Zeugnis ablegen

ZEUGNIS ABLEGEN – ERLEBNISBERICHTE SCHREIBEN

Auf dieser Seite schreiben Menschen ihre ERLEBNISBERICHTE, die als Kind in Verschickungsheimen schmerzhafte, angsterregende und traumatische Dinge erlebt haben. (per Kommentarfunktion) Sie schreiben sie, damit man ihnen glaubt und damit sie sich nicht mehr allein fühlen. 

Es haben spontan bereits Hunderte von „Verschickungskindern“ solche Erlebnisse in Verschickungsheimen geschildert. 

Wer seine Erlebnisse schildert und sie damit der Öffentlichkeit freigibt, legt Zeugnis ab und hilft mit, dass wir mit unserem Leid Glaubwürdigkeit bekommen und unsere Erlebnisse nicht mehr als Einzelfälle verharmlost werden können. 

Großes Danke an alle, die uns damit ihr Vertrauen erweisen und hier schreiben! Ihr seid damit aufgenommen in die “Initiative Verschickungskinder“, die sich momentan gerade strukturiert und bald in jedem Bundesland Ansprechpartner-Betroffene haben wird.

Bitte beachten:

Diese Kommentarliste soll ZEUGNIS ABLEGEN, bitte jeder nur seine Geschichte, Fragen an die anderen Kommentierenden, Unterhaltungen, Statements bitte hier nicht.

Vorschlag:

Ihr setzt eure Kommentare gleichzeitig auch auf HEIMORT-VERNETZUNG und da könnt Ihr euch dann nach Herzenslust auch miteinander unterhalten. Dort lasse ich dann gern „Unterhaltungen“ zu. 

Diese Erlebnisse hier dienen unserer Glaubwürdigkeit, da sollten nur hintereinander die Geschichten folgen. Wenn sich das aufweicht, was schon geschieht, dann zerfasert die Seite. Man kann sie nicht mehr so gut hintereinander lesen.

Ich würde mich freuen, wenn alle diejenigen, die sich Unterhaltung wünschen, ihre Berichte und Fragen an andere auf die HEIMORT-VERNETZUNG – Seite kopieren und das dann als das Hauptforum der Vernetuung betrachten, das wäre nett, Danke!

Aggressive Beiträge, Angriffe, Aberkennungen der Glaubwürdigkeit unserer Erinnerungen werden als Provokationen gewertet und hier nicht freigegeben.

Wir wünschen uns einen wertschätzenden und mitfühlenden Umgang mit unseren schmerzhaften Kindheitserinnerungen. 

Alle Fotos und Dokumente an info@verschickungsheime.de Unter dem Stichwort FOTO-DOKU schicken. In Kürze wird dazu eine Cloud für alle Betroffenen eingerichtet.

Wir freuen uns über Unterstützung für die Recherche und weitere Erforschung zum Thema:

https://www.betterplace.me/selbstbestimmte-recherche-verschickungsheime

Kontakt über: info@verschickungsheime.de

**

Hier liegen alle früheren Kommentare bis Juli 2019:  www.anjaroehl.de/verschickungsheime/ auch hier: http://www.anjaroehl.de/wyk-auf-fohr-–-verschickung-erinnerung-und-schmerz/

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Ehrenamtliches Jobangebot – Profi gesucht!!
 
Für die administrativen Tätigkeiten rund um die Homepage suche ich schnellstmöglich einen PROFI

Ich selbst arbeite nur im redaktionellen Bereich und benötige eine(n) langfristige(n), zuverlässige(n) MitarbeiterIn für
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Tägliche Sicherung der HP
Tägliche Kontrolle der Inhalte
Betreuung des Email-client

System: WordPress
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Email-Client: cloudpit
 
Wer Interesse hat, melde sich bitte umgehend bei mir per Email unter info@verschickungsheime. de oder unter Telefon: 0176-24324947
Ein Vertrag für eine Ehrenamtspauschale ist u.U. möglich. Bitte nur Einzelpersonen melden, da die Zugangsdaten hochsensibel sind und nicht an Dritte weitergegeben werden dürfen. Außerdem setze ich eine Erreichbarkeit innerhalb von 24h per Email oder/und Telefon voraus.

 

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Im Netz findet sich ein sehr interessanter “Endbericht der Kommission Wilhelminenberg” von 2013.
345 Seiten über die Zustände der längeren Heimunterbringung in einem Schloss/Wien
in dem auch hier relevanten Zeitraum.
Erkennbare Muster zu den Erholungsheimen, auch vor dem Hintergrund der politischen
Vergangenheit.
Die 345 Seiten lohnen sich, ich, als “nur” von einer Erholungskur Betroffene habe dort
Antworten gefunden, auch bezüglich der Änderungen in der “Wohlfahrt”.

Siebert, Elke

Hallo ich war im Alter von 5 Jahren (1963) in einem ” Kurheim” in Schwarzwald zum Aufpäppeln. Ich wurde als einjähriges Kind adoptiert und war immer sehr dünn. Deshalb wurde beschlossen, mich zur Kur zu versenden. Schon die lange Bahnfahrt, die ich hockend im überfüllten Abteil aushalten musste, hat mich total erschüttert, ich hatte extreme Angst vor den Erwachsenen, aber auch vor den anderen Kindern. Im Kurheim selbst musste ich in einem Gitterbett schlafen, mit mindestens 20 anderen Kindern in einem großen Schlafsaal. Vor dem Frühstück mussten wir uns ausziehen und wurden kalt abbgeduscht, danach gab es Brei, den ich… Weiterlesen »

Matthias Sommer

Hallo, ich war 1963 oder 64 in einem Kindererholungsheim in Garmisch Partenkirchen.
Das Heim hieß “Kinderheim Bergsonne”. Da mein Vater Soldat war, vermute ich,
dass das Bundeswehrsozialwerk zuständig war.
Auch ich habe dort viele schreckliche Dinge erlebt, die bis heute nachwirken.
Leider finde ich nirgendwo Infos zu diesem Kinderheim.
Vielleicht finde ich hier Menschen, die dort “eingesperrt” waren. Herzliche Grüße aus Köln

Christine

Es muss um 1964 gewesen sein, da wurde ich als 6 jährige vor dem Schulbeginn zusammen mit meinem 4 jährigen Bruder „verschickt“. Meine Mutter war geschieden und gerade in 2. Ehe wieder verheiratet. Meine kleine Schwester war unterwegs oder schon geboren? Ich weiß es nicht mehr. Bestimmt hatte meine Großmutter die Finger im Spiel, denn sie war der Meinung ich sei zu schmächtig und blutarm. Tatsächlich bekamen wir immer „Rotbäckchen“ und „Sanostol“ von ihr und die Teller so voll gepackt, dass man schon beim Anblick satt war. Sie meinte es bestimmt gut, denn sie war im Krieg mit ihren Kindern… Weiterlesen »

Detlef Eberlei

Detlef
Mein Zwillingsbruder und ich waren Mitte der 60er Jahre im Kinderkurheim,Oldenburg-Sandkrug.Was wir dort erlebt haben,ist nicht in Worte zu fassen,Mißhandlungen,Strafen.Ich durfte eine Karte an meine Eltern schreiben,unter Aufsicht,diese Karte habe ich noch datiert auf den 08.7.1965.Ich wurde auch mißhandelt.

