Statements befriedigen, wird jetzt hier von uns in Kürze ein Kommunikationsforum eingerichtet, über die man diesem Bedürfnis besser gerecht werden kann.

Wir haben bereits einen Förderverein gegründet: Verein Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickung ( i.Gr.) Gemeinnützigkeit ist angestrebt.  Dieser hat jetzt bei der GLS-Bank ein Spendenkonto eingerichtet, darauf können ab sofort Spenden angenommen und, zweckgebunden auch Geld für Landesgruppen  angenommen werden.

Förder-Verein Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickung :   IBAN:   DE70 4306 0967 1042049800    

Vereins- und Initiativ- Adresse: bei Röhl, Kiehlufer 43, 12059 Berlin

Kontakt über: info@verschickungsheime.de

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Hier liegen alle früheren Kommentare bis Juli 2019:  www.anjaroehl.de/verschickungsheime/ auch hier: http://www.anjaroehl.de/wyk-auf-fohr-–-verschickung-erinnerung-und-schmerz/

Hier kann man weitere, andere Zeugnisse über schmerzhafte Erinnerungen an Kinderkuren finden:

http://www.heimkinder-forum.de/v5/index.php/Thread/2229-Wyk-Föhr-Kinderheim-Haus-Tanneck/

https://www.gelsenkirchener-geschichten.de/forum/viewtopic.php?p=468045&sid=d4a5117b1355998841fd415e7babac00

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Brigitte Tritschler
Gast
Brigitte Tritschler

Auch ich war 5jähr. 1968 für einige Wochen in einem Heim in Schulenberg im Harz. Bisher habe ich die Ereignisse wohl verdrängt, nachdem ich aber die Dokumentation von Report Mainz gesehen habe, kommt so einiges wieder zum Vorschein. Zusammen mit meinem jüngeren Bruder wurden wir von der Kinderärztin dahin geschickt. Am schlimmsten ist wirklich diese Erinnerung an die Kirschsuppe, ich fand sie eklig, habe sie auch erbrochen und musste das dann aufessen. Als ich nicht wollte, hat eine der Tanten mich auf den Schoss genommen und mir alles reingestopft. Ich war ganz alleine mit ihr in diesem Saal bis alles… Weiterlesen »

Birgit Skog
Gast
Birgit Skog

Hej, ich war ungefæhr 1975 als 10 jæhrige in einem kurheim auf Borkum. Meine Erinnerungen daran sind nicht die besten. Denke an dicken hafersuppe, einen grossen speissesal, mussten um 5 uhr ins Bett, rote jogginganzuege, lieder fuer die leiterin singen und vieles mehr. Ich wohne jetzt schon 30 jahre i Dænemark aber diese wagen Erinnerungen haben mich nie verlassen.

Veronika
Gast
Veronika

Hallo zusammen, ich habe diese Info durch einen Bericht in unserer Tageszeitung (LKZ) gefunden. Ich war vom 20.9. – 30.10.1963 im Kinderheim Berghof´ in Polling / Obb. Bin 1955 geboren und damals wohnten wir in Essen/NRW. An das Kinderheim kann ich mich nur erinnern, daß wir Holunder essen mußten, den ich nicht mochte. Außerdem mußten wir uns abends immer in eine Reihe stellen, um auf die Toilette zu gehen. Erst wenn die Schüssel voll war, durfte abgezogen werden. Das hat - glaube ich - bis heute Nachwirkungen, da ich immer noch drauf fixiert bin, eine Toilette in der Nähe zu… Weiterlesen »

Beate
Gast
Beate

Hallo, ich war 1970 als 7-jährige für 6 Wochen im DRK-Kindersolbad Bad Dürrheim. Ich erinnere mich an lieblose, empathiefreie Betreuung, strenges Regime mit Ohrfeigen, Drohungen, Schlafentzug und Unterschlagung von Post und Geburtstagsgeschenken von meiner Familie (ich habe dort meinen 8. sehr freudlosen Geburtstag verbringen müssen)

Bislang gibt es auf dieser Seite nur Erfahrungen vom Luisenheim. Vielleicht war ja auch jemand in der DRK-Kinderheilstätte, die oder der mehr erzählen kann?

Silke
Gast
Silke

Halle Michael
Ich war 1979 in St.Peter Ording im Wetzelhof des Ehepaars Spielmann. Es gibt ein Buch „ Aus der Ortsgeschichte“ Sankt Peter Ording Heft 19. Da sind die Kinder Kurheime abgebildet.