Christine

ich war auch in Sandkrug und habe meinen Bericht über Ihrem gepostet.

Wilfried

Guten Tag,
ich lebe seit 1987 in Berlin.
Ich komme aber aus Neumünster in Schlewig-Holstein.
Ich bin mir nach Recherche sicher, dass ich Ende der 60er-Jahre im Sommer für mindestens 6 Wochen in Bad Sooden war.
Ich habe furchtbare Erinnerungen, die mir meine Eltern leider nie geglaubt haben.
Ich habe erst letzte Woche von den ganzen Vorgängen erfahren.
Ich befinde mich gerade in psychotherapeutischer Behandlung und es scheint ganz so, dass ich den Schlüssel zu vielen Problemen gefunden haben.
Alles war verschüttet und ist plötzlich präsent – wie beklemmend.
Ich habe momentan so gar keinen Plan, was ich jetzt machen soll.
Herzlicher Gruß
Wilfried

Peter K.

Ich bin am Wochenende auf den Bericht und die Webseite aufmerksam geworden, habe die Berichte gelesen und bin erschüttert, aufgewühlt und fassungslos. Ich wurde wegen Asthma und Neurodermitis 4x verschickt. Das erste Mal mit knapp 2 Jahren von Juni – September 1963 auf den Kniebis im Schwarzwald. Meinen 2. Geburtstag “feierte” ich nicht mit meiner Familie. Weitere Stationen waren März – Mai 1965 (Kniebis), April – Mai 1968 (Luisenheim, Bad Dürrheim), November – Dezember 1970 (Kindersanatorium in Königsfeld). Alle Orte liegen im Schwarzwald und ich komme aus dem Schwarzwald. Ich habe keine bewussten Erinnerungen an Schläge, Essen von Erbrochenem, Bettnässen… Weiterlesen »

Alois Nitsche

Hallo, ich bin Jahrgang 1947 und durch Zufall auf diese Seite gekommen.
Auch ich wurde VERSCHICKT weil ich doch so dünn war. Meine Erinnerungen sind sehr schwach
aber nicht schön. Fragen kann ich keinen mehr. Ich bin einmal in Berchtesgaden am Untersalzbrg
gewesen und dann in Leste bei Grömiz an der Ostsee. Kann es sein, das dieses Haus noch
als Schullandheim exestiert? Würde mich interessieren .
MfG Alois Nitsche

Dati

Es läßt mich nicht mehr los. Ich habe auf den Seiten des BSW (Bundesbahn-Sozialwerkes)recherchiert. Es wird bis heute als Wellness-, Tagungs- und Ferienheim genutzt und betrieben. Auf der Seite heißt es: “Zum hundertsten Geburtstag hat die geschichtsträchtige Jugendstilvilla eine Rundum-Erneuerung erhalten. Damit ist ein neuer Meilenstein in der Entwicklung der Villa Dürkopp von der einstigen Unternehmervilla hin zum modernen Tagungshotel von heute gesetzt. Stimmungsvolles Ambiente, herrschaftlich eingerichtete Räume, stilvolle Einrichtung – das alles verbindet das Hotel Villa Dürkopp nun mit höchsten Standards, in den Zimmern genauso wie in den Tagungsräumen und den öffentlichen Bereichen. Der Originalstil des einstigen Erbauers Dürkopp… Weiterlesen »

Dani

Ich glaube, in diesem Haus war ich Mitte der 70er Jahre auch…

Randalf

Na ja, es würde sich in der Biographie ja auch nicht gut machen, wenn dort stünde: Zwischen 1930 und 1980 haben wir dort Kinder gequält!
Ich denke, dass man durchaus heute um die Vorgänge weiss, aber diese bewusst ausblendet. Aus diesem Grunde finde ich gerade diese Seite so wichtig, um die Wahrheit ans Licht zu bringen, ähnlich wie bei den Missbraquchsfällen der Kirchen. Wobei es hier durchaus eine Schnittmenge gibt, da viele dieser Kurheime unter kirchlicher Trägerschaft standen.

Heidi S.

Wie erleichtert bin ich, dass wir Verschickungskinder nun endlich, nach so langer Zeit gehört werden.Ich war mit 7Jahren im Sommer 1956 in einem “Kinderheim” (von der Kirche)? auf Wyk auf Föhr sechs Wochen untergebracht. Ich war damals sehr schmächtig (war eine Frühgeburt), und litt sehr häufig an schweren Lungenentzündungen. Die Seeluft und das “gute” Kurheim sollten mir helfen, meine Traumata zu verarbeiten. Mein geliebter Bruder starb 1953 mit 12 Jahren an Muskeldystrophie. Mein Vater war in russischer Kriegsgefangenschaft und kam mit dem ersten Krankentransport des Roten Kreuzes zurück. Er starb mit 48 Jahren direkt vor Weihnachten, als ich 7 Jahre… Weiterlesen »

Madeleine15

Solche Verschickung en gab es schon vor unserer Zeit. Auch meine Mutter (Jg. 1933) war vor ihrer Einschulung in Bad Friedrichshall und musste da (als ‘schlechter Esser’) in der ersten Zeit am Katzentisch sitzen.
Internate sind wohl auc nicht viel anders. Ihr kennt sicher auch den Film ‘ Mädchen in Uniform’.

Tom

Hallo, ich war grob zwischen 1973 und 1976 zur “Kur” irgendwo im Schwarzwald, ich war dort zwischen 4 und 6 Jahre alt. Ich habe nur wenige vage, aber aus meiner Sicht eben schlimmste Erinnerungen: Personal, dass mich einsperrt, dass mich zwingt, alleine im Essensraum zu sitzen, bis ich meinen Teller samt Abfällen(!) restlos leergegessen hatte, egal ob ich würgte oder mich erbrach. Ich erinnere mich jetzt in diesem Moment erstmans an einen Eimer für mein Erbrochenes neben meinem Essplatz … Strenge und Härte, jedwedes kindliche Verhalten wurde nicht toleriert, nur Gehorsam zählte. Mir wurde Prügel angedroht, ob es dazu kam,… Weiterlesen »

Hartmut Schnall

Mein Name ist Hartmut Schnall,geboren 1951. Ich wurde Ende der fünfziger Jahre mit 7 Jahren für 6 Wochen zur Erholung nach Allerheiligen im Schwarzwald geschickt.
Es gab vor jedem Mittagessen für jeden mit dem gleichen Löffel Lebertran aus einem großen Glas. Ich erinnere mich, daß ich einmal den Lebertran in die Suppe erbrochen habe. Ich sollte die Suppe essen und mußte über zwei Stunden vor dem Teller sitzen bleiben. Ich bin bis heute stolz, daß ich mich geweigert habe.
Weiterhin ist mir in Erinnerung, daß ich bei der Rückkehr nachhause meine Mutter mit Tante angeredet habe.

Sascha

Guten morgen, Ich habe durch Spiegel-Online von dieser Seite erfahren. Ich bin 1969 geboren und wurde von 1974 bis 1977 jeweils zwei Mal im Jahr “verschickt” weil ich so “schmächtig” war. Zu dieser Zeit lebten wir in Unna. Angeblich litt ich auch unter “Eisenmangel” und habe jeden Tag ein in Wasser aufgelöstes Pulver trinken müssen sowie Tubenweise das berühmte Multi-Sanostol löffeln (das war aber ganz lecker). 1974 und 1975 wurde ich jeweils abwechselnd nach Marktredwitz und Scheidegg (jeweils 6 Wochen im Sommer und Winter) verschickt. 1977 nach Tirol (ich kann mich an den Ort nicht mehr erinnern….oder will es nicht)… Weiterlesen »

Sascha

Ich hatte vergessen zu erwähnen das mein Vater damals Zeitsoldat war. Ich vermute das die Verschickungen durch den Bundeswehrarzt “angeordnet” waren.
Meine Eltern kann ich leider nicht mehr fragen.

Katja Plettenberg

Hallo, ich war als 5 jährige im Jahr 1976, im Seehospiz Kaiserin Friedrich auf Norderney, für 8 Wochen zur “Erholung”. Für meine Eltern galt Kontaktverbot. Ich hatte Asthma und Allergien, die dort behandelt werden sollten und was von der Krankenkasse (Barmer) (gut) bezahlt wurde. Es wurde der gepackte Koffer mit meiner Kleidung mir nicht zur Verfügung gestellt, sondern ich bekam Anstaltskleidung. Dieses nahm mir direkt kurz nach der Ankunft schon einen Identitätsaspekt. Ich war eher wie ein Junge und hatte früher nur Hosen an, nun wurde ich in Kleider gesteckt und in Strumpfhosen die kratzten….und nicht mir gehörten. Es gab… Weiterlesen »

Torsten

Schon viele Jahre, in unregelmäßigen Abständen, recherchiere ich im Internet nach Bildern und Berichten in Bezug auf meine zwei Kuraufenthalte. Alleine diese Tatsache dass man nach fast 50 Jahren immer noch auf der „Suche“ ist halte ich für sehr bedenklich. Jetzt weiß ich dass es ein Trauma sein muss Vor ein paar Wochen stieß ich schließlich auf diese Seite und ich konnte es kaum glauben. Endlich eine Plattform wo man halbwegs Antworten und Informationen zu diesem Kapitel findet. An dieser Stelle möchte ich mich bei der Initiatorin Frau Röhl sehr herzlich bedanken. Etwas vergleichbares hat bisher echt gefehlt. Nun zu… Weiterlesen »

Jürgen Weichselbaum

Habe mich mit der Jahreszahl vertan, das war natürlich 1968…..

Jürgen Weichselbaum

Nachtrag… zum Glück habe ich davon nichts zurück behalten und meine beiden Söhne, einer ist 31 Jahre alt und der andere 25, haben so denke ich, eine Kindheit wie im Paradies gehabt. Durch all meine Erlebnisse hatte ich mir geschworen, niemals meine Hand zu erheben gegen meine Kinder. ZUm Glück habe ich es geschafft. Es gab noch niemals auch nur einen KLaps oder ich wurde in Bezug auf die beiden wütend oder laut. Da bin ich sehr stolz drauf und habe ein unfassbar tolles Verhältnis zu meinen Kindern. Also hat es in meinem Falle auch was Gutes gehabt. KInderseelen kann… Weiterlesen »

Eberhard H.

Der Bericht eines Fernsehformats machte mich auf das Thema der seinerzeitigen “Kinderverschickungen” aufmerksam. Nie zuvor hatte ich eine Vorstellung davon, dass die Missstände der Kinderverschickungsheime in der frühen Nachkriegszeit der Bundesrepublik Deutschland, also in den 50er und 60er Jahren, offenbar System hatten. Eher bin ich davon ausgegangen, dass es sich hier möglicherweise um Einzelfälle handelte, die ich als Sechsjähriger während einer Verschickung nach Amrum zu erleben hatte. Dass dem aber nicht so ist, beweisen mir hier die zahlreichen Kommentare. Meine Kurverschickung erfolgte präzise vom 24.09.1963 bis zum 04.11.1963 ins “Haus Erika” in Wittdün/Amrum. Dies weiß ich so genau, weil meine… Weiterlesen »

anonym

So was habe ich auf Föhr wohl auch erlebt, ich musste zu der Tante aufs Zimmer, Sie hat sich auf Ihr Bett gesetzt und ich musste vor Ihr knien. Dann hat Sie mir Ihre Haarbürste durch das Gesicht gezogen und auf mich eingeredet. Was dann kam habe ich verdrängt aber es war da noch was.
Vielleicht ist es ja dieselbe Tante, ich war 1971/72? auf Föhr.
Kannst Du mich mal anmailen?

Tina

Diese Missstände hatten sogar bis Anfang der 90er Jahre leider System….

Jürgen Weichselbaum

Es gib Einige hier bei der Diskussion, die den Terror in den Verschickungsheimen herunter spielen. Das kann ich nicht verstehen.Vielleicht ist denen zum Glück nichts passiert, aber ich kenne eine ganz andere Geschichte. Vor genau 51 Jahren ,1969 von Anfang November bis kurz vor Weihnachten wurde ich nach Bad Rothenfelde für sechs Wochen verschickt, Kaum zu glauben, ich kann mich an jeden einzelnen Tag erinnern, obwohl ich damals erst fünf Jahre alt war. Wir wurden geschlagen, bekamen zwischendurch einen ganzen Tag lang nichts zu essen, ich wurde in den Sack vom Nikolaus gesteckt und dachte, ich muss sterben und der… Weiterlesen »

Gaby

Guten Abend, Jürgen; was für eine grausame Geschichte Du hast erdulden müssen! Ich war 1966 oder 1967, auf jeden Fall vor der Einschulung 1967 in der “Kur” in Bad Rothenfelde. Meine Eltern hatten es gut gemeint, der Kindergarten hatte darauf verwiesen und ich war voller Vorfreude aufs Unbekannte. Meine Erinnerungen sind nicht in dieser unendlichen Grausamkeit, die Du erlebt hast, aber auch schlimm: Riesige Wannen mit den Solebädern, in denen wir wortlos und mit nach vorne ausgestreckten Armen sitzen mussten, das machte mir Angst. Wir saßen auch noch da drin, wenn das Wasser bereits abgelaufen war… Die Wannen waren sehr… Weiterlesen »

Christian

Ich wurde 1972 oder 1973 für 6 Wochen nach Boffzen zum aufpäppeln geschickt, weil ich so ein Hering war. Ein von Nonnen geführtes Heim. Der Umgang mit uns Kindern war der gleiche wie andere hier auch schilderten. Harte Strafen fürs Bettnässen und nicht aufessen. ich sass stundenlang alleine in einem Zimmer auf einem Stuhl als Strafe für ich weiß nicht was. Uns wurden alle persönlichen Sachen und Lieblingsbücher, Teddies u.s.w. abgenommen. angeblich war eine Infektion ausgebochen und alle Dinge verseucht waren. Andere Kinder bekamen Ohrfeigen, dass sie durchs Zimmer flogen. In Boffzen waren die Strassen mit Glassplitt aus den Glashütten… Weiterlesen »