Silke
Gast
Silke

Hallo Ich war 1979 in St.Peter Ording mit 4 Jahren, mein Bruder mit 6 Jahren war auch dabei. Meine Erinnerungen daran sind sehr schwach, meine Seele weiß aber das da was war. In meinem Heilungsprozeß 2010 aufgrund von Sex.Mißbrauch kam das immer mehr zu Tage. Ich kann mich erinnern das meine Mutter später erzählt hat sie hätte anrufe wegen meines unmöglichen Verhaltens bekommen. Ich hätte doch tatsächlich meinen Kot an die Wand geschmiert… wahrscheinlich aus Langeweile… ha ha. Diese Ignoranz ist mir bei der Aufarbeitung öfters begegnet. Ja ich war halt ein schlimmes Kind und eben unmöglich weil ich mich… Weiterlesen »

Michael Thierbach
Gast
Michael Thierbach

Hallo zusammen! Ich wurde heute durch einen Bericht im “Schwarzwälder Boten” auf dieses Forum aufmerksam und seither habe ich feuchte Augen. Auch ich war ca. 1964 so ein Verschickungskind wegen ständiger Brochitis. Ich habe wirkliche Grausamkeiten erlebt. Ich war in einem DRK-Heim in Wittdün auf der Insel Amrum. Meine Frage: Gibt es jemanden, der dort auch war? Vor ca. 15 Jahren habe ich an das DRK und die Kriminalpolizei dort geschrieben, ob weitere Fälle bekannt sind, leider ohne Ergebnis. Anlässlich einer kardiologischen Reha im vergangenen September wurde mir dringend empfohlen, die Erlebnisse aufzuarbeiten, da das auch mein Herz beeinträchtigt. Die… Weiterlesen »

Monika Held
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Monika Held

Hallo, ich war schon in den fünfziger Jahren in Wijk auf Föhr. Ich erinnere mich an die ekelhafte Brotsuppe, die es zum Frühstück gab. Ich nahm ein paar Löffel und erbrach die Pampe sofort zurück auf den Teller. Sie wollten mich zwingen, das erbrochene aufzuessen. Als ich mich weigerte, musste ich einen ganzen Tag alleine vor dieser säuerlich stinkenden Suppe sitzen. Ich weiß, dass ich damals dachte: Und wenn ich hier sterbe – den Teller rühre ich nicht an. Ich erinnere mich auch an einen Nachmittag, an dem getestet wurde, wer von uns schön singen kann. Nach einer Strophe “Hänschen… Weiterlesen »

Monique Eckardt-Begall
Gast
Monique Eckardt-Begall

Hallo, ich wurde 1958, mit 6 Jahren, vom Gesundheitsamt Wiesbaden (wie ich vermute), wegen Untergewichts für 6 Wochen in ein Kinderheim nach Bayern (wo genau, weiß ich nicht mehr) verschickt. Viele Erinnerungen an diese schreckliche Zeit habe ich verdrängt, was ich noch erinnere: es gab 3x täglich Haferschleim, und weil ich den noch nie gemocht habe, hatte ich mich während des Essens meistens übergeben. Danach wurde ich an den Tisch gesetzt und musste den Haferschleim weiteressen. Das ging so über Wochen. Die Post wurde zensiert bzw. Briefe an die Eltern wurden erst gar nicht abgeschickt, Telefonate nach Hause verboten. Weil… Weiterlesen »

Michael Preuß
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Michael

Hallo ich war in St.Peter-Ording 1966 und 1967 in Wyk auf Föhr. Leider kennen ich die Namen der Heime nicht mehr ; ich war damals 6 bzw. 7 Jahre alt. St.Peter war besonders furchtbar, Wyk 1967 wenig besser. Leider weiß ich nicht wer damals die Verschickung angeordnet hat , vermutlich der Berliner Kinderarzt zu dem ich damals ging….Würde mich gern mit Leuten austauschen die auch in diesen Jahren in den genannten Heimen waren…. und ich bin froh dass ich zufällig auf dieses Forum und die “Verschickung” gestoßen bin… Vieles habe ich verdrängt, durch die Schilderungen bekomme ich wieder einen “Draht”… Weiterlesen »