Carsten Palm

1977 war ich wegen Lungenschwäche in Bad Reichenhall . Insgesamt war die Teit sehr schön ,aber man durfte nachts nicht zur Toilette. Nur direkt gegenüber dem Schlafsaal war die Toilette ,doch mich hat die Nachtwache abgefangen und in den Waschraum gesperrt.Niergends eine Möglichkeit so fanden mich alle morgens eingeschissen .Ein anderes Mal sollte ich so lange sitzen bleiben bus ich den Nachtisch aufgegessen hatte.Etwas ekligeres habe ich bis dahin noch nicht gegessen. ES war ein Berg von gebratenen Haferflocken .Die Hälfte konnte ich in den Backen ausfüllen und dann in derToilette entleeren.Einmal hat man mir heftigst das Ohr umgedreht ,für… Weiterlesen »

Stefan

Guten Tag,
auch ich war 1970 als siebenjähriger für 6 Wochen auf der Insel Wangerooge, weil ich angeblich zu dünn war. Es waren die längsten Wochen meines Lebens. Meine Geschichte gleicht den vielen Schilderungen hier, daher verzichte ich auf weitere Details.
Ich habe keine genauen Erinnerungen, an das Haus oder die Betreuerinnen.
Ich wüsste gerne wer noch auf Wangerooge war und was er dort erlebt hat.

Randalf

Ich. Meinen Beitrag findest du etwas weiter unten.

Gabriele Bodesohn

Auch ich war 1967 auf Wangerooge. Mein Beitrag ist schon 2 Monate alt und steht ganz unten. Wir können uns gerne vernetzen.LG

xxxx

Ich wurde 1967 für 6 Wochen in den Harz verschickt. Die Trennung von meiner Schwester und meinem Bruder habe ich als sehr problematisch erlebt. Besonders die von meiner jüngeren Schwester. Wir waren sehr verbunden. Einerseits war ich tatsächlich auch froh, mal auf mich alleine gestellt zu sein, andererseits brach es mir das Herz, da ich meine Schwester nicht beschützen konnte. Sie erzählte in den wenigen Momenten, die ich sie treffen konnte, Grauenhaftes: An die Wand geschmierte Scheiße, Toilettenverbot, Bloßsstellungen u.ä. Ich selbst erinnere einen Moment, in dem ich abends die anderen Kinder anstiftete, Bremer Stadtmusikanten zu spielen: Wir machten die… Weiterlesen »

Randalf

Das mit Frau Peter und Petra habe ich weiter unten auch schon mal gelesen, schau mal, vielleicht findest du eine Leidensgenoss.in.

Heide Wruck

Kinderkurheim Sinnershausen bei Hümpfershausen in der Nähe von Meinungen, damals in der DDR Mein Name ist Heide, geb. 1952, und ich kam etwa 1960/61 in oben genanntes Kurheim, zusammen mit meinem 1 Jahr jüngeren Bruder. Wir wurden auch getrennt und kamen in verschiedene Gruppen. Wir waren beide sehr dünn und sollten zunehmen. Die ganze Atmosphäre gefiel mir nicht, wir wurden schikaniert und zum Essen gezwungen. Frühs standen wir in einer Schlange, um uns vom Direktor des Heimes persönlich den Löffel mit Lebertran pur in den Mund schieben zu lassen. Davor hatte jeder das Grausen. Ich konnte nicht essen, musste mich… Weiterlesen »

Heide Wruck

Es war in der Nähe von Meiningen, habe hier einen Schreibfehler von mir gefunden.

Aufgewühlt

Ich war ca. 1967/68 als ca. 4 oder 5-jährige im Schwarzwald in einem “Erholungsheim” für 4 Wochen. Es war Winter, Schnee, kalt. Die Zustände dort waren eine einzige Katastrophe. Wir wurden geschlagen, blosgestellt, mussten nachts im Flur stehen. Nikolaus und die Voradventszeit musste ich dort aushalten. Wenn nur ein kleines Geräusch im Schlafsaal zu hören war, kam eine Betreuerin, riß willkürlich ein Kind aus dem Bett und es musste im kalten Flur stehen, manchmal auch die ganze Nacht oder es wurde willkürlich ein Kind verprügelt. Auch mich hat das getroffen. Mir wurde eine Decke zum Umhängen gegeben und ich musste… Weiterlesen »

Aufgewühlt

was ich noch ergänzen möchte, nach tagelanger Recherche nun im Internet, nach der Suche nach dem Haus, in dem das alles stattfand, glaube ich, ich habe es gefunden. Es könnte das Haus gewesen sein, heute eine Seminar- und Freizeiteinrichtung: http://www.haus-sonnhalde.de/ siehe die Fotos auf dieser Seite, Die Fotos vom Speisesaal…. an diesen kann ich mich noch sehr gut erinnern, nur standen die Tische in mehreren Reihen. Ich hatte ziemlich vorne meinen Sitzplatz. Der Speisesaal war auch das Schauspiel übler Situationen, wie z. B. Nikolausauftritt, Besuch mancher Eltern, Esssen etc. Der Waschraum wurde wohl saniert aber der Umriss passt auch zu… Weiterlesen »

Viola Prasse, geb. Eichhorn

Hallo, ich war im Januar – Februar 1968 mit 3 Jahren irgendwo auf Amrum im Kinderheim. Den einzigen Beweis den ich habe, ist ein Foto (habe ich eingereicht) auf dem neben mir noch 6 weitere Mädchen unterschiedlichen Alters und eine der sogenannten Tanten an dem Tisch sitzen. Ich habe leider so gut wie gar keine Erinnerung daran, außer ein kurzer Moment des Abschieds am Bahnhof in Lübeck, viele Betten in einem Schlafsaal und irgendwie bei Zähneputzen der komische Geruch der Zahncreme. Ich sollte damals 8 Wochen dort bleiben, wurde aber auf Grund einer schweren Erkrankung und extremen Heimwehs nach 6… Weiterlesen »

Annegret

Moin, ich wurde 3 x “Verschickt”, wie es damals hieß. Träger war das Sozialwerk der Bahn. 1965 war ich im Frühling auf Amrum. Von dort ist mir hauptsächlich in Erinnerung geblieben, dass es eine Gruppe für Kinder bis 7 Jahre gab, in der viel gespielt und nicht gewandert wurde, und Gruppen für Kinder ab 8 Jahre, in der lange Wanderungen unternommen wurden, dafür wenig gespielt wurde. Ich war zwar gerade erst 6 Jahre alt, musste aber mit den Großen mit, da ich so groß (jedoch noch lange nicht so weit) war, weshalb ich viel traurig gewesen bin. Weshalb ich eigentlich… Weiterlesen »

Randalf

Ich kam 1967 mit 6 Jahren für 6 Wochen nach Wangerooge in ein städtisches “Erholungsheim”, welches von Nonnen geführt und betreut wurde. Ich selbst war nicht krank aber mein Vater war städtischer Angestellter und wollte mich wohl überraschen bzw. für die Zeit aus dem Haus haben, weil wir umgezogen sind, in eine größere Wohnung mit eigenem Kindezimmer, was wirklich toll war, als ich zurück kam. In den 6 Wochen habe ich alles erlebt, was in den einschlägigen Berichten erzählt wird, die Kontrolle, die z. B. Pakete von den Eltern beinhaltete, die dann eingezogen wurden, die Briefe, die von der Äbtissin… Weiterlesen »

Randalf

Ich glaube, es war dieses hier: Haus Meeresstern von den Schwestern “Unsere liebe Frau”: https://www.haus-meeresstern.de/
Sieht heute von innen natürlich alles anders aus, aber die Gebäude sind so wie in meiner Erinnerung, nur, dass sie damals ziemlich grau und nicht frisch geweißelt waren. Es war nahe am Strand, das würde auch passen.

Gabriele Bodesohn

Ich kenne dieses Haus. Dort war ich 1967 im Herbst im Alter von 7 Jahren. Wir können uns gerne vernetzen!

Heike

Hallo, ich freue mich sehr, dass es nun endlich eine Möglichkeit gibt, diese Dinge öffentlich zu machen, bin aber gleichzeitig schockiert zu erfahren, dass so vielen Kindern so schlimme Dinge passiert sind und JEDER Erwachsene einfach weggeschaut hat!!! Ich wurde 1974 im Alter von gerade so sechs Jahren „verschickt“, nach Bonndorf im Schwarzwald. Soweit ich mich erinnere war ich in einem „Schwalbennest“ untergebracht. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das komplette Heim diesen Namen hatte, oder ob jedes Haus, das zu dieser Einrichtung gehörte, jeweils einen eigenen Namen hatte und der Name des Heimes selbst ein anderer war. Die… Weiterlesen »

Anonym

Hallo, ich wurde Anfang der 70´ger Jahre für 6 Wochen nach Föhr geschickt. Bereits bei der Ankunft wurde unser Gepäck durchsucht und es wurden uns sämtliche mitgebrachten Süßigkeiten weggenommen. Es gab eine Art Wettbewerb zwischen verschiedenen Gruppen und man musste lernen auf einer mit Wasser gefüllten Flasche Musik zu machen. Zu den Mahlzeiten wurde man gezwungen aufzuessen, egal ob es einem geschmeckt hat oder nicht. Ich musste mich mehrmals übergeben als es Eier mit Senfsoße gab, ein Gericht das ich nicht mochte aber aufessen musste. Zudem gab es eine Art Arbeitsdienst, einmal mussten wir die Stundenlang über eine Fläche stampfen,… Weiterlesen »

Vielleicht

Guten Tag, ich wurde 1959 im Alter von 7 Jahren für gute 6 Wochen nach Westerland auf Sylt verschickt. Ich versuche gerade, meine Kindheits- und Jugenderlebnisse per Video aufzuarbeiten und fand bei meiner Suche nach dem ehemaligen Kinderkurheim Haus Böving das Abbild dieses Hauses sowie im Nachlass meiner Eltern ein Gruppenfoto, auf dem ich zu sehen bin. Ich will an dieser Stelle die Strafandrohungen, den Kasernenhofton und vor allem die verbalen Demütigungen all der dortigen “Tanten”, die ich ertragen musste, nicht weiter schildern, nur so viel: Man hielt mich bestenfalls für einen Sonderling, der wohl “nicht ganz richtig da oben”… Weiterlesen »

Annegret Schneider

Guten Morgen,
in dieser Woche lief im Fernsehen „Report Mainz“ ein Beitrag über Verschickungsheime, was mich sofort an meine eigene Geschichte im Jahr 1964/65 mit all seinen furchtbaren Erlebnissen erinnern ließ. Ich war in einem Erholungsheim im Schwarzwald Villingen/Schwennigen. Vielleicht gibt es jemanden, der auch dort seine Zeit verbrachte. Dieses Haus ist noch nicht aufgelistet. Ich habe Interesse mich an der Aufarbeitung der Geschichte zu beteiligen.
Gruß Annegret

Birgit Signo

Hallo Annegret,
kannst du mir sagen, wo diese Liste der Kurheime zu finden ist ?
Danke und Gruß
Birgit

Annegret

Hallo Birgit,
ich habe soeben erst Deine Frage gelesen.
Auf irgendeiner Seite hier im Netz hatte ich eine Auflistung der „Erholungsheime“ gesehen.
Gruß Annegret

xxx

Ende April im Jahr 1967 fuhr ich mit meinen älteren Geschwistern im Sonderzug von Hannover nach Schulenberg im Harz ins Kindererholungsheim der Arbeiterwohlfahrt zu einer 6-wöchigen Kur. Das weiß ich noch ganz genau. Ich war 5 Jahre alt und fand es sehr interessant an einen Ort zu fahren, der das Wort “Schule” in seinem Namen hatte. Ich freute mich riesig, schließlich war ich noch nie in einem Kindergarten gewesen (geburtenstarker Jahrgang, keine Plätze) und hier sollte es nun ein großes Heim geben – extra für Kinder. Meine beiden älteren Geschwister waren bei mir im gleichen Zugabteil und ich ließ aufgeregt… Weiterlesen »

Kirsten Beste

Hallo an Alle.
Ich habe alle Berichte gelesen und lese derzeit auch noch alle Berichte. Ich habe auch selbst meinen Bericht abgegeben. Ich kann mich leider an sehr wenig erinnern und hoffe mit jedem neuen Bericht auf Jemanden der wenigstens im selben Heim zur ungefähr gleichen Zeit war, um meine vagen Erinnerungen bestätigt zu bekommen, oder halt nicht. Wenn ihr, untereinander, diskutieren wollt, schließt Euch bitte kurz und tauscht bitte Eure Mail-Adressen aus.

Winfried Hölz

Gott sei Dank erinnere ich mich kaum an Details meines sechswöchigen Aufenthalts in Büsum/Holstein im Haus “Seeschlösschen”. Ich schreibe dies, um darauf aufmerksam zu machen, dass es dort offensichtlich auch ein Heim gab, in dem Kinder leiden mussten. Ich war dort vermutlich als Drittklässler (1959) und erinnere mich an die eiskalten Nächte in dem riesigen Schlafsaal. Alle froren, weil unsere Bettdecken hauchdünn waren. Jeden Morgen gab es zum Frühstück Haferschleim… Als wir aufgefordert wurden, einen Brief/eine Postkarte nachhause zu schreiben (Besuch der Eltern war nicht erlaubt), schrieb ich ” Bitte, bitte holt mich…”. Aber die Karte wurde nicht abgeschickt, man… Weiterlesen »

Dati

Es ist erschreckend, welche Lawine hier los getreten worden ist!
Es ist wichtig und richtig, dieses Forum zu nutzen!