Heidi
Gast
Heidi

Ich wurde 1975 im Alter von 6 Jahren nach Sylt zu einer Kinderkur geschickt, weil ich Asthma hatte. Es war das Kinderkurheim „Haus Nordmark“, Westerland. An den Aufenthalt selbst habe ich kaum bildhafte, sondern eher emotionale Erinnerungen. Es war sehr schlimm für mich dort, weil ich großes Heimweh hatte. Ich wurde gezwungen, mein Essen stets aufzuessen, weil die Betreuerinnen mir sonst nicht die Postkarten vorlasen, die meine Mutter mir schrieb. Das ist die einzige Szene, die ich immer noch vor mir sehe: Wie ich vor dem Teller mit Essen sitze und die Betreuerin mit der Postkarte meiner Mutter winkt. Ich… Weiterlesen »

Juergen Reinhold
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Juergen Reinhold

Hallo, ich bin Jahrgang 1959 und wurde im Alter von 5 Jahren, oder so, fuer 6 Wochen nach Spiekeroog zur “Kur” geschickt. Meine Lungen waren damals “unterentwickelt” und das Rhein/ Main Delta Klima im Raum Frankfurt/Main war nicht gut fuer mich (kannn mich noch daran erinnern wie es meinen Eltern erklaert wurde). Die “frische Luft” wuerde mir im Norden gut tun. Wenn ich das Wort Spiekeroog bis zum heutigen Tage hoere (bin nun 61) geht mir ein eiskalter Schauer ueber meinen Ruecken runter. Die Sehnsucht nach meinen Eltern und unendlichen Traenen die wir gemeinsam mit anderen Kindern dort geweint haben… Weiterlesen »

Monika Pahnke
Gast
Monika Pahnke

Ich war Mitte der 70er Jahre auf Sylt, Vogelkoje.
Ich bin von der ersten bis zur letzten Minute Schikaniert und gemobbt worden !
Durch diese Scheiße ( sorry ) lief / läuft bis heute mein Leben komplett aus dem Ruder.

Elke
Gast
Elke

Hallo, ich war 1977 als 12jährige im Kinderheim Schlichter am Schliersee und habe zum Glück keine traumatischen Erlebnisse gehabt. Es sind kleine Dinge die bei mir in der Erinnerung auftauchen ich bin gespannt was da noch hervor kommt. Die jüngeren Kinder haben allerdings sehr unter Heimweh gelitten und die Nähe zu uns Älteren gesucht. In einem Brief an meine Eltern erzählte ich dass ich schon „zwei Töchter“ hätte und ich erinnere mich zudem an einen kleinen Jungen der mich bat, seine Mama zu sein. Seither habe ich mich nur daran erinnert dass ich 1977 beschoß Erzieherin zu werden, jetzt ist… Weiterlesen »

Ute Maria
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Ute Maria

Ich bin mit 6 Jahren im Jahr 1972 nach Bad Dürrheim verschickt worden, weil die Untersuchung zur Einschulung ergeben hat, dass ich übergewichtig sei und deshalb abnehmen sollte. In Bad Dürrheim wurden Kinder, die übergewichtig waren und die, die Untergewicht hatten, zusammen betreut. Der Begriff Verschickungskind fasst all die Trauer, das nicht begreifen können über die einsamen Wochen zusammen. Verschickt worden wie eine Sendung, die niemand mehr wollte. So hat es sich angefühlt. Verheerend. Als ich zurück kam war ich verstört, hatte in der Zeit keinen Kontakt zu meinen Mitschüler*innen knüpfen können, war sozial nicht integriert, konnte nicht lesen und… Weiterlesen »

Wilhelm
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Wilhelm

@ Britta von “vor 6 Tagen” Zitat “Ich muß so 4 oder 5 gewesen sein. Bin 1963 geboren, also 1967 oder so. Ich war auf Borkum in einem Heim, wie es hieß weiß ich nicht. Jedenfalls wurde dieses auch irgendwann geschlossen wegen den schlimmen Zuständen.” Zitat Ende Hallo Britta, falls Ihr Aufenthalt im November 1968 stattgefunden haben könnte, wäre es Ihrer weiteren Beschreibung nach durchaus möglich, dass das Heim, wie bei mir, “Tüskendör” geheißen hat. Wenn Sie sich der Borkum-Gruppe anschließen, und mir bspw. über die Gruppenleiterin eine gültige e-Mail-Adresse zukommen ließen, könnte ich Ihnen ein Foto von meinem damaligen… Weiterlesen »

Peer
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Peer

Hallo Frau Röhl, vor kurzem habe ich einem Dr.Oliver Schmidt, seines Zeichens Museumsleiter eine Email geschrieben, weil ich ab und an mal gegoogelt habe, was es mit dem Kindesmissbrauch in Bad Sassendorf, wo ich 1974 für 6 Wochen war, auf sich hat. Nun…. ich schrieb ihm folgende Zeilen: Hallo Herr Schmidt, kürzlich habe ich die Wörter “Bad Sassendorf / Kinderheilanstalt” gegooglet und fand Ihren Aufruf sich bei Ihnen als Zeitzeuge zu melden zur Kinderheilanstalt Bad Sassendorf zu melden. Tja….hier bin ich. Geboren wurde ich 1966 in Kiel. Aufgewachsen bin ich in schwierigen Verhältnissen als jüngerer Bruder meines Bruders Michael. Mein… Weiterlesen »

Martina
Gast
Martina

Liebe Michaela B., wenn Du uns mitteilen würdest wo Du heute wohnst, könnten wir dich leichter vernetzen, wenn Du das möchtest.

Evi
Gast
Evi

Hallo , zusammen. Ich war vom 15.08.1972 bis 25.09.1072 mit meiner kleinen Schwester im Kinderkurheim Carola in Schönau b. Berchtesgaden. Tante Elfi und glaub Tante Uschi haben uns in den ersten 3 Wochen betreut. Elfi hatte lange schwarze Haare. Danach wurde es schlimm. Vielleicht war ja von Euch auch jemand zur selben Zeit mit uns dort. Wäre toll.

Michaela B.
Gast
Michaela B.

Guten Abend, durch ein Video im Internet und auf Facebook bin ich heute Abend auf die dramatischen Erlebnisse der Verschickungskinder gekommen. Schon beim Lesen der Kommentare und beim Ansehen des Videos kamen sehr schlimme Gefühle in mir hoch. Plötzlich fing ich auch an mich an Einzelheiten zu erinnern, die mich offensichtlich in meinem Leben sehr unangenehm begleiten. Ich bekommen jedoch ( zumindest im Moment) nur Einzelheiten zusammen. Ich wurde 1968 von meinen Eltern in NRW adoptiert und diese waren bei der Barmer Ersatzkasse versichert. Ungefähr im Jahr 71/72 wurde ich 6 Wochen lang von Remscheid (NRW) nach Freundenstadt in eine… Weiterlesen »

Andreas
Gast
Andreas

Ich bin vermutlich 1967 oder 68 vor meiner Einschulung für 6 Wochen im Haus Schwalbennest in Bonndorf gewesen. Am schlimmsten war das Heimweh… Essen und Betten waren grausam… ich habe mir in den 6 Wochen eine kleine Glatze (ca 6 cm Durchmesser) gedrudelt… weil ich nicht einschlafen konnte und auch nicht verstanden habe warum ich da sein muss..Ich habe nach dem Tod meiner Eltern ein Foto von dem Haus gefunden und wusste sofort das es das Haus war!!!

Britta
Gast
Britta

Hallo zusammen. Ich muß so 4 oder 5 gewesen sein. Bin 1963 geboren, also 1967 oder so. Ich war auf Borkum in einem Heim, wie es hieß weiß ich nicht. Jedenfalls wurde dieses auch irgendwann geschlossen wegen den schlimmen Zuständen. Woran ich mich erinnere ist folgendes: Das Taschengeld das wir mitbekommen haben wurde sofort einkassiert und am Ende dieser 6 schlimmen Wochen bekamen wir einen kleinen Betrag zurück und mußten für die Eltern Geschenke kaufen. Ich habe meiner Mutter eine kleine Schmuckdose aus Muscheln kaufen müssen. Diese hat sie heute noch 😊 Nachmittags sind wir mit einer Betreuerin zu Meer… Weiterlesen »