Gerald

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur die Spitze des Eisbergs…

Lucy

Hallo, 1972 wurde ich fünfjährig in ein Kindererholungsheim nach Herrlingen bei Ulm verschickt. Das Haus wurde von der AWO betrieben, mein Aufenthalt dauerte sechs Wochen. Die Anreise erfolgte als Sammelverschickung, ich hatte einen Zettel um den Hals auf dem meine Daten standen. Verschickt wur-de ich, da sich meine Mutter einer OP unterziehen musste und mein Vater sich nicht in der Lage sah, ein Kind zu versorgen. Meine kleinere Schwester konnte bei den Großeltern untergebracht werden. Für mich war dort kein Platz. Etwa 40 Jahre nach der Verschickung habe ich von meiner Mutter erfahren, dass sie lediglich einige Tage im Krankenhaus… Weiterlesen »

Dati

Moin Lucy,
deine Schilderungen kann ich komplett nachvollziehen. Essen: grauslig. Tanten: die Hölle. Psychische Gewalt 24 / 7 ohne Ende. Habe selbiges im “Kurheim” Haus Roseneck, in Bad Salzuflen 1972 als 6-jährige erleben müssen. Mir hat es niemand geglaubt. Heute sind meine Eltern längst verstorben. Ich weiß inzwischen, durch die vielen Berichte, dass nicht ich das “Sensibelchen” war, sondern dass das Ganze System und Struktur hatte.

Jens Rothfuss

Hallo Lucy,

Dort war ich auch! Hier ist mein Bericht:

http://verschickungsheime.de/regionalgruppen/#comment-553

Wenn Du recherchieren möchtest: das Gebäude, und Du wirst es wiedererkennen, wird heute als “Erwin-Rommel-Museum” genutzt. Es gibt auch alte Bilder von diesem Gebäude im Netz.

Herzliche Grüße
Jens

Jens Rothfuss

Der Link funktioniert leider nicht mehr: deshalb hier nochmals: Hallo Jens Rothfuss, >Ihr Kommentar wurde genehmigt. http://verschickungsheime.de/regionalgruppen/#comment-553 Sehr geehrte Damen und Herren, im baden-württembergischen Herrlingen bei Ulm gab’s auch so ein Heim. Ich (Jg. Nov. 1959) war dort im Nov. + Dez 1966, mit meinen beiden Brüdern (Jg. 1957+1961) verschickt worden. Unsere Mutter hatte seinerzeit schwere Gelbsucht. Das ganze lief irgendwie über das Müttergenesungswerk.Gleich nach Ankunft wurden wir getrennt. Meinen kleinen Bruder sah ich in dieser Zeit fast nie. Meinen älteren Bruder recht regelmäßig, da die Gruppen (mittleres und älteres “Alter) manchmal zusammengelegt wurden. Gegessen haben wir jedoch stets getrennt.… Weiterlesen »

Susanne

Liebe Frau Röhl, liebe ebenfalls Betroffenen, ich bin durch einen Artikel zur geplanten Konferenz im Tagesspiegel auf die Thematik gestoßen und bin seither total aufgewühlt. Tagelang habe ich sämtliche Berichte gelesen und bin erschüttert, wie sich die Berichte ähneln. Offensichtlich wurde landesweit systematisch so mit den Verschickungskindern umgegangen. Andererseits tröstet es mich auch – so haben es andere schon geschildert – dass ich mit meinen Erinnerungen und Erfahrungen nicht alleine stehe. Ich bin Jahrgang 1957 und wurde August/September 1963 von West-Berlin nach Salzdetfurth, Kindererholungsheim Haus Sothenblick verschickt, also vor meiner Einschulung. Angst, Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein und Ekel sind die Worte, welche… Weiterlesen »

Ursula

Hallo zusammen, ich war im Sommer 1971 für 6 Wochen in dem DAK-Heim Bad Sassendorf. ich war ziemlich dürr . Ich musste immer das Mittagessen aufessen. konnte das aber nicht, musste mich , vorallem bei Haferschleim, ins Essen erbrechen und das dann aufessen. Ich musste alleine im Essensaal sitzen bleiben, bis ich aufgegessen hatte. In dieser Zeit dort hatte ich Geburtstag. Ich bekam von zu Hause ein Päckchen mit einem kleinen Kuchen und Süssigkeiten. Alles wurde verteilt und ich bekam fast nichts davon ab. Der Kurerfolg sollte zu einer Gewichstzunahme führen. Ich habe allerdings nichts zugenommen. In der Woche 5… Weiterlesen »

Dati

Hallo zusammen,

nachdem ich selber meine Erlebnisse und Gefühle geschildert habe (siehe unten), ist es an der Zeit, die Frage nach dem “Warum?” zu stellen.

Warum wurden wir in diese Heime geschickt?
Wer hatte ein Interesse daran und warum?
Wie kann es sein, dass die Kinder offenkundig systematisch misshandelt wurden? War das systembedingt; also vorsätzlich?
Wer hat an diesem System verdient und wieviel? Wohin sind die Mittel geflossen?
Warum konnte dieses System solange bestehen? Gab es keine Widerstände?
Ich stelle die Fragen allgemein zur Kommunikation.

Gerald

Wurde nicht die “Kur” von den Krankenkassen und den Sozialämtern bezahlt? Also über Beiträge und Steuern finanziert? Dann wären die Mittel zu den verantwortlichen Ärzten und den Trägern dieser Heime geflossen. Warum das System so lange bestehen konnte, ist wohl vielschichtig. Ich habe zumindest meinen Eltern nach Rückkehr einiges erzählt, wahrscheinlich aber noch nicht mal alles. Die Eltern durften ja die Kinder nicht besuchen, konnten sich also gar kein eigenes Bild machen. Es haben sich die Träger der Heime wohl auch nicht gekümmert. Vermutlich wurde der “Erziehungsstil” auch einfach so akzeptiert. Ich hätte auch nie gedacht, dass der Wahnsinn bis… Weiterlesen »

Dati

Moin Gerald,
mir ging es nicht viel anders. Habe das Erlebte “erfolgreich” verdrängt: Depressionen, Angstzustände, Colitis Ulcerosa, etc. sind heute meine täglichen Begleiter.
Wir konnten nichts dafür – und wir konnten nix dagegen. Traumata werden häufig Jahrzehnte verdrängt / abgespalten. Überlebensstrategie eben.
Es braucht sich niemand von uns “schuldig” fühlen. Wir waren die Opfer! Und leiden bis heute unter den Folgen!

Gerald

Jo, da hast du Recht, wir haben keine Schuld. Wir waren froh, dass wir die “Kur” überlebt haben. Wir waren damals viel zu jung um die Dimension der “Behandlung” zu überblicken. Verdrängen war die einzige Lösung. So habe ich ja auch mein Leben mit Höhen und Tiefen “gemeistert”. Ich hatte auch alle möglichen Krankheiten, Magengeschwüre, Depressionen, Herzinfarkt. Ich möchte auch nicht alle Krankheiten auf die Zeit damals in Wyk auf Föhr zurückführen, dazu gab es in meinem Leben vielleicht auch andere schlimmere Probleme. Aber prägend waren diese 6 Wochen schon. Selbst die Grundausbildung in der Marine war nicht so menschenverachtend.… Weiterlesen »

gerhard

Ich war 4 Jahre alt, als ich das erste Mal für 6 Wochen nach Bad Reichenhall, 800 km von zu Hause entfernt, zur Erholungskur geschickt wurde. Die meisten Erinnerungen habe ich an die zweite Kur mit 8 Jahren. Die meisten Misshandlungen, die hier geschildert wurden, habe ich auch erlebt. Ich merke aber, dass ich heute im Alter von 72 Jahren die dunkle Wand vor diesen Ereignissen lieber nicht einreissen möchte. Ich sehe mich heute nicht mehr als Opfer, sondern als wehrhafter, selbstbestimmter und privilegiert lebender Mensch. Dieses aktuelle Thema hat mir aber geholfen, die vilen Probleme im Verlauf meines Lebens… Weiterlesen »

fraukec.d@gmail.com

Wann warst du auf Föhr?Kinderheim Sonnenschein 1959.Es,war die Hölle.Möchte mich austauschen.Depressionen Essstörungen kein Selbstbewussten schlimme Folgen

Dati

Das “Haus Roseneck” in dem ich war, war in der Trägerschaft des “Bundesbahn-Sozialwerkes”, also einer Einrichtung der Bundesbahn. Finanziert wurden die Kuren sicher durch Krankenkassen. Aber Träger war eindeutig die “Sozialeinrichtung” der Bundesbahn und damit die Bundesrepublik Deutschland. Na schönen Dank auch liebes Deutschland!