Margrit Goodhand
Gast
Margrit Goodhand

Hallo Ihr Lieben, ich musste mit 6 Jahren nach St. Peter Ording. Eine meiner klaren Erinnerungen ist, dass ich ganz dringend auf die Toilette musste, was nach “Licht aus” verboten war. Ich weiss nicht ob ich trotzdem gegangen bin oder ins Bett gemacht habe. Ich glaube ich bin trotz der Warnung eines groesseres Maedchens gegangen. Trotz Empfindungen von starken Durst- und Hungergefuehlen, habe mich vor dem Essen geekelt und musste sitzenbleiben bis der Teller gelehrt war. Ich erinnere mich an Fruchtsuppen, Haferschleim, und einmal Gulasch mit hartem Fleisch. Einmal wurde ganz schnell ein Einzelfoto bei den Duenen nahe am Haus… Weiterlesen »

Margitta Struß
Gast
Margitta Struß

6 Wochen Hölle in Wittdün auf Amrum Wegen chronischer Bronchitis wurde ich von Mitte Mai bis Ende Juni 1967 im Alter von 8 Jahren zur Kur verschickt. Träger dieser Maßnahme war die DAK. Vom Bahnhof Hamburg-Altona fuhr der Sonderzug. Wir Kinder bekamen vor der Abfahrt ein Pappschild mit dem Bestimmungsort um den Hals gehängt. Auf dem Bahnsteig standen auch noch unzählige Kinder mit der Aufschrift „St. Peter Ording“. Alle Kinder bestiegen den Zug. Irgendwo unterwegs mussten die Kinder nach St. Peter Ording den Zug verlassen und umsteigen. Unser Zug fuhr bis Niebüll. Mit der Fähre wurde wir nach Amrum übergesetzt.… Weiterlesen »

Simone
Gast
Simone

Hallo an alle! Schön, dass es dieses Forum gibt. Auch ich war im Oberstdorfer “Sonnenhang”, leider mehrmals… (ich war auch laut des Kinderarztes, der den Aufenthalt anregte, ein sehr zartes, zerbrechliches, fast schon zu liebes, dazu noch schüchtern und häufig fiebrig erkranktes Kind…) Das erste Mal war ich mit 5/6 Jahren 1960 dort, an einiges erinnere ich mich noch ganz besonders: komplett ausziehen, in eine Reihe stellen, dann einzeln ins Arztzimmer auf die Liege, mir war schrecklich kalt und ich schämte mich so vor den fremden Leuten. Ich musste mich auf den Rücken legen, es sollte Fieber im After gemessen… Weiterlesen »

Susanne
Gast
Susanne

@Laura-Lore
Ich war 1975 im Alter von 9 Jahren im Oberstdorfer “Sonnenhang” Sanatorium. Schläge und Demütigungen kann
ich definitiv bestätigen. Ebenso die Zensur von Post usw. Zwischen unseren Aufenthalten liegen ja fast 20 Jahre,
da sieht man mal, wie lange diese Heime sich an den Kindern ungehindert versündigen konnten.

Birgit
Gast
Birgit

Ich war 1968 (im Alter von zehn Jahren) wegen einer “chronischen Nierenbeckenentzündung” im Kinderkurheim Reinhardshausen bei Bad Wildungen (ist das hier schon erwähnt worden?). Damit verpasste ich die ersten sechs Wochen auf der neuen Realschule … Im Heim der hier schon oft geschilderte Essenszwang, ich erinnere mich an ein Mädchen, die ihr Erbrochenes vom Fußboden wieder essen musste. Also versuchte ich, den Brechreiz, den ich bei vielen Speisen empfand, zu unterdrücken und entwickelte Strategien, das Essen trotzdem herunterzuwürgen. Außerdem Zwang zum MittagsSCHLAF: Es reichte nicht, still dazuliegen, es wurden einem die Augenlider hochgezogen, um zu kontrollieren, ob man auch “wirklich”… Weiterlesen »

Jochen
Gast
Jochen

Hallo,
Ich war 1975 mit 5 Jahren in Niendorf an der Ostsee. Kann mich daran erinnern das ich Masern oder Windpocken hatte und isoliert untergebracht wurde. In meiner Erinnerung war ich in einem abgedunkelten Raum den ganzen Tag alleine, mit Ausnahme der Zeiten wo das Essen gebracht wurde. Wurde von Nonnen beschimpft, da ich Bettnässer war. Habe ansonsten so gut wie keine Erinnerung an diesen sogenannten Kuraufenthalt.
Hatte jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Grüße
Jochen

Ingrid H.
Gast
Ingrid H.