Patrick

Hallo zusammen, Ich hatte schon im Heime-Vernetzungsforum ausführlicher einzuordnen versucht, warum diese systematisch-identischen Misshandlungen über ein halbes Jahrhundert in hunderten von Heimen funktionieren konnten, ohne dass was an die Öffentlichkeit kam. Mir fielen/fallen da folgende Umstände/Faktoren ein: – Der “Zeitgeist” war ein anderer, strenge Erziehung hatte durchaus noch hohen Stellenwert und wurde durch die damalige Elterngeneration ja auch noch vielfach vermittelt. Viele Eltern hätten sich ja sicher auf die Seite der Tanten gestellt, von wegen deren Bestrafungen seien dann sicher zu Recht erfolgt oder man selbst würde sich das Geschilderte ausdenken. Kurzum hat man als Kind lieber die Klappe gehalten,… Weiterlesen »

Clarissa Baillon

Ich war 1961 Dezember im Kinderhaus Santa Maria in Borkum ich kann auch nur bestätigen – Kinder wurden misshandelt , das Essen war ein Horror und wenn man erbrochen hat solange essen bis der Teller Lehr war egal ob mit oder ohne kotze. Nachts aufs Klo war verboten wer ins Bett pinkelte musst nachts im Dunkeln auf der Treppe den Nonen die Schuhe putzen in der Küche arbeiten – als 6 und 7 jährige Kinder. Briefe an die Eltern wurden geöffnet und weggeschmissen Nikolaus Pakete verteilten die Nonnen unter sich! Sehr viele der Kinder In meiner Zeit 😡 wurden krank… Weiterlesen »

Silke

Hallo Clarissa, bist du schon in der Borkum-Gruppe vernetzt? So können wir alle Erfahrungen zu den Heimen sammeln.

Randalf

Bösartig ist die richtige Beschreibung, vielleicht sogar sadistisch. Ich glaube mittlerweile, , dass manche Frauen nur deshalb Nonnen geworden sind, um ihre kranken Bedürfnisse auszuleben, ebenso, wie mancher nur Pfarrer geworden ist, um Jungen zu missbrauchen. Aber vielleicht hat auch das Zölibat Schuld und Menschen werden verrückt, wenn sie ihre Sexualität nicht ausleben können/dürfen. Vermutlich ist das aber auch wie die Frage nach der Henne und dem Ei und es bedingt sich gegenseitig

Beate Stursberg

Guten Tag, ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen, habe den Bericht im Fernsehen nicht gesehen. Beim Lesen der vielen Berichte und Kommentare musste ich immer wieder an meine eigenen Erlebnisse in Kinderheimen denken. Ich bin Jahrgang 1954, in Hamburg aufgewachsen. Mit 4 Jahren kam ich zum ersten Mal in ein Kinderheim. Den Namen des Heimes weiß ich nicht mehr , es war in Voßloch bei Elmshorn. Die Patentante meiner Schwester, Frau Dr. Wieczorek hat mich dorthin bringen lassen , um meine Mutter für eine Weile zu entlasten. Ich wurde von ihrer Sprechstundenhilfe abends dorthin gebracht. Das ganz ging… Weiterlesen »

Peter

Hallo Beate, heute bin ich auf diese Seite aufmerksam geworden. Meine erste Verschickung ging ebenfalls nach Vossloch. Ich kann mich nur bruchstückhaft daran erinnern. Es war Winter und ich bin auf dem Bahnsteig bei Glatteis ausgerutscht. Die Folge eine heftige Gehirnerschütterung. Es war eine Villa, der Garten und Brunnen waren verschneit. Ob es dieses Gebäude heute noch gibt ?? Die ganze Zeit begleitete mich jedenfalls Heimweh, warum wohl ?? In meiner Erinnerung eine gruselige Zeit dort.

Conni

Bei sämtlichen meiner insgesamt vier Heimaufenthalte stand das Thema “Essen” im absoluten Vordergrund. Ich gehörte immer zu den “dünnen” und “kränklichen”, die “aufgepäppelt” (=gemästet?!?) werden sollten. In Mittenwald / Haus am Schmalensee (ich war mit 14 Jahren mitten in der Pubertät) sogar mithilfe von insges. drei durch den dortigen Arzt (er war, so glaube ich, auch der Heimleiter) verabreichten “appetitanregenden Vitaminspritzen”, die widerliche Fressattacken ausgelöst haben (so waren z.B. 10 Brötchen zum Frühstück “normal” für mich). Meine Mutter war erschrocken, als sie mich nach den sechs Wochen wieder in Empfang genommen hat – so hatte sie sich das wohl auch… Weiterlesen »

Uwe Sternberg

Ich bin 1953 geboren und war einmal mit meiner Schwester zusammen in der “Verschickung” in den 60ziger Jahren. Per Sammeltransport ging es nach Bad-Immnau in den Schwarzwald. Ein streng katholisch geführtes Heim, Jungen und Mädchen wurden getrennt. Die Mädchen waren weiit entfernt in einem anderen Haus, nahe der Kirche im Ort untergebracht. Meine Schwester sah ich in den 6-Wochen nur beim Gottesdienst in der Kirche auf Abstand. Sprechen mit ihr durfte ich nicht. Ich war als Kind kränklich und zu dünn und sollte in der sogen. “Erholung” zunehmen. Ich kann nur bestätigen, was ich hier lese, Züchtigung, Strenge, ekelhaftes Essen… Weiterlesen »

uwe

Ich musste als 11jähriger über sechs Wochen (vom 21.05.1979-03.07.1979) wegen der guten Luft und zwecks Gewichtszunahme in der Kinderklinik Prinzregent Luitpold in Scheidegg im Allgäu verbringen. Den Aufenthalt habe ich in schlimmer Erinnerung, habe jahrzehntelang immer wieder von den katholischen Schwestern geträumt, die das Haus mit fester Hand geführt haben. Briefe nach Hause durften nur zu bestimmten Zeiten geschrieben werden. Offenbar wurden diese von den Schwestern geöffnet und gelesen, weil Kinder, die sich darin negativ über das Heim geäußert hatten, vor allen Mitleidenden an den Pranger gestellt wurden. Die Anwendungen und Untersuchungen waren distanzlos (u.a. nackt gebadet werden). Da ich… Weiterlesen »