Ich bin Jahrgang 1955 und scheinbar eine der Älteren, die sich einklinken. Ich habe nur diffuse Erinnerungen zu dem Verschickungsheim im Schwarzwald. Finanziert von der DAK. Nachdem ich ich nach Masern eine schwere Nachkrankheit entwickelte, sollte ich im Sommer 1960 dort vor Schuleintritt aufgepäppelt werden. Ich hatte nur Heimweh, kann mich an Misshandlungen nicht erinnern, weiß nur, dass fast alle Kinder im Schlafsaal abends (leise, weil laut war verboten) schluchzten. So viel Traurigkeit um mich rum und keiner, der tröstete. Das war für mich total verwirrend – ich erstarrte einfach; konnte weder essen noch trinken und kümmerte vor mich hin.… Weiterlesen »

Martina
Gast
Martina

Ich war Ende der 1960er Jahre auch in so einem Heim (Rauenstein im Erzgebirge) 2 Fotos von unserer Gruppe auf der Schloss-Treppe, besitze ich noch. Es war der blanke Horror! Ich habe nachts vor Angst eingenässt. Diese Erinnerung werde ich nie mehr los. Eine Betreuerin stand neben meinem Bett, ich versuchte krampfhaft meine Augen geschlossen zu lassen, weil wir zum Einschlafen gezwungen wurden. Sie leuchtete mich mit der Taschenlampe an und sagt in einem äußerst agressiven Ton zu mir:” wenn du nicht sofort schläfst dann bring ich dich nach draußen in den Wald, binde dich an einen Baum und da… Weiterlesen »

Anja
Gast
Anja

Ich war in Bad Sassendorf, sollte zunehmen und mich Erholen. Aber es war genau das Gegenteil, kam dünner und eingeschüchtert wieder. Es war sehr grausam. Langes Schweigen und Stille Sitzen, kein Toilettengang nach 19 Uhr, alles Essen und so lange Sitzen bleiben bis alles aufgegessen war usw.

Laura - Lore Diehm
Gast
Laura - Lore Diehm

Hallo Hans,
mich würde interessieren, wie alt Du damals warst, als Du in Oberstdorf im Heim warst. Vielleicht kannst Du Dich noch eher an diese “Tanten” erinnern?
Ich war allerdings im Frühjahr – oder Sommer? – so ganz genau erinnere ich mich nicht mehr, dort.
Und, warst Du auch aus dem Raum Stuttgart?
Grüße

Lutz
Gast
Lutz

Ich war 1962 im Schwarzwald zur Verschickung, den Ort weiß ich leider nicht mehr, wurde aber von der Barmer betrieben. Ich war zu meinem Geburtstag dort für 6 Wochen….Herbst / Winter. Die Gegend fand ich toll, nur das Heim nicht. Alle hatten Heimweh und es liefen überall die Tränen, denn keiner in der Gruppe verstand, warum er hier war. Im Ort …ein kleines Dorf…wurde noch auf dem sandigen Dorfplatz geschlachtet, haben wir Kinder mitbekommen. Ich habe dort Mumps bekommen und kam auf die Krankenstation. Da ich schlecht schlucken konnte beim Essen, gab es öfter mal eine Ohrfeige von den Erzieherinnen…Nach… Weiterlesen »

Hans
Gast
Hans

Hallo Laura-Lore Diehm,
ich war (musste) auch 1957 in Oberstdorf “Sonnenhang” im Winter.

Gruß

Ina Janßen
Gast
Ina Janßen

Ich verbrachte 6 Wochen in Mittenwald als 5-jähriges Mädchen, weil ich zu “leicht ” war und vom Arzt für ein Jahr für die Einschulung zurückgestellt wurde. Das war im Jahr 1975 oder 1976. Es war eine schlimme Zeit voller Heimweh, Ungerechtigkeit, Willkür und unbeantworteter Fragen. Das Heim hieß Haus am Schmalsee und wurde von Nonnen geleitet. Dort gab es keine Wärme oder Trost, sondern Bestrafungen und Einschüchterungen, Essenszwang und unverständlichen Regeln. Zweimal habe ich versucht in meiner großen Not, von dort wegzulaufen.. vergeblich,,, anschließend waren die Strafen wie zum Beispiel Stubenarrest. und Einsperren im Holzschober umso härter,,,es gab keinen Kontakt… Weiterlesen »

Conny T.
Gast
Conny T.

Hallo Laura, ich war mit meiner kleinen Schwester 1970 oder 1971 in Oberstdorf, es war grausam…😓

Margrit Davoodi
Gast
Margrit Davoodi

Ich war im Frühjahr 1954, noch vor meiner Einschulung, 6 Wochen in einem katholischen Kinderheim in Bad Soden im Taunus. Den Namen des Heims weiß ich nicht mehr. Es wurde von katholischen Nonnen geleitet, die alle eine schwarzweiße Tracht trugen. Ich sollte zunehmen und musste täglich „Buttermilch“ trinken, warme Milch mit einem Esslöffel Butter. Vor diesem Getränk musste ich so lange am Tisch sitzen bleiben, bis ich es runtergewürgt hatte, und oft genug war mein Erbrochenes auch dabei. Nachts habe ich mich einmal zur Toilette geschlichen, weil der Eimer im Schlafsaal übergelaufen war. Eine (damals für mich riesige) Nonne hat… Weiterlesen »

Laura-Lore Diehm
Gast
Laura-Lore Diehm

Hallo Conny und Susanne,

wann wart Ihr in Oberstdorf? Ich musste 1957 dort hin 🙁

Laura-Lore Diehm
Gast
Laura-Lore Diehm

Von allen vier Kinderverschickungen, die mich zu einer besseren Esserin machen sollten, war meine erste die Schlimmste: Ich wurde im Alter von vier Jahren gemeinsam mit meiner um acht Jahre älteren Schwester für einen sechswöchigen Heimaufenthalt geschickt. Das Heim befand sich in Oberstdorf genannt „Sommerhang“ ( Wir wohnten damals in Stuttgart- Untertürkheim ) Meine Eltern sind – so erzählten sie im Nachhinein – davon ausgegangen, dass ich gemeinsam mit meiner Schwester dort untergebracht sei. Dem war jedoch nicht so. Es gab dort zwei Kurheime. D.h., meine Schwester traf ich nie. Ich habe eine traumatische Erinnerung an diesen Heimaufenthalt. Es geschah… Weiterlesen »

Christel
Gast
Christel

Im Alter von 6 Jahren, ich war in der 1. Klasse, wurde bei einer schulärztlichen Untersuchung festgestellt, dass ich an Tuberkulose erkrankt war. (im Jahr 1961) Das hatte zur Folge, dass ich in die Kinderheilstätte Stieg geschickt wurde. Das war im Kreis Waldshut im südlichen Schwarzwald und es handelte sich um eine spezielle Einrichtung für Kinder mit TBC. Ich war 4 Monate dort. In den ersten 6 Wochen durfte man keinerlei Besuch von Eltern oder Bekannten bekommen. Angeblich, damit man kein Heimweh entwickeln sollte. Was natürlich nicht stimmte, alle hatten Heimweh! Es gab Esszwang, wir wurden gemästet. Alles musste aufgegessen… Weiterlesen »

Wolfgang Wipfler
Gast
Wolfgang Wipfler

Bin Jahrgang 1965, wurde im November 1969 als Vierjähriger für 6 Wochen ins Kinderheim “Haus Quickborn” nach Westerland/Sylt verschickt. Grund: Der Kinderarzt in meiner Heimatstadt Baden-Baden, ein älterer Herr, diagnostizierte bei mir “Untergewicht”. Nach heutigen Maßstäben war ich ein vollkommenen normalgewichtiger Junge, doch aus seiner Sicht galt: Nur ein dickes Kind ist ein gesundes Kind. Also Verschickung an die See, zur “Appetitsteigerung”. Meine Eltern brachten mich zu spätabends zum Karlsruher Hauptbahnhof, es folgte eine eine Zugfahrt über Nacht im Liegewagen nach Westerland. Ich kannte weder den Betreuer noch eines der mitreisenden Kinder der Gruppe (ca. 10-20 Kinder, vermutlich alle aus… Weiterlesen »

Gregor
Gast
Gregor

Ich kam im Herbst 1989 in die Kurklinik Santa Maria im Oberjoch Hinderlang. Die Einrichtung hatte schon damals den Beinamen Santa Knasta. Ich erlebte dort selbst sexuellen Missbrauch durch einen Nachtpfleger. Vorher wurden zum Abend Tabletten verteilt. Was das war wurde nicht gesagt, jedoch müssten alle im Zimmer die Tabletten schlucken. Wer war zu dieser Zeit auch dort? Weite Erinnerung die ich habe sind folgende: An zwei Filme die abends im Fernseheraum geschaut wurden kann ich mich erinnern. Das war Spacey Balls und das Wunder in der achten Straße. Bei einer Gruppe älterer Jugendlicher wurde der Film das Leben des… Weiterlesen »

Susanne
Gast
Susanne

@Maren W und @Conny T.
Ich habe das Haus ziemlich sicher gefunden, auf Google Streetview. Es steht tatsächlich noch, und ich mache
dann auf jeden Fall Fotos davon. Es liegt im Ortsteil Jauchen. Conny es hieß nicht Sonnenschein, sondern Sonnenhang. Das macht es aber auch nicht besser. Wann warst du da?