Elke

Ich war 1971 irgendwo an der Nordsee. Es war ein kirchlich geführtes Heim. Ich sollte vor Schulbeginn “aufgepäppelt” werden, da ich klein und dünn war. Das Schönste war die Anreise durch das immer flacher werdende Norddeutschland, Himmel und Horizont ganz vereint. Ich war also eigentlich guter Dinge und freute mich auf das Abenteuer. In der ersten Nacht weinte ein anderes Mädchen im Schlafsaal vor Heimweh. Ich ging zu ihr, um sie zu trösten. Eine Schwester (Häubchen, Tracht) kam herein und brüllte mich an. Ich fühlte mich ungerecht behandelt und wollte die Lage richtig stellen (ich war es von zu Hause… Weiterlesen »

Gabriele Röder

Melde Dich mal bei
radarzwerg@gmail.com

Anna

Ich bin 1952 geboren und war zwei Mal in der „Verschickung“. Beide Male in St. Peter Ording in den 60er Jahren. Das erste Mal war es direkt am Strand. Es könnte das Heim „Heimattreue“ oder „Gorch Fock“ gewesen sein. Ich kann alles nur bestätigen, was ich bisher gelesen habe. Strenge, Züchtigung, Schläge. Ekelhaftes Essen. Als ich nicht gehorcht habe, hat mich die Kindergartentante gewürgt, sodass ich fast erstickt wäre. Ich habe geschrien, geweint, als sie endlich begriff, dass sie imstande war mich zu töten. Daraufhin wurde meine Mutter angerufen, die dann noch in der Nacht mit meinem Großvater kam und… Weiterlesen »

Barbara Thielke

Auch ich war zusammen mit meiner 2Jahre jüngeren Schwester Mitte der Sechziger Jahre zu einer 6wöchigen Kur in Bad Rothenfelde. Es handelte sich bei uns um ein Kinderheim der Stadt Bochum, das auch inzwischen einer Senioreneinrichtung Platz gemacht hat. Der Aufenthalt gestaltete sich für uns als totaler Albtraum. Gleich am ersten Tag wurden wir mit den rigiden Regeln konfrontiert: Kinder, die beim Essen nicht gerade saßen, mussten während der gesamten Essenszeit stehen mit einer durch die Armbeugen gesteckten Holzstange auf dem Rücken. Das Essen wurde kalt, musste jedoch trotzdem anschließend komplett aufgegessen werden. Reste auf dem Teller wurden nicht akzeptiert.… Weiterlesen »

Gaby

Guten Abend, Barbara,
auch ich war in Bad Rothenfelde – und habe meine Erlebnisse weiter oben unter die Schilderung von Jürgen Weichselbaum geschrieben. Ich glaube Dir alles, was Du offenlegst!

Nina

Ich war mit 5,8 und 12 jeweils 6Wo in Wyk auf Föhr (AOK) und habe keine einzige negative Erinnerung außer, daß ich sofort wieder zurück wollte. Ich finde es schockierend, daß es so viele schlechte Erfahrungen gab.

Mich würde es interessieren, eine Analye zu erstellen, was damals den Unterschied ausgemacht hat (Lessons learnt). Vielleicht kann man mit diesen dann ja zukünftige Probleme, auch in anderen Bereichen, vermeiden.

Gerald

Hallo Nina,

Wann warst du denn in Wyk auf Föhr und in welchem Heim? Ich war 1964, also vor 55 Jahren im Marienhof.

Ich war geschockt, dass noch bis in die 90er Jahre Kinder so schlimme Erfahrungen machen mussten. Ich dachte, dass es hauptsächlich die 50er und 60er Jahre betraf.

Es freut mich, dass du keine negativen Erinnerungen hast.
Gruß Gerald

Nina

Hallo Gerald,

das erste Mal muß Frühjahr 1980 gewesend sein. Ich erinnere mich hauptsächlich an zwei Schafe,die mit der Flasche gefüttert wurden, an Vanille- und Schokosuppe (verdünnter Pudding) zum Frühstück, und lange Wattwanderungen. Ich wollte gar nicht mehr nach Hause, was dann wiederum meine Mutter etwas schockiert hat.

An den Namen des Heims erinnere ich micht mehr, außer daß es von der AOK war, und die Zimmer nach den Dörfern benannt waren (Alkersum, etc.).

Wenn ich also irgendwie dazu beitragen kann, daß die verschiedenen Erfahrungen anaysiert und verglichen werden, um daraus die Lessons Learned zu ziehen, würde ich gerne mithelfen.

Gruß Nina

Gerald

Hallo Nina, ich habe vor 55 Jahren wesentlich schlechtere Erfahrungen gemacht, siehe weiter unten und auf der Seite “Heimort-vernetzung”. Allerdings sind meine Erinnerungen sehr bruchstückhaft, vieles habe ich verdrängt. Andere waren wohl noch viel schlimmer dran, wie hier zu lesen ist. Jetzt muss ich gerade mal schmunzeln, ich habe 1985 in Irland auf einer Farm ein Lamm mit der Flasche groß gezogen. Das kam immer wieder zu mir gerannt, als es später mit den anderen Schafen auf der Weide war… Okay, das ist ein anderes Thema. Ich denke, Anja Röhl wird alle Erfahrungen auswerten und analysieren. Ach ja, das Heim… Weiterlesen »

Nina

An Walknochen erinnere ich mich nicht, aber das muss nichts heissen. Ich glaube mich daran zu erinnern, dass die Adrese “Strandstrasse” hiess, aber auch das ist nicht gesichert. Mich interessiert hauptsächlich, was damals geschehen ist, dass bis in die 70er so viele negative Erfahrungen gemacht wurden, und danach anscheinend wesentlich weniger (den Berichten zufolge zumindest). Gab es damals eine Untersuchung oder zumindest Verdachstmomente? Gab es eine interne Aufklärung, deren Ergenisse dann mit einflossen, wie die Kinderkuren durchgeführt wurden? Internet gab es ja noch nicht, daher auch weder massive Publicity noch Vernetzung. Aber aus irgendeinem Anlass muss es ja drastische Verbesserungen… Weiterlesen »

Remi

Später wurde es üblicher, dass Eltern mit dabei waren. Als in den Achzigern der Sohn meiner Schwester in kur sollte, ist sie mitgefahren und das war durchaus üblich. Außerdem hatte sich das gesellschaftliche Umfeld geändert. Ich glaube nicht , dass da etwas aufgearbeitet wurde, eher dass die “Drachen” nun unter Beobachtung standen und sich zusammen nahmen.

Gerald

Eine Untersuchung der Vorfälle gab es meines Erachtens nicht. Ich habe jedenfalls nichts der gleichen gelesen oder gehört.

Viele Betroffene haben die Ereignisse wie ich verdrängt und das war’s. Da auch im Bekanntenkreis keine Kinder zur Verschickung kamen, bin ich erst jetzt wieder durch die Medien auf das Thema aufmerksam geworden und bin erschrocken, dass sogar noch bis in die 90er Jahre Kinder gequält wurden.

Allerdings hat sich – wie Remi schrieb – der Zeitgeist, bzw das gesellschaftliche Umfeld geändert. Allerdings viel langsamer als ich gedacht habe.