Conny T.
Gast
Conny T.

An Maren W. Ich war auch im Allgäu Oberstdorf, das haus hiess Haus Sonnenschein ( welch eine Ironie) Grüße Conny T.

Ingrid E.
Gast
Ingrid E.

Ingrid E. 1959 oder1960 Verschickt nach Bad Salzdetfurt Aufgenommen und kontrolliert v.Frl Fröhlich Das im Essen erbrochene hab ich persönlich und täglich mitansehen müssen! Den Holzlatschen von Frl Fröhlich sehr oft zu spüren bekommen, wegen Nichtigkeiten, wie zB Bettnässen, Planschen im 1× wöchentlichem Bad im viel zu heißem Wasser ( zumindest für uns Kinder) In meinem Zimmer schlief ein Mädchen, die in der Nacht oft zur Toilette musste und deshalb klingelte. Sie wurde dann auf eine Pfanne gesetzt und musste die ganze Nacht dort sitzen. Oft schlief sie darauf ein und warm war es nicht gerade. Dieses und viele furchtbaren… Weiterlesen »

Maren W
Gast
Maren W

An Susanne aus NRW (1975 in Oberstdorf):
Hallo, dort war ich 1972, habe das Haus aber vor ca. 15 Jahren nicht gefunden, da mir Name /Adresse nicht mehr in Erinnerung waren. Würde mich freuen, nach dem für Juni geplanten Besuch mehr darüber zu erfahren? Gruß aus Essen von Maren

Peter Helga
Gast
Peter Helga

Nona Tielebier,
ich war im Jahre 1950 im Helenenkinderheim in Bad Pyrmont. Bin Ende 1943 geboren und die Erinnerungen verblassen allmählich. Habe noch ein kleines Album, wahrscheinlich wurde meine Mutter zur Kasse gebeten.

Daniela Frey
Gast
Daniela Frey

Hallo, ohne zu wissen das ich heute Abend noch auf diese Seite stoßen werde, dachte ich erst heute Vormittag wieder an meinen Kuraufenthalt in Aschersleben. Seit Jahren beschäftigt mich immer wieder die Aufenthaltszeit während dieser Kur , dass dort erlebte.Es scheint, das bestimmte nicht verarbeitete und sortierte Erinnerungen ,nie verblassen… Immer wenn ich an meinen Kuraufenthalt dachte , dachte ich ; schade das es kaum etwas im Internet zu finden gibt über die damaligen Zeiten in den Heimen. Deshalb danke ich sehr , für das was hier bisher auf die Beine gestellt wurde. Ich vermute die wenigsten haben noch untereinander… Weiterlesen »

Hartmut H.
Gast
Hartmut H.

Im November / Dezember 1961 befand ich mich im Alter von 4 Jahren für 6 Wochen im „Kinderkurheim Bremen” auf Norderney. Diesen Aufenthalt habe ich als sehr traumatisch wahrgenommen und auch mein ganzes Leben mit mir „rumgeschleppt”. Vieles habe ich gefühlt verdrängt, aber kleine Details sind mir noch klar in Erinnerung. Der Abschied auf dem Bahnsteig und die Anfahrt mit der Bahn zur Küste, auf der ich gezwungen wurde, labberigen Kochschinken und Tomaten zu essen. Vor beidem habe ich mich geekelt. Tägliches für mich unwürdiges Fiebermessen in überfüllten Schlafsälen. Wir Kinder mussten mit entblößtem Hinterteil, auf dem Bauch bereit liegend… Weiterlesen »

Nona Tielebier
Gast
Nona Tielebier

Wer wurde noch in das Helenen-Kinderheim/Bad Pyrmont verschickt? Ich selbst war, als fünf-jährige, im Sommer 1976 da und mir sind schreckliche Sachen angetan worden